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Volontariat - Studium - Praktikum - Ausbildung Alles rund um die Ausbildung in den Medienberufen. Volontariat, Studium der Journalistik & Kommunikationswissenschaft, Praktikum

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Alt 01.10.2006, 13:04   #1
Jan Peter
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Registriert seit: 25.11.2004
Alter: 39
Beiträge: 23
Renommee-Modifikator: 16 Jan Peter wird positiv eingeschätzt
Standard Chancen Berufseinstieg

Auch wenn dies nun der etwa tausendste Thread zum Thema "Chancen im Journalismus" sein sollte, so wollte ich doch gerne Eure Meinung hören.

Wie so viele habe auch ich ein Studium rein aus Interesse und Neigung begonen und bin nun, wo sich der Zeitpunkt des Abschlusses nähert, etwas unsicher wie meine Chancen stehen, dass zu tun, was ich tun möchte.

Aber der Reihe nach: ich bin 26 Jahre alt, habe bald meinen Bachlor of Arts in Sozialwissenschaften (Politik & Soziologie) und meine journalistischen Vorerfahrungen sind eher etwas dürftig: einmonatiges Praktikum bei einer (eher kleinen, politisch & kulturell orientierten) überregionalen Wochenzeitung und eine einjährige ehrenamtliche Mitarbeit bei einem gemeinnützigen Verein, für dessen Homepage ich Reportagen und Leitartikel aus dem juristischen Bereich verfasst habe. Ab November werde ich drei Monate bei einer deutschen Zeitung in Kasachstan hospitieren, danach meine letzte mündliche Prüfung machen, wahrscheinlich mein Zeugniss in den Händen halten und versuchen einen Fuß in die Tür des heißumkämpften Arbeitsmarktes für Journalisten zu kriegen.

Leider bin ich etwas unsicher was hierfür nun der beste Weg wäre, vor allem angesichts meiner nicht besonders zahlreichen Praktika und Erfahrungen. Mein Plan ist es zunächst noch ein Praktikum bei einer Tageszeitung zu machen. Alternativ käme auch ein kleiner lokaler Fernsehsender in Frage (eigentlich will ich ja in den Printbereich, trotzdem würde es mich zumindest interessieren, wie beim Fernsehen gearbeitet wird), in der Hoffnung dabei vielleicht eine Stelle als freier Mitarbeiter zu ergattern um mich etwa ein Jahr als eben solcher durchzuschlagen und mich anschließend für Volonariate zu bewerben. Zunächst bei kleineren Zeitungen, Fachmagazinen oder Wochenzeitungen. Auch mit Anzeigenblättern könnte ich mich durchaus
anfreunden und notfalls wäre auch etwas in Richtung "Corporated Publishing" O.k. Es muss also nicht gleich die Süddeutsche sein....

Ich habe zwar mittlerweile so ziemlich alle Threads zu diesem Thema hier gelesen und mich auch anderweitig schlau gemacht, dennoch würde mich nun interessieren, was Ihr davon haltet. Klingt dieser Weg, den ich beschrieben habe einigermaßen erfolgversprechend? Habe ich überhaupt eine Chance im Vergleich zu Leuten die bereits seit Schulzeiten als freier Mitarbeiter tätig sind? Fallen euch vielleicht effektivere Alternativen ein?

Für Eure Meinungen und vielleicht auch Tipps wäre ich sehr dankbar!

