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Volontariat - Studium - Praktikum - Ausbildung Alles rund um die Ausbildung in den Medienberufen. Volontariat, Studium der Journalistik & Kommunikationswissenschaft, Praktikum

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Alt 19.05.2011, 13:03   #1
GibsonLG
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Standard Kein Volo - woran liegt's?

Hallo zusammen,

ich weiß, es gibt hier schon einige Threads, die zumindest in Teilen auf meine gleich angesprochene Problematik eingehen. Trotzdem erscheint es mir sinnvoller, meinen Fall hier einmal in Gänze zu schildern - in der Hoffnung, dass der ein oder andere von Euch vielleicht einen hilfreichen Kommentar dazu abgibt.

Es geht darum, dass ich seit einem halben Jahr auf Jobsuche bin und es bislang nur Absagen hagelt. Ich bewerbe mich vor allem auf Einstiegspositionen und Volos im Bereich Journalismus und PR, aber leider werde ich nicht einmal eingeladen. Das ist für mich eine neue Erfahrung, weil ich bislang mit Bewerbungen immer Erfolg hatte.

Zu mir: Ich bin vor ein paar Wochen 31 Jahre alt geworden. Dass mein Lebenslauf ein paar Haken schlägt, ist damit eigentlich schon klar. Ich habe zunächst ein Fachabitur gemacht, danach eine Ausbildung zur Reiseverkehrskauffrau in der Zentrale eines großen deutschen Reisekonzerns. Ich habe während der Lehre gemerkt, dass ich lieber kreativ tätig sein möchte. Ein Studium sollte her. Als mir dann vom Arbeitsamt geraten wurde, das "normale" Abi nachzuholen, habe ich das gemacht und mit 1,2 abgeschlossen. In dieser Zeit wurde mir bewusst, dass ich beruflich schreiben will. Viel geschrieben hatte ich schon immer und mir wurde auch von allen Seiten bestätigt, dass ich das gut kann, aber ich musste wohl Anfang 20 werden, um zu begreifen, dass ich Talent habe und so formte sich schließlich mein Berufswunsch.

Nach Abschluss des Abiturs habe ich also gleich die Überbrückungszeit zum Studium genutzt und ein mehrere Monate dauerndes Praktikum bei einer regionalen Tageszeitung gemacht. Die waren von mir so begeistert, dass ich weit über 100 Artikel in der Zeit geschrieben habe und auch die großen Samstagsmagazin-Reportagen machen durfte, die bei den Lesern gut ankamen. Es war eine gute, wenn auch anstrengende Zeit und ich habe gemerkt, dass ich später lieber in Richtung Magazin gehen möchte. Der Chefredakteur hat mir da gute Chancen eingeräumt. Ich war wohl die beste Praktikantin, die sie je hatten.

Damals konnte ich mir gut vorstellen, später in Richtung People- oder Kulturmagazin zu gehen, also habe ich einfach mal ein paar Chefredakteure diverser großer Magazine kontaktiert und die gefragt, was man dafür wohl idealerweise studieren könnte. Aufgrund der Antworten und unter Berücksichtigung meiner Interessen habe ich mich schließlich dafür entschieden, Angewandte Kulturwissenschaften mit den Schwerpunkten Sprache & Kommunikation, Musik und Medien & Öffentlichkeitsarbeit zu studieren. Nebenfächer waren u.a. auch BWL. Ein breit angelegtes Studium also, dass ich im November letzten Jahres mit 1,8 abgeschlossen habe.

An der Uni habe ich mich sehr für das dortige Hochschulmagazin (das 2008 unter die zehn besten in Deutschland gewählt wurde) engagiert, habe jahrelang dafür geschrieben, ein Jahr lang die Redaktionsleitung übernommen und somit Ahnung davon, was außer "schönen Texten" noch alles relevant ist für die Magazinproduktion. Außerdem habe ich ein fünfmonatiges Praktikum in einer Full-Service-Agentur im Bereich Text und Konzeption gemacht und ein gutes Zeugnis dafür erhalten (ich habe dort realisiert, dass mir das journalistische eben doch mehr liegt, aber ich wollte es wenigstens einmal ausprobiert haben). Darüber hinaus habe ich für die Lokalausgabe einer großen deutschen Tageszeitung einige Kolumnen geschrieben. Ferner habe ich Erfahrungen mit CMS und Web-Auszeichnungssprachen sowie Grafikanwendungen wie InDesign und Photoshop - mir kann also niemand vorwerfen, ich hätte keinerlei Ahnung vom Geschäft ...

