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Volontariat - Studium - Praktikum - Ausbildung Alles rund um die Ausbildung in den Medienberufen. Volontariat, Studium der Journalistik & Kommunikationswissenschaft, Praktikum

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Alt 07.04.2007, 02:46   #1
LousyWeather
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Renommee-Modifikator: 14 LousyWeather wird positiv eingeschätzt
Standard Qualifizierung fürs Volontariat

Hallo zusammen,

wir merken alle, dass der Markt, in den wir hineindrängen, heillos überfüllt ist: Zuviele Bewerber auf eine begrenzte Anzahl von Stellen, die Preise (also Gehälter und Honorare) extrem niedrig, Verlage und Sender können sich vor Anfragen kaum retten und mehr als dubiose Volontariats- und Praktikums-Angebote schießen aus dem Boden wie Pilze. Wer hat in dieser Situation die Chance, ein solides, vernünftig bezahltes und zukunftsweisendes Volontariat zu bekommen? Was muss man können?

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass gute Chancen auf ein Volontariat hat, wer sich mit seiner Qualifikation von seinen Mitbewerbern abhebt. Wer also angefangen hat bei der Schülerzeitung und dann bei der Lokalpresse als freier Mitarbeiter seine Meriten verdient hat, Interesse am Job gefunden und sich überlegt hat, ein Volontariat anzustreben, ist sicherlich schon einmal gut aufgestellt gegenüber denjenigen Mitbewerbern, die mal "irgendwas mit Medien" machen wollen. Aber reicht das?

Ein abgeschlossenes Studium ist sowieso Voraussetzung bei den allermeisten Verlagen und Sendern (und zwar zu Recht) - aber was ist der entscheidende Qualifikationspunkt, der einem Chancen eröffnet?

Studium und Lokalzeitung sind Standard mittlerweile. Meine Vorschläge für weitere Qualifikation:

-- intensive Auseinandersetzung mit dem Berufsfeld, dokumentierbares Interesse an der Branche. Ausdrückbar etwa in: Mitgliedschaft in Berufsverbänden, Mitwirkung an Internetforen wie diesem hier, Engagement bei Initiativen wie JungeJournalisten o.ä.

-- Eigeninitiative durch Spezialisierung auf bestimmte Themen, Mitarbeit an einem ehrenamtlichen journalistischen Projekt, evtl. Gründung eines solchen

-- Ganz wichtig: Kenntnisse in Bereichen, die nicht direkt mit journalistischer Tätigkeit zu tun haben. Wer sich mit dem Bereich Online anfreunden kann, tut bspw. gut daran, sich Kenntnisse in Sachen Content Management Systeme anzueignen. Wer zum Radio will, sollte auch die technische Seite von Podcasts aus dem Effeff beherrschen etc.

Wer sich zurücklehnt in dem Glauben, das alles doch erst im Volontariat lernen und kennenlernen zu müssen, der hat - ich provoziere mal - die Lage nicht verstanden und auf dem Markt keine Chance.

Was meint ihr?
LousyWeather ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.04.2007, 14:18   #2
lasse
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Benutzerbild von lasse
 
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Renommee-Modifikator: 16 lasse wird positiv eingeschätzt
Standard AW: Qualifizierung fürs Volontariat

Bei allem Bemühen, durch Praktika etc. Fuß zu fassen: Ich bin der festen Überzeugung, dass man nicht sich nicht alleine nur an der Medienerfahrung messen lassen sollte.
Viel spannender und interessanter als Menschen, die eine "stromlinienförmige" Medienbiographie besitzen, finde ich Menschen mit Ecken, Kanten und Individualität. Dazu zählen für mich Faktoren wie besondere Interesse und ihr Einsatz dafür, gemachte Erfahrungen im Laufe seines Lebens und auch Hobbies / Tätigkeiten, die mit Journalismus nichts am Hut haben.
Und auch, wenn es etwas elitär klingt: Ich glaube, dass sich Talent sich auch in schwierigen Zeiten seine Bahn sucht. Nur muss man ehrlich sein und zugeben, dass einfach nicht jeder von uns ein angehender Top-Journalist ist .
lasse ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.04.2007, 15:51   #3
Marbon
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Renommee-Modifikator: 13 Marbon wird positiv eingeschätzt
Standard AW: Qualifizierung fürs Volontariat

Ich glaube, es ist wichtig, am Ball zu bleiben, den Mut nicht zu verlieren, Meinungen zu formulieren, frühzeitig anzufangen, vielfältige Erfahrungen zu sammeln (also nicht nur für die heimische Lokalzeitung schreiben), eine "Linie" im Lebenslauf zu verfolgen und - da gebe ich Lasse völlig recht - Persönlichkeit zu haben. Wenn man dann auch hinsichtlich des Wohnortes flexibel ist, dann erhöhen sich auch ein wenig die Chancen. Natürlich: Viele, die in den Journalismus wollen, machen genau das und es klappt trotzdem nicht. Dennoch, die Qualifikationsvorschläge, die Du machst, LousyWeather, finde ich ehrlich gesagt ein wenig überzogen. Man muss nicht DJV-Mitglied sein, um guter Journalist zu werden. Zusatzkenntnisse schaden natürlich nicht (ich nehme z.B. seit einigen Sprechtraining), aber sämtliche technische Raffinessen zu kennen, dürfte einem in einem Vorstellungsgespräch nicht viel weiterhelfen und ist wohl nur bedingt ein Wettbewerbsvorteil.

