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Volontariat - Studium - Praktikum - Ausbildung Alles rund um die Ausbildung in den Medienberufen. Volontariat, Studium der Journalistik & Kommunikationswissenschaft, Praktikum

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Alt 04.01.2010, 23:42   #1
meijel
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Registriert seit: 16.11.2008
Beiträge: 4
Renommee-Modifikator: 0 meijel wird positiv eingeschätzt
Standard Journalismus wagen - oder nicht?

Eins vorweg: Sicherlich ist dieses Thema schon oft aufgekommen, und sicherlich hat der ein oder andere von euch dieses Thema schon so oft gelesen und kommentiert, dass es ihm zum Halse raushängt. TROTZDEM: Ich würde mich sehr freuen, wenn Menschen, die bereits Erfahrungen als Journalist sammeln durften, mir selbige zur Verfügung stellen und ernst gemeint antworten könnten. Dafür herzlichen Dank!

Also. Ich bin 27 und arbeite jetzt seit gut fünf Jahren als Redaktuer im Fernsehen, Bereich Unterhaltung. Gehört zwart grob gesagt auch zum Fach der Journalisten, aber auch eher rudimentär, wenn man ehrlich ist. Schon lange zieht es mich zum Journalismus, aber da es auf der Arbeit immer gut lief, hat es sich ergeben, dass ich nun eine Festanstellung und ein sehr ordentliches Gehalt "erarbeitet" habe. Das macht leider bequem und man verliert seine eigentliche Passion aus den Augen. Da mich die Arbeit beim Fernsehen aber nicht wirklich ausfüllt, überlege ich nun ernsthaft, ob ich es doch nochmal als schreibender Journalist wagen sollte. Mein Traum: Menschen beobachten, sie interviewen, Reportagen. Das muss nicht der Stern sein, das kann auch das Lokalblättchen in der Provinz sein.

Nun zur Frage: Würdet ihr mir dazu raten, es ernsthaft zu probieren? Ich wäre bereit meine Festanstellung zu "opfern", wenn es eine realistische Chance gäbe. ABER: Ich habe "nur" eine Medienausbildung und einen ILS-Studiengang "Journalismus" (Note 1,0) und keine praktische Erfahrung. Ich weiß, dass ich schreiben kann, aber auch, dass es viele andere gibt, die das auch können. Gibt es also überhaupt eine Chance unter diesen Voraussetzungen? Und was würdet ihr mir empfehlen? Initiativbewerbung bei der örtlichen Lokalzeitung? Für die meisten Journalmusstudiengänge oder -Schulen bin ich leider schon zu alt, wie ich gesehen habe.

Also, wer mir gute Tipps für einen möglichen Einstieg geben kann (falls realistisch) - ich würde mich sehr freuen.

Vielen Dank und frohes Neues!
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Alt 05.01.2010, 17:33   #2
lasse
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Standard AW: Journalismus wagen - oder nicht?

Ganz ehrlich: Bleib beim Fernsehen, wenn du deine Miete weiterhin bezahlen willst. Bei einem Lokalblättchen Reportagen zu schreiben mag zwar nett sein, recht zum Leben aber hinten und vorne nicht aus.
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Alt 15.01.2010, 00:16   #3
christine
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Registriert seit: 05.07.2004
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Renommee-Modifikator: 34 christine hat zahlreiche positive Bewertungen erhalten
Standard AW: Journalismus wagen - oder nicht?

Lasse hat recht. Von den Honoraren der Tageszeitungen kann man als Freier nicht leben. Versuche lieber, Dich innerhalb des Senders oder innerhalb der TV-Branche zu verändern. Da gibt es doch auch Sendeplätze, wo es "menschelt". Und die Honorare sind viel, viel besser als im Print.
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Alt 14.02.2010, 16:21   #4
Sandro Mattioli
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Renommee-Modifikator: 16 Sandro Mattioli wird positiv eingeschätzt
Standard AW: Journalismus wagen - oder nicht?