Von dem damaligen Ziel, bei einem People-Magazin zu arbeiten, habe ich mich während des Studiums schnell entfernt (auch weil ich in Sachen Entertainmentbranche einige "ernüchternde" Erfahrungen gemacht habe). Inzwischen wäre es für mich das Größte, für ein Tier- bzw. Hundemagazin zu schreiben (ich habe z.B. meine Abschlussarbeit über Hundezeitschriften geschrieben). Aber auch Themen wie Computer(spiele), Unterhaltungselektronik usw. wären interessant. Aber das sind wahrscheinlich nur Träume. Hauptsache, Schreiben ...

So, ich kürze das Ganze jetzt ab: Ich bewerbe mich wie gesagt seit einem halben Jahr (genau genommen sogar schon während meines Studiums, da aber weniger intensiv) auf redaktionelle und PR-Stellen im Einstiegsbereich (thematisch völlig unterschliedliche). Ich will hier gar nicht weiter darauf eingehen, wie unverschämt manche Unternehmen mit Bewerbern umgehen, aber ich habe bislang nur Absagen bekommen. Meine Unterlagen sind einwandfrei (habe sie auch von anderen "Rechtschreib-Profis" Korrektur lesen lassen), meine Anschreiben sind meiner Ansicht nach auch ok (auch hier habe ich positives Feedback von neutralen Personen bekommen). Arbeitsproben liegen genügend vor, ich hänge aber immer nur ein, zwei an, alles andere wäre zuviel. Jedoch komme ich nicht mal in die engere Wahl, sondern werde immer gleich aussortiert.

Langsam bin ich wirklich am verzweifeln - zumal einem ja auch kein Personaler auf Rückfrage mal die "wahren" Gründe sagt. Fragen wie "Bin ich zu alt?", "Wirkt mein Lebenslauf nicht stringent genug?", "Habe ich zu wenig Erfahrung?" usw. geistern durch meinen Kopf. Auch die Tatsache, dass jetzt schon einen großes Loch in meinem Lebenslauf klafft, macht mich zunehmend nervöser. Aber irgendwie sehe ich es nicht ein, jetzt noch x unbezahlte Praktika zu machen. Es heißt ja immer so schön, man solle sich nicht unter Wert verkaufen und eigentlich sehe ich es auch so. Ich bin qualifiziert für ein Volontariat! Aber irgend etwas läuft gewaltig schief. Vielleicht bin ich ja völlig verblendet und sehe die "Lösung" nicht. Deswegen wäre es toll, wenn sich hier der ein oder andere finden würde, der vielleicht eine Idee hat, woran es liegen könnte. Oder liegt es schlicht und einfach daran, dass sich viel zu viele bewerben?!

Ich freue mich auf Antworten. Vielen lieben Dank im Voraus - allein schon fürs Lesen dieses viel zu langen Posts.

Grüße
GibsonLG
GibsonLG ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.05.2011, 18:06   #2
Miriam86
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Standard AW: Kein Volo - woran liegt's?

Wie viele Bewerbungen hast du denn geschrieben? Das ist ja eher die Frage als die, wie lange du dich schon bewirbst.

Es ist nicht ungewöhnlich, dass man ein oder zwei Jahre auf ein Volo warten muss, je nach Bereich usw.

So spontan kann ich an deinem Lebenslauf nichts finden, außer, dass ich immer deutlich mehr Textproben beigelegt habe. In vielen Ausschreibungen (ich hab mich aber nur bei Regionalzeitungen beworben) steht, dass 5 oder 5-10 gefordert sind.

Außerdem frage ich mich, von wem du dir dein Anschreiben hast gegenlesen lassen. Anschreiben funktionieren im Journalismus ja anders als in anderen Branchen.
Miriam86 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.05.2011, 18:20   #3
GibsonLG
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Standard AW: Kein Volo - woran liegt's?

Hallo Miriam86,

vielen Dank für Deine Antwort.

Nun, ich habe bislang 14 Bewerbungen geschrieben. Das klingt zunächst vielleicht wenig, aber es gibt ja in diesem Bereich auch nicht so viele Stellen, zumal ich nicht deutschlandweit suche, weil ich aus diversen Gründen ortsgebunden bin (Großraum HH).

Vielleicht bin ich auch etwas zu wählerisch, aber ich denke einfach, dass eine Anzeige einen schon in irgendeiner Art und Weise ansprechen muss. Wenn man sich die Unternehmen anschaut und kein gutes Gefühl bei der Vorstellung hat, dort zu arbeiten, wird die Bewerbung auch nicht gut. Außerdem muss man sich, gerade im Bereich PR, ja auch immer Gedanken darum machen, ob man sich damit in eine Richtung bewegt, wo man nachher nicht mehr zurück kann (das berühmte Problem Journalismus - PR).