Geändert von Jan Peter (01.10.2006 um 13:14 Uhr).
Jan Peter ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.10.2006, 14:22   #2
punky
Bekannter Benutzer
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Registriert seit: 26.08.2005
Beiträge: 745
Renommee-Modifikator: 22 punky wird positiv eingeschätzt
Standard AW: Chancen Berufseinstieg

Mit deinem Plan könnte es bei einigen Zeitungen etc. auf jeden Fall etwas eng werden mit dem Alter. Bei manchen darfst du dich nur bis 28 (bei Volo-Beginn) bewerben, d.h. wenn du jetzt noch ein Praktikum, deinen Abschluss und anschließend ein Jahr freie Mitarbeit machst, bist du relativ alt. Da würde ich mich vorher mal bei den Zeitungen informieren, die für dich evtl. in Frage kommen.
punky ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.10.2006, 14:57   #3
christine
Senior
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Registriert seit: 05.07.2004
Beiträge: 1.816
Renommee-Modifikator: 34 christine hat zahlreiche positive Bewertungen erhalten
Standard AW: Chancen Berufseinstieg

Zitat:
Zitat von Jan Peter
vielleicht eine Stelle als freier Mitarbeiter zu ergattern
Nun, das ist an sich schon ein Widerspruch an sich. Wahrscheinlich meinst Du einen Pauschalisten-Job bei einer Zeitung (denn bei den größeren Sendern wirst Du wahrscheinlich angesichts mangelnder Erfahrung nicht landen können, jedenfalls kommst Du eher nicht für einen Freien-Job mit Rahmentarif in Frage, bei dem Du mehr als 110 Tage arbeiten (wie z.B. beim ZDF oder bei 3sat) oder gewisse Verdienstsummen (etwa beim SWR) überschreiten darfst). Aber die Verlage achten meistens auch sehr darauf, dass sie keine Scheinselbstständigen beschäftigen, für die sie am Ende noch Sozialversicherung nachzahlen müssten - und das bedeutet, man muss tatsächlich mehrere Auftraggeber haben und darf nicht von diesem wirtschaftlich abhängig sein. Alternativ beschäftigen die Verlage auch zunehmend redaktionelle Leiharbeiter.

Zitat:
Zitat von Jan Peter
um mich etwa ein Jahr als eben solcher durchzuschlagen und mich anschließend für Volonariate zu bewerben.
Wie soll das denn hinsichtlich der Sozialversicherung laufen? Student bist Du dann ja nicht mehr. Und Du läufst tatsächlich Gefahr, für Volo-Bewerbungen zu alt zu werden. Ein B.A. mit 26 ist nicht gerade mehr jung (das Studium ist ja kürzer als für Magister oder Diplom) - vermutlich hast Du vorher bereits etwas anderes gemacht, und ich fürchte, das wirst Du bei Deinen Bewerbungen schlüssig erklären müssen, um nicht gleich aussortiert zu werden. Du weißt ja, wie es heute ist.

Bei der DAZ in Almaty soll es ganz nett sein, allerdings sind Russisch-Kenntnisse schon sehr hilfreich.

Geändert von christine (01.10.2006 um 15:06 Uhr).
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Alt 01.10.2006, 19:43   #4
KarlNapf
Benutzer
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Registriert seit: 06.09.2006
Beiträge: 34
Renommee-Modifikator: 14 KarlNapf wird positiv eingeschätzt
Standard AW: Chancen Berufseinstieg

Zitat:
Zitat von Jan Peter
dabei vielleicht eine Stelle als freier Mitarbeiter zu ergattern
Schließe mich hier christine an: Ich hab während meiner Hospitanzen bei Sendern auch nachgefragt. Oft isses ja so, dass der Chefredakteur und vielleicht noch einer festangestellt ist. Der Rest sind feste Freie. Wenn dann ich als kleiner Freier kommen will, war die Antwort: "Nun ja, grundsätzlich vielleicht, aber ich hab kein Geld, um Dich zu bezahlen." Das Argument, dass ich auch was umsonst machen würde, war dann: "Das geht rechtlich nicht." (Und ich hab ihm geglaubt, dass er mich damit nicht abwimmeln wollte)
Die haben ja alle feste Budgets, und die werden logischerweise dann für die ausgegeben, von denen man sicher ist, dass gute Arbeit kommt.
Das ist der Chef bei einem Hospitant, auch wenn er drei Monate in der Redaktion war, natürlich nie ganz.
Was aber nicht heißt, dass die Kontakte trotz allem einiges bringen können.
KarlNapf ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.10.2006, 19:50   #5
Jan Peter
Benutzer
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Registriert seit: 25.11.2004
Alter: 39
Beiträge: 23
Renommee-Modifikator: 16 Jan Peter wird positiv eingeschätzt
Standard AW: Chancen Berufseinstieg

