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Volontariat - Studium - Praktikum - Ausbildung Alles rund um die Ausbildung in den Medienberufen. Volontariat, Studium der Journalistik & Kommunikationswissenschaft, Praktikum

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Alt 25.10.2008, 21:15   #1
sonic79
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Standard Frei, Volo oder Redakteur beim Anzeigenmblatt?

Hallo zusammen!
Ich habe ein Problem und mich würde gerne eure Meinung interessieren. Ich bin fast 29 Jahre alt, habe ein Soziologie-Studium auf Diplom absolviert und arbeite seit acht Jahren als freier Mitarbeiter für eine "seriöse" Tageszeitung im lokalen Bereich und seit vier Jahren für ein Boulevard-Zeitung im Sport (Eishockey, DEL und Fußball-Bundesliga).

Eigentlich macht mir das Leben als "Freier" viel Spaß, doch auf lange Sicht ist es natürlich auch nicht das Gelbe vom Ei. Deshalb hatte ich überlegt, mich für ein Volontariat bei der "seriösen" Zeitung zu bewerben.

Nun habe ich aber von einem befreundeten Kollegen gehört, dass eine Stelle als Lokal/Sport-Redakteur bei einem Anzeigenblatt frei wird und wenn er meinen Namen dort ins Spiel bringt, hätte ich auch gute Chancen, die Stelle zu bekommen.

Was mich nun interessiert. Würdet ihr das als Rückschritt ansehen, als erste Stelle eine Redakteursstelle bei einem Anzeigenblatt anzunehmen und macht es überhaupt Sinn, direkt eine solche Stelle anzufangen, OHNE ein Volo gemacht zu haben?

Wie würde es in 2-3 Jahren aussehen, wenn ich mich dann für eine andere Stelle bewerbe? Werden die dann dort fragen: Wieso haben Sie eigentlich nie ein Volo gemacht oder ist das dann nicht mehr so wichtig, weil ich dann ja schon Berufserfahrung als Redakteur habe?

Ich würde mich wirklich freuen, wenn Ihr mit Antworten auf meine Fragen geben könntet, da ich gerade wirklich nicht weiß, was ich tun soll.

Viele Dank und Grüße,
sonic
sonic79 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.10.2008, 11:02   #2
julia
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Standard AW: Frei, Volo oder Redakteur beim Anzeigenmblatt?

ich denke, angesichts deines Alters könnte es schwierig werden mit dem Volo. Wenn dir die Stelle und der AG also zusagen, könntest du ja dort als Redakteur anfangen. Wenn du dort dann nichtnur kleine Meldungen schreibst, sondern alle Stilformen, sollte in 2, 3 Jahren eigentlich keiner blöd kommen, weil du kein Volo hast...

Ich hab neulich ne Redakteurin eines ÖR kennengelernt und war erstaunt, weil sie kein Volo hatte, sondern "nur" Praktika und dann für ne Sendung gearbeitet, dort aber wohl keine Beiträge gemacht hat und das jetzt aber macht. Scheint also doch ncoh irgendwie zu funktionieren, selbst beim ÖR
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Alt 27.10.2008, 19:58   #3
mia
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Standard AW: Frei, Volo oder Redakteur beim Anzeigenmblatt?

Hättest du denn die Chance, ein Volo zu bekommen bei deiner tageszeitung? Wenn ja, würde ich darauf bauen. Ein konkretes Angebot hast du aber noch nicht, oder? Zu einem Anzeigenblatt würde ich nicht gehen, wenn du irgendwann nochmal in den seriösen Journalismus zurückwillst. Das ist eine Sackgasse. Als ehemaliger Anzeigenblatt-"Redakteur" ohne Volo kannst du es vergessen, dich als Redakteur für eine richtige Zeitung zu bewerben. Und mit 29 bist du doch nicht zu jung für ein Volo - bei meinem Arbeitgeber (überregionale Tageszeitung) ist das das Volo-Durchdschnittsalter. Also, außer es ist dein Traum, Anzeigenblättchen-Redakteur zu sein und zu bleiben, würde ich das nicht machen.
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Alt 27.10.2008, 21:18   #4
Macit
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Standard AW: Frei, Volo oder Redakteur beim Anzeigenmblatt?