Was die Textproben angeht, so meine ich damit ein bis zwei Seiten im PDF-Dokument. D.h, ich mache manchmal auch mehrere kurze Texte auf eine Seite, so dass es am Ende dann streng genommen auch mal fünf oder sechs Proben sein können. In diversen "Bewerbungsratgebern" habe ich gelesen, dass man die Personaler nicht mit zuviel Seiten zuklatschen soll - und meine Bewerbungsdatei hat immer um die 13 bis 14 Seiten aufgrund der vielen Zeugnisse usw. Ich denke, das ist mehr als genug. Ich versuche auch immer, die Arbeitsproben auszusuchen, die zum Unternehmen passen.

Ich habe meine Anschreiben von Freunden, aber auch an der Uni checken lassen und positives Feedback bekommen. Auch habe ich das Gefühl, dass sie mit jeder Bewerbung noch ein bisschen "runder" werden. Was genau meinst Du damit, dass Anschreiben im Journalismus anders funktionieren? Mit sachlichen, aber nicht langweiligen Anschreiben, die sich eben direkt auf die Anzeige und die dort aufgeführen Anforderungen beziehen, bin ich in der Vergangenheit bei Praktika etc. eigentlich gut gefahren. Von allzu "kreativen" Anschreiben wird allerorts immer abgeraten. Würde mich wirklich interessieren, was genau Du meinst.

Liebe Grüße
GibsonLG
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Alt 19.05.2011, 19:14   #4
Miriam86
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Standard AW: Kein Volo - woran liegt's?

Ortsgebunden ist im Journalismus natürlich schwierig und 14 Bewerbungen sind auch wenig. Das finde ich jetzt nicht verwunderlich, dass da noch nichts dabei war bislang.

Ich weiß nicht, ob Bewerbungsratgeber auf unsere Branche so zutreffen. Ich habe fünf bis zehn Arbeitsproben mitgeschickt und da auch größere Texte - kann nicht so verkehrt gewesen sein, da ich verhältnismäßig viele Einladungen hatte. (Übrigens auch nachm Volo, als ich mich für Redakteursstellen beworben habe.) 13-14 Seiten finde ich persönlich nicht viel, ich hab beispielsweise allein zwölf Zeugnisse. Ich muss zugeben, dass ich nie einen Ratgeber gelesen habe, kann nur aufgrund der Rückmeldungen, die ich bekommen habe, schließen, dass ich nicht so falsch lag. (Mag bei PR aber auch anders sein, ich hab mich wie gesagt nur bei Regionalzeitungen beworben)

Naja, ungewöhnlicher Einstieg (nicht: "ich beziehe mich auf..." / "hiermit bewerbe ich mich auf die von ihnen ausgeschrieben stelle... etc.), und auch die Sätze unterschiedlich formulieren (zwecks Sprachgefühl). Bei Praktika sind Anschreiben meiner Erfahrung nach auch bei weitem nicht so wichtig wie bei Volos.

Wie gesagt, das ist kein allgemein gültiges Rezept. Ich erzähl nur von meinen Erfahrungen
Miriam86 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.05.2011, 19:25   #5
GibsonLG
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Standard AW: Kein Volo - woran liegt's?

Hello again,

ja, rein zahlenmäßig hört sich 14 vielleicht nicht viel an. Aber in Anbetracht der Stellenangebote - und ich bin tagtäglich auf der Suche - habe ich mich damit auf etwa 80% der relevanten Anzeigen beworben. Viel mehr geht da nicht. Und das bis auf ein Gespräch - das aber nur aufgrund sehr besonderer Umstände (sprich Zeitdruck des Arbeitgebers) zustande kam - nichts dabei heraus kam, verwundert mich doch etwas.

Ich schicke immer einige kurze Texte und meist einen längeren mit. Dummerweise wurde mir von der Agentur, für die u.a. für ein Kundenmagazin Texte geschrieben habe, untersagt, die Texte für Bewerbungen zu nehmen, weil das Magazin immer noch (ja, Jahre später) in Mache ist und ich damit "Firmeninterna" verraten würde. Überhaupt durfte ich aus der Zeit in der Agentur fast nichts mitnehmen, was ich echt eine Frechheit finde ... Aber das ist ein anderes Thema.