Wenn es Dein Traum ist, vom Schreiben leben zu können, dann würde ich versuchen ihn zu realisieren, Glücklich sein im Leben ist unbezahlbar. Aber: Du müsstest dann in den Magazinmarkt drängen, und da ist es schwer, Fuß zu fassen und die Konkurrenz ist sehr groß. Von tageszeitungen kann man kaum leben, zumal wenn man ganz von außen kommt und keine Kontakte hat. Mein Tipp wäre, überleg Dir, ob Du Dich auf eine Spezialschiene begeben willst, was weiß ich, mach Weinjournalismus, wenn Du Dich damit auskennst, dann hast Dus für den Anfang wahrscheinlich leichter, was verkauft zu bekommen und die Miete einzunehmen. Aber es wird sehr sehr schwer, sei Dir dessen bewusst, und es wird Dir vermutlich nur gelingen, wenn Du es wirklich von ganzem Herzen willst und Entbehrungen in Kauf nimmst.
Sandro Mattioli ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.02.2010, 00:31   #5
cezbaz
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Standard AW: Journalismus wagen - oder nicht?

Ich stimme lasse und christine zu: lass es sein bzw. versuche, im Fernsehjournalismus Fuß zu fassen. Print hat keine Zukunft, und leben kann man davon nur, wenn man festangestellt ist, und das sind die wenigsten. Es gibt so viele Redaktionsassistent(inn)en oder Ex-Praktikanten, die den Fuß in die Tür bekommen und sich in der einen oder anderen Redaktion eingenistet haben. Mach das genauso. Und vergiss Printmedien, wenn du nicht am Hungertuch nagen willst!
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Alt 18.02.2010, 02:21   #6
Texte-Büro
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Standard AW: Journalismus wagen - oder nicht?

Für einen Einsteiger dürfte es tatsächlich schwer werden, von den Printmedien-Einkünften zu leben. ABER: Print-Journalismus in Verbindung mit Online-Journalismus ist wiederum erfolgsversprechend. Diese Mischung ist jedenfalls meine Schiene, und vielleicht ist das auch der Grund dafür, dass ich bezüglich der Einkünfte zufrieden sein kann.
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Alt 18.02.2010, 13:07   #7
cezbaz
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Standard AW: Journalismus wagen - oder nicht?

Zitat:
Zitat von Texte-Büro Beitrag anzeigen
Für einen Einsteiger dürfte es tatsächlich schwer werden, von den Printmedien-Einkünften zu leben. ABER: Print-Journalismus in Verbindung mit Online-Journalismus ist wiederum erfolgsversprechend.
Das mag schon stimmen, allerdings sollte meijel folgendes berücksichtigen:

a) beim Online-Journalismus handelt es sich in den meisten Fällen um reine Textaufbereitung am Schreibtisch - man hübscht Agentur- und PR-Material auf, schreibt ein bisschen um, sucht nach passenden Fotos, recherchiert (eher selten) ein paar Fakten dazu. Relativ selten hat man die Möglichkeit, eigene Geschichten zu schreiben. Das hängt damit zusammen, dass viele Onlineportale - allen Losungen wie "online first" zum Trotz - nach wie vor nur ein "Anbau" von "richtigen" Medien sind, sei es sendebegleitend beim Fernsehen, sei es bei Zeitungen oder Magazinen. Eine solche Tätigkeit wird meijel vermutlich nicht diese Art beruflicher Erfüllung bieten können, die er anstrebt (Reportagen schreiben, Menschen außerhalb der Redaktion treffen usw.)

b) Online ist zwar angeblich die Zukunft, andererseits ist die derzeitige Praxis oft so, dass Online nicht viel kosten darf. Außerdem drängen immer mehr Printjournalisten in diese Schiene, weil sie vom gedruckten Wort allein nicht leben können. Dementsprechend wird der Markt in Zukunft hart umkämpft sein und die Honorare vermutlich niedrig.
cezbaz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.02.2010, 13:21   #8
lasse
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Standard AW: Journalismus wagen - oder nicht?

Ich denke, dass Texte-Büro mit seinem Beitrag die Zweitverwertung gemeint hat. Und dieses Modell kann in der Tat einträglich sein.

Wer einmal einen Text recherchiert und für ein Print-Blatt geschrieben hat, kann das vorhandene Material ein wenig umstellen und als Online-Beitrag nochmal verkaufen.
lasse ist offline   Mit Zitat antworten
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