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Fragen und Antworten Fragen und Antworten zum Journalismus

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Alt 25.07.2012, 12:45   #1
GibsonLG
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Registriert seit: 24.09.2009
Beiträge: 44
Renommee-Modifikator: 11 GibsonLG wird positiv eingeschätzt
Standard Mehrfachverwertung konkret

Hallo zusammen,

ich bin gerade dabei, mich in einem bestimmten Special-Interest-Bereich zu etablieren und habe nun einen neuen Kontakt zu einer Zeitschriftenredaktion, die von mir im Herbst eine Reportage drucken wird. Das freut mich natürlich, die Zusammenarbeit ist bisher sehr gut, das Honorar annehmbar (nicht ideal, aber ok) und natürlich will ich dort in Zukunft öfter etwas liefern.

Nun ist das Thema meiner Reportage aber durchaus in der Ferienzeit auch allgemein gängig und würde sich evtl. auch an eine Zeitung verkaufen lassen. Das ginge auch deswegen gut, weil ich andere Aspekte mit reinbringen könnte, die ich bei der Fachzeitschrift nicht erwähnt habe, weil die Leser schon "vorgebildet" sind. D.h. ich würde den Text anders angehen (kein Copy & Paste!).

Trotzdem habe ich starke Zweifel, ob ich das Thema wirklich Zeitungen anbieten soll. Denn es ist wie gesagt schon an die Sommerferienzeit gebunden und damit würde es vor der Magazin-Reportage erscheinen. Ich bin mir nicht sicher, ob der Zeitschriftenredaktion das gefallen würde. Und ich will es mir natürlich nicht gleich wieder verscherzen. Andererseits war der Rechercheaufwand relativ hoch und da es ein Thema mit ehrenamtlichem Hintergrund ist, wäre es natürlich gut, möglichst viele (spendefreudige) Leser damit zu erreichen.

Wie schätzt Ihr das Ganze ein? Die Zusammenarbeit mit der Zeitschrift basiert nur auf einem Autorenleitfaden - da steht nichts von Nutzungsrechten usw. drin.

Danke schon mal für Antworten!
GibsonLG
GibsonLG ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.07.2012, 16:50   #2
Michael Ibach
Benutzer
Mitglied
 
Registriert seit: 13.08.2008
Beiträge: 28
Renommee-Modifikator: 12 Michael Ibach wird positiv eingeschätzt
Standard AW: Mehrfachverwertung konkret

Meine letzte veröffentlichte Reportage habe ich im redaktionellen Vorfeld angeboten als mögliches Mehrfachprodukt - d.h., ich habe mit der verantwortlichen Redakteurin der letztlich abdruckwilligen Wochenzeitung die Option einer Mehrfachverwertung offen angesprochen und erörtert, gleichwohl die Exclusivität für die Region sowie die Zielgruppe herausgestellt und versichert. Die Redakteurin erklärte sich mit diesem prinzipiell, weil existenziell zumeist notwendigen Geschäftsmodell einverstanden, einem möglichen Weiterverkauf an z.B. Fachzeitschriften oder Online-Medien stand und steht nichts mehr im Weg.

Es sind ja gerade die (auch relativ) rechercheintensiven Themen, die die Notwendigkeit einer Mehrfachverwertung zwingend nahelegen. Abgesehen von verbindlichen Aufträgen, die mit einem Honorar ausgestattet sind, die erst gar keinen Gedanken an dieses Modell aufkommen lassen, lässt der freie journalistische Alltag in Hinblick darauf Wahlfreiheit gar nicht erst zu.

Ergo: Die Mehrfachverwertung offen ansprechen, sofern eine evtl. bestehende vertragliche Vereinbarung keine entgegengesetzen Schlüsse offenbart. Der Hinweis auf anderweitige (alternative) Ansätze (Sichtweisen, ggf. auch Darstellungsformen), Aspekte und Relevanzen ist allemal eine hilfreiche Argumentation, macht er doch deutlich, daß der angebotene Text auch andere Zielgruppen erreichen kann, ohne daß die bereits berücksichtigte ihren wesentlichen Status verliert. Und damit eben auch die zuerst bedachte Redaktion keinen Grund hat anzunehmen, das Angebot wäre nicht halbwegs maßgeschneidert und von geeigneter Vorüberlegung geleitet, sondern von der Stange, die sich zuviel auf ihre fantasielosen Uniformen einbildet.
Michael Ibach ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.07.2012, 21:15   #3
GibsonLG
Benutzer
Mitglied
 
Registriert seit: 24.09.2009
Beiträge: 44
Renommee-Modifikator: 11 GibsonLG wird positiv eingeschätzt
Standard AW: Mehrfachverwertung konkret

Hallo Michael Ibach,

danke für die ausführliche Antwort. Ich sehe es prinzipiell ähnlich und auch ich habe schon darüber nachgedacht, das Ganze offen anzusprechen. Was mich hemmt sind vor allem die Erscheinungstermine. Irgendwie hat es einen komischen Beigeschmack, wenn das Thema in einer Zeitung erscheint, bevor die Reportage in der Zeitschrift veröffentlicht wird. Andererseits frage ich mich, ob es der Redaktion überhaupt auffallen würde, wenn das Thema in einer regionalen Zeitung erscheinen würde. Aber das Risiko bleibt natürlich, zumal die meisten Artikel ja auch online erscheinen. Ich bin in diesem Fall wirklich unschlüssig, weil ich den guten Start nicht vermiesen will. Aber das Problem wird wohl immer wieder auftauchen. :-/

Unentschlossene Grüße
GibsonLG
GibsonLG ist offline   Mit Zitat antworten
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