Also, in der Beschreibung des Anschreibens finde ich mich wieder. Ich schreibe ganz bestimmt nicht "ich beziehe mich auf" oder ähnliches. Sprachlich sind die sicherlich gut formuliert und auch fehlerfrei. Daran wird es nicht liegen. Ich steige auch gern ein wenig szenisch ein oder so, dass ich meine Gedanken zur Stelle, zum Markt, zu den Themen des Unternehmens etc. darlege. Damit man z.B. sehen kann, was ich dazu stehe. Das sind aber keine radikalen Positionen, aber eben ein interessanter, persönlicher Einstieg, der etwas über meine Motivation aussagt. Ich denke, so verkehrt kann das nicht sein. Aber trotzdem hat es bislang keine Früchte getragen. Mit den Anschreiben für Praktika haben die aktuellen vom Niveau her nicht mehr viel zu tun. Aber was weiß ich, was den Personalern nicht an mir passt - vielleicht meine Nase?!

Liebe Grüße
GibsonLG
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Alt 19.05.2011, 19:38   #6
Miriam86
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Standard AW: Kein Volo - woran liegt's?

Ehrlich gesagt frage ich mich gerade, warum du die Frage hier reingestellt hast, wenn du alles nur damit kommentierst, dass es daran nicht gelegen haben kann... Es muss ja einen Grund haben und viele gibt es davon nicht: Lebenslauf, Anschreiben, Texte, Studium.

Ich weiß selbst, dass es nicht viele Stellenausschreibungen gibt. Aber gerade Print-Volos werden kaum ausgeschrieben, da setzen die Verlage drauf, dass man auf deren Seite klickt und sich dort was zusammensucht. Die Verlage bekommen i.d.R. genug Initiativbewerbungen, dass sie nicht ausschreiben müssen.
Miriam86 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.05.2011, 21:24   #7
GibsonLG
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Standard AW: Kein Volo - woran liegt's?

Puuh, nachdem ich jetzt zweimal versucht habe, per Tablet auf Dein Post zu antworten und mir immer wieder der Browser abgestürzt ist, hier nochmal schnell übern PC.

Also, zunächst einmal tut es mir leid, wenn bei Dir der Eindruck entstanden ist, als sei ich undankbar und würde die "Fehler" nur bei den anderen suchen. Dem ist nicht so. Ich wollte mit meiner Antwort nur sagen, dass ich mich in Deinen Ausführungen wiederfinde, also, dass ich nicht das Gefühl habe, dass ich das, was Du empfiehlst, nicht schon getan hätte. Natürlich steckt der Teufel vielleicht im Detail, das kann gut möglich sein. Auch werde ich Deinen Tipp, mehr Arbeitsproben mitzuschicken, beherzigen (allerdings muss ich aufpassen, dass dann die Datei nicht zu groß wird, sie hat ohnehin bei mir schon um die drei MB). Um den genauen Grund herauszufinden, müsste ich aber wohl meine gesamten Unterlagen hier zur Disposition stellen, was mir aber ehrlich gesagt zu heftig ist, da es ja doch sehr persönliche Dokumente sind. Aber interessant wäre es wohl allemal!

Was mir allerdings neu ist - und daher vielen Dank für den Hinweis! - dass man sich bei Redaktionen initiativ auf Volos bewirbt. Das wusste ich nicht. Ich dachte, gerade bei den großen Medienunternehmen, wo die Bewerbungsprozesse ohne Ende "durchgestylt" sind, sei das der völlig falsche Weg. Und ich bin auch davon ausgegangen, dass Volos systematisch zu bestimmten (internen) Terminen besetzt werden. Das werde ich also auf jeden Fall mal probieren. Aber eine Frage drängt sich mir dann doch auf: Wenn ich mich bewerbe und eine Absage erhalte - verbaue ich mir dann nicht auch die Chance auf eine freie Mitarbeit? Oder hat man ohne Volo eh keine Chance auf freie Mitarbeit (zumindest bei renommierten Zeitschriften)?

Schönen Abend und nochmals nichts für ungut!
GibsonLG
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Alt 19.05.2011, 21:25   #8
punky
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Standard AW: Kein Volo - woran liegt's?

Du hast in den Text hier sofort ein Alter geschrieben. Ich denke mal, dass du das im Anschreiben nicht getan hast. Falls doch - raus damit. Nachrechnen können beim Geburtsdatum im Lebenslauf immernoch.
Nur in einer Region (und dazu noch HH) zu suchen, könnte tatsächlich schwierig werden. Ich habe auch ca. 13,14 Bewerbungen geschrieben und hatte fünf Einladungen. Das war allerdings deutschlandweit.
Und: Du hast von Datei-Anhängen geredet. Ich habe keine Online-Bewerbung geschickt. Die meisten Medienunternehmen sind noch so "altbacken", dass sie die Papier-Bewerbung bevorzugen. Dann auch - wie Miriam sagte - mit mehr Texten. Meine Bewerbungen hatten mit allen Zeugnissen, Texten etc. auch knapp 30 Seiten. (Viele wollen übrigens auch mit 30 und abgeschlossenem Studium noch das Abi-Zeugnis.)
Hast du Auslandsaufenthalte? Das gehört ja mittlerweile auch quasi zum Pflichtprogamm.
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Alt 19.05.2011, 21:31   #9
punky
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Na ja, so ganz initativ würde ich die Berbungen nicht losschicken. Man sollte schon vorher mal anrufen.
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Alt 19.05.2011, 21:35   #10
punky
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P.S. Hast du vom Hochschulmagazin auch ein Zeugnis? Wenn nicht, lass dir von einem Prof ö.ä. noch eins ausstellen.
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Alt 19.05.2011, 21:56   #11
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Standard AW: Kein Volo - woran liegt's?

Also für einen freien Journalist hat ein Volo keine große Bedeutung. Ich habe kein Volo und habe trotzdem viele gute Auftraggeber. Auch ein befreundeter Journalist hat kein Volo, schreibt aber viel für Die Welt etc. Also ich würde nicht unbedingt auf das Volo hoffen sondern einfach als Freier anfangen. Nach dem Volo werden ohnehin viele nicht übernommen und müssen dann auch als Freie arbeiten. Von daher hat das Volo dann auch nicht viel gebracht.
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Alt 19.05.2011, 22:21   #12
GibsonLG
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Standard AW: Kein Volo - woran liegt's?

Hallo zusammen,

danke für Eure Anmerkungen. Um Eure Fragen zu beantworten:

Nein, mein Alter habe ich außer im Lebeslauf nirgends erwähnt - man muss es ja nicht extra noch betonen. Hatte es nur hier explizit erwähnt, weil ich dachte, es sei vielleicht ein Problem.

Ich habe mich bislang nur online beworben, weil es in den Anzeigen so gewünscht war. Wenn ich bei Redaktionen initiativ tätig werde, kann ich ja nachfragen, was denen lieber ist. In dem Zusammenhang kann ich ja auch fragen, wie viele Arbeitsproben sie haben wollen. Wenn es nur nicht immer so viel Überwindung kosten würde, anzurufen ...

Ich habe innerhalb meiner touristischen Ausbildung einen mehrwöchigen Auslandsaufenthalt als Reiseleiterpraktikantin. Außerdem war ich nach meiner Ausbildung länger im Ausland, das waren allerdings keine beruflich nachweisbaren Aufenthalte. Hochschulmagazin-Zeugnis ist bei meinen Unterlagen dabei.

Was die freie Mitarbeit angeht, so bin ich da durchaus offen. Aber mir stellen sich da sehr viele Fragen, wie man es am besten anstellt. Das würde jetzt aber den Rahmen sprengen, zumindest was diesen Thread angeht. Wahrscheinlich steht dazu auch schon viel hier im Forum.

Also, danke nochmal für Eure Kommentare. Hoffe, ich komme nicht schon wieder "uneinsichtig" rüber. Ist nicht meine Absicht.

Grüße
GibsonLG
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Alt 19.05.2011, 22:38   #13
punky
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Standard AW: Kein Volo - woran liegt's?

Wenn es dich Überwindung kostet, anzurufen, dann solltest du deinen Berufswunsch vielleich doch nochmal überdenken
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Alt 19.05.2011, 22:49   #14
GibsonLG
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Standard AW: Kein Volo - woran liegt's?

In eigener Sache anzurufen, ist immer ein wenig heikel für mich, als wenn ich Sachen Recherche tätig bin. Ein bisschen Angst bei sowas wird doch wohl legitim sein. Oder seid Ihr alle immer voll locker in Vorstellungsgespräche o.ä. gegangen? Seid doch mal ein bisschen menschlich.

Grüße
GibsonLG
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Alt 19.05.2011, 22:50   #15
Miriam86
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Standard AW: Kein Volo - woran liegt's?

Zitat:
Zitat von punky Beitrag anzeigen
Na ja, so ganz initativ würde ich die Berbungen nicht losschicken. Man sollte schon vorher mal anrufen.
Bei vielen Zeitungshäusern stehen Ansprechpartner, Bewerbungsanforderungen usw. fürs Volo auf der Website. Ansonsten klar: Vorher anrufen oder ne Mail schicken.
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