Erstmal vielen Dank für Eure Antworten.
Eigentlich bin ich mir ja ziemlich sicher, dass ich in Richtung Printmedien gehen will. Dass ich evtl. ein Praktikum bei einem Fernsehsender machen möchte, liegt letztendlich nur daran, dass mich Fernsehen als Medium interessiert und ich das sozusagen als Alternative sehe, falls es bei Zeitungen nicht klappen sollte. Mittlerweile habe ich schon desöfteren gehört, dass es bei kleinen Sendern wesentlich einfacher sein soll, an ein Volontariat zu kommen (auch mit wenig Erfahrung).
Was mein Alter angeht: nun, etwas "Anderes" habe ich nicht wirklich gemacht. Das Abi hatte ich erst mit 21, dann Zivildienst und anschließend relativ lange studiert (erst Studiengangwechsel und dann zahlreiche Nebentätigkeiten zur Finanzierung des Studiums). Ich habe ja immer noch die Hoffnung, dass "Lebenserfahrung" zumindest ein bißchen zählt...
Jan Peter ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.10.2006, 20:50   #6
christine
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Registriert seit: 05.07.2004
Beiträge: 1.816
Renommee-Modifikator: 34 christine hat zahlreiche positive Bewertungen erhalten
Standard AW: Chancen Berufseinstieg

Zitat:
Zitat von Jan Peter
Was mein Alter angeht: nun, etwas "Anderes" habe ich nicht wirklich gemacht. Das Abi hatte ich erst mit 21, dann Zivildienst und anschließend relativ lange studiert (erst Studiengangwechsel und dann zahlreiche Nebentätigkeiten zur Finanzierung des Studiums). Ich habe ja immer noch die Hoffnung, dass "Lebenserfahrung" zumindest ein bißchen zählt...
Die Wahrscheinlichkeit, dass Du deswegen bei Vorstellungsgesprächen unter Rechtfertigungszwang geraten wirst, ist leider sehr hoch. Den Studienfachwechsel und die Tatsache, dass Du während des Studiums eher unjournalistische Jobs nebenher gemacht hast, um Dein Leben zu finanzieren, wirst Du erklären müssen. Es ist gut möglich, dass man heute wegen solcher Dinge schon gleich in der Vorrunde ausscheidet. Dass bei der Axel-Springer-Schule Schwachstellen im Lebenslauf besonders nachgehakt wird, hast Du sicherlich gelesen. Und bei den Regionalzeitungen gehen sie inzwischen auch zunehmend zum Assessment Center über, und nicht immer sind dann die Aufgaben noch journalistischer Art, sondern das Übliche.

Zitat:
Zitat von Jan Peter
Mittlerweile habe ich schon desöfteren gehört, dass es bei kleinen Sendern wesentlich einfacher sein soll, an ein Volontariat zu kommen (auch mit wenig Erfahrung).
Na ja, damit machen sich hier einige ganz gerne Mut. Nicht jedes Volontariat taugt etwas. Und in den Printmedien steht noch ein Zeitungssterben bevor, da brauchst Du Dir nur das Durchschnittsalter von Zeitungslesern anzuschauen.

Wenn Du mich fragst: Versuche es in der PR. Da hast Du bessere Chancen, und der Verdienst ist hinterher meist auch besser, und für PR-Jobs wird heute meist auch eine PR-Ausbildung gefordert (zu recht, denn die Quereinsteiger aus dem Journalismus haben in der Regel von einigen, pr-relevanten Dingen wie Budgets, Kampagnenkonzeption usw. kaum Ahnung).

Geändert von christine (01.10.2006 um 20:52 Uhr).
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