@ mia - Das ist ziemlich abwertend gegenüber vielen hochklassigen Redakteuren bei Anzeigenblättern. Wie bei Tageszeitungen gibt es auch hier große qualitative Unterschiede. Ist das Blättchen tatsächlich ein solches, wird daraus Käse, klarer Fall. Aber in den letzten Jahren hat sich in diesem Bereich einiges getan. Die Arroganz vieler Tageszeitungs-"Redakteure" täuscht auch nicht darüber hinweg, dass dort reihenweise Abo-Kunden abspringen und die Lokalseiten fast nur noch aus PR bestehen. Dazu gibt's auch einen interessanten Artikel in der letzten "Journalist"-Ausgabe.

Aber zum Thema: Falls ein Tageszeitungs-Volo tatsächlich erreichbar ist, dann schlag zu. Wenn nicht - probier' das Anzeigenblatt aus. Dort lernt man erstens ressortübergreifend und flexibel zu agieren, kann aktiv in die Blattplanung einsteigen und lernt auf dem so wichtigen Gebiet der Produktion ungefähr fünfmal so viel wie bei einer Tageszeitung. Ehemalige Anzeigenblatt-Redakteure sitzen daher mittlerweile bei Tageszeitungen, Illustrierten, Pressestellen und sogar Fernsehsendern in den Chefetagen. Letztlich kommt es auf Talent und Hartnäckigkeit an - Eigenschaften, die eh jeden Journalisten auszeichnen sollten.
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Alt 27.10.2008, 21:52   #5
mia
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Standard AW: Frei, Volo oder Redakteur beim Anzeigenmblatt?

[quote=Macit;71243Ehemalige Anzeigenblatt-Redakteure sitzen daher mittlerweile bei Tageszeitungen, Illustrierten, Pressestellen und sogar Fernsehsendern in den Chefetagen. [/quote]

Wer denn? Sorry, aber das habe ich noch nie gehört. Ich wollte mit meinem Beitrag auch nicht den zahlreichen hart arbeitenden Anzeigenblättchen-Redakteuren auf die Füße treten. Es ist aber im Journalismus leider nicht so, dass "Talent sich immer durchsetzt". Wo man sein Volo macht bzw. erstmals ernsthaft in den Beruf einsteigt, ist die Visitenkarte für alle weiteren Karriereschritte, deshalb sollte man sich das genau überlegen. Wer für ein schickes Gruner + Jahr-Magazin Kischpreis-verdächtige Reportagen schreiben will, sollte sich eben eher an einer Journalistenschule bewerben als beim Hintertupfinger Tagesanzeiger für ein Volo. Und wem die Redaktion einer angesehenen Tageszeitung vorschwebt, für den ist ein Anzeigenblatt kein gutes Sprungbrett. Dass viele Lokalzeitungen heute PR und redaktionelle Beiträge munter vermischen, ist wahr, aber ein ganz anderes Problem. Man kommt im Journalismus heutzutage nicht mehr so einfach von A nach B, wie es in früheren Karrieren der Fall war, wo man vom Redaktions-Postverteiler, mit etwas Talent, ins Feuilleton wechseln konnte. Traurig, aber wahr: Reine "Begabung" (was auch immer das sein soll) ohne geschickte Karriereplanung setzt sich eben nicht durch.

Geändert von mia (27.10.2008 um 22:35 Uhr).
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Alt 27.10.2008, 23:11   #6
Macit
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Standard AW: Frei, Volo oder Redakteur beim Anzeigenmblatt?

Journalisten bauen sich Netzwerke auf. Das müssen sie von Tag 1 ihres Berufseinstiegs an tun, um im Geschäft zu bleiben. Dabei spielt es einfach keine Rolle, welches Medium man sich aussucht. Stimmen die Kontakte und die Qualität der Arbeit, gibt es irgendwann die Möglichkeit zum Um- oder Aufstieg.