Geändert von Marbon (07.04.2007 um 15:54 Uhr).
Marbon ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.04.2007, 08:59   #4
Anialel
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Renommee-Modifikator: 15 Anialel wird positiv eingeschätzt
Standard AW: Qualifizierung fürs Volontariat

Also im Großen und Ganzen muss ich LousyWeather zustimmen: Zusatzqualifikationen sind sehr gefragt. Ich hatte erst kürzlich ein Telefonat mit einer Tageszeitung, um mich übers Volo zu informieren und da hieß es, sie würden Wert legen auf crossmedialie Erfahrung. (Oh Wunder) Und ganz am Anfang meines Studiums fand ich es noch sehr ätzend, auch bei anderen Medien als bei einer Zeitung Praktika machen zu MÜSSEN. Heute sage ich: danke, liebe Studienordnung

Was Marbon geschrieben hat, dass es gar nicht so von Vorteil ist, schon technisch alles so weit zu können, dem muss ich allerdings auch zustimmen. Die Freundin einer Bekannten von mir (ja, ja, ich kenn nen Bruder, dessen Schwester hat ne Freundin deren Vater früher mal sein Fußballtrainer war - schon klar ) hat lange, lange Zeit immer als feste Freie fürs Radio gearbeitet und mehr oder weniger schon Redakteurstätikeiten übernommen. Als sie sich um ein Volo beworben hat, wurde sie nicht genommen, weil es hieß, (und jetzt bitte festhalten) sie sei überqualifiziert. Sie könne im Volo nichts Neues mehr lernen. Eine Redakteursstelle konnte sie jedoch auch nicht bekommen, denn schließlich hatte sie ja kein Volo... Wem sich jetzt drei fette Fragezeichen vor den Augen auftun, der reagiert genauso amüsiert-geschockt wie ich, als ich das gehört hab. Gut, das mag ein Einzelfall sein, aber trotzdem ist es sehr niederschmetternd.

Aber mal abgesehen davon bin ich natürlich trotzdem dafür, alles mitzunehmen, was man kriegen kann und was einen auch interessiert.
Anialel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.04.2007, 09:05   #5
Anialel
Regelmässiger Benutzer
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Renommee-Modifikator: 15 Anialel wird positiv eingeschätzt
Lächeln AW: Qualifizierung fürs Volontariat

Ach, und jetzt fällt mir nachträglich noch ein unqualifizierter Kommentar zu lasses Posting ein:

Von wegen "angehender Top-Journalist" - hm...kommt ja drauf an, was jeder Einzelne darunter versteht. Hat ja jeder einen anderen Anspruch. Von daher: Wenn ich selbst glaube, ich sei ein Top-Journalist, kann jemand anderes ja immer noch denken, meine Schreibe sei grottiges Sonntagsblättchen-Niveau (also zumindest sind diese Sonntagszeitungen, dort wo ich wohne, ziemlich schlecht).

Gut. Welche Message sollte dieses Posting nun rüberbringen... ich fürchte: keine. Bedeutet wohl, dass es Zeit für den zweiten Kaffee ist, bevor ich weiter komische Ansichten verbreite

Frohe Ostern euch allen!!
Anialel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.04.2007, 19:14   #6
msstudi
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Renommee-Modifikator: 14 msstudi wird positiv eingeschätzt
Standard AW: Qualifizierung fürs Volontariat

Ich denke, das Wichtigste bei dem bis zum Volontariat verfolgten Lebenslauf mit Praktika und freien Mitarbeiten ist, dass man alle Tätigkeiten auch wirklich mit Überzeugung ergriffen hat. Sprich: Wer unbedingt ein Praktikum bei irgendeinem klingenden Namen der Medienbranche ergreift, ohne dazu aber wirklich Lust zu haben, sondern nur aus dem Motiv heraus, irgendwie noch den Lebenslauf aufzupolieren, verfolgt sicherlich auch nicht den richtigen Weg.

Mein Leitspruch ist jedenfalls immer: Authentisch bleiben. Macht das, was euch auch wirklich am besten liegt -- das, was ihr für euch am besten vertreten könnt. Und da gebe ich Marbon absolut Recht: Wichtig ist, dass bei allem eine Linie erkennbar ist, ihr euch also auch in dieser Hinsicht treu bleibt.
msstudi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.04.2007, 22:09   #7
Malina
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Renommee-Modifikator: 15 Malina wird positiv eingeschätzt
Standard AW: Qualifizierung fürs Volontariat

Zitat:
Zitat von LousyWeather
Ein abgeschlossenes Studium ist sowieso Voraussetzung bei den allermeisten Verlagen und Sendern (und zwar zu Recht)
Finde ich gar nicht. Zumal es wohl immense Unterschiede zwischen verschiedenen Abschlüssen gibt. Bei allen daher per se auch einen Abschluss zu verlangen finde ich primär nicht so wichtig.

Ich finde zB die Einstellung: "Hauptsache studiert, egal was" mehr als bedenklich. Und das zeigt sich mitunter auch im Vorgespräch.
"Warum haben Sie das studiert?" - "Ich weiß nicht, möh, nö, naja irgendwas mußte ich ja machen, und nen Studium braucht man ja nun mal."

Da denke ich mir meist: Danke fürs Gespräch...

Da halte ich es eher mit msstudi: "authentisch bleiben". Das ist auch viel wichtiger als ein "formal erfülltes Studium". Aber das ist nur meine Meinung.
Malina ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.04.2007, 15:53   #8
monchichi
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Renommee-Modifikator: 0 monchichi wird positiv eingeschätzt
Standard AW: Qualifizierung fürs Volontariat