Ich selbst schreibe für mehrere Anzeigenblätter, Tageszeitungen, Wirtschafts-, Lifestyle-, Jugend-, Sport-, Kultur- und Musikmagazine. Außerdem für Filmproduktionen und Sachbuchverlage. Und obwohl die Süddeutsche nicht täglich an meiner Tür kratzt, um mich zu bauchpinseln, kann ich von all dem verdammt gut leben, habe zudem Spaß am Job und lerne jeden Tag etwas dazu. Außerdem werde ich gelesen - und zwar verdammt oft.

Angefangen hat alles vor anderthalb Jahrzehnten mit einem Praktikum bei einem Anzeigenblatt.
Macit ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.10.2008, 23:20   #7
mia
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Standard AW: Frei, Volo oder Redakteur beim Anzeigenmblatt?

Zitat:
Zitat von Macit Beitrag anzeigen
Ich selbst schreibe für mehrere Anzeigenblätter, Tageszeitungen, Wirtschafts-, Lifestyle-, Jugend-, Sport-, Kultur- und Musikmagazine. Außerdem für Filmproduktionen und Sachbuchverlage. Und obwohl die Süddeutsche nicht täglich an meiner Tür kratzt, um mich zu bauchpinseln, kann ich von all dem verdammt gut leben, habe zudem Spaß am Job und lerne jeden Tag etwas dazu. Außerdem werde ich gelesen - und zwar verdammt oft.

Angefangen hat alles vor anderthalb Jahrzehnten mit einem Praktikum bei einem Anzeigenblatt.
Wenn man als Freie/r unter seinen zahlreichen Auftraggebern auch Anzeigenblätter hat, ist das was anderes. Ich dachte, wir sprechen die ganze Zeit von einer Redakteurstätigkeit. Und natürlich bricht es niemandem einen Zacken aus der Krone, mal ein Praktikum bei einem Anzeigenblatt gemacht zu haben. Aber von einer FESTEN Stelle bei einem solchen Medium kommt man halt schlecht wieder weg und zu einer echten Zeitung, in der redaktionelle Texte nicht nur Spachtelmasse sind, um den Platz zwischen den Anzeigen zu füllen. Es gibt nun mal einen Unterschied zwischen einem Anzeigenblatt und einer unabhängigen Zeitung. Da braucht man gar nicht drumrumreden. Ich fände es einfach falsch, einem jungen Menschen, der im Journalismus Fuß fassen will, ernsthaft zu einer Stelle bei einem Anzeigenblatt zu raten, wenn er evtl. die Chance auf ein Volo hat. Aber darin sind wir uns ja wohl einig.
mia ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.10.2008, 14:57   #8
paminia
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Standard AW: Frei, Volo oder Redakteur beim Anzeigenmblatt?

Ich hatte mir die Frage vor einem halben Jahr auch gestellt, ob ich nicht gleich eine Redakteursstelle suchen soll und auf ein Volo pfeifen soll. Nach x-Jahren als Freie dachte ich "Das muss nicht sein". Lag aber falsch. Das Volo wird heute als "Eintrittskarte" in den Journalismus gesehen. Hast du eins - biste was. Haste keins - biste nix.

Ich hab mir dazu die Meinungen von verschiedenen Leuten angehört, von Chefredakteurn und Lokalblättchen-Redakteuren die alle gesagt haben. "Mach ein Volo. Die zwei Jahre kriegst du noch rum".
Ich hab mal den Rat befolgt und bin jetzt bei einer Tageszeitung. Ich dachte "na soviel kannst du nicht mehr lernen". Mag sein, dass ich vieles kann, aber ein ordentliches Volo bringt doch sehr viel muss ich sagen. Ich bin froh, dass ich erst das Volo mache und würde jedem empfehlen ein Volo zu machen, dem sich die Chance bietet. Und mit 29 bist du keinesfalls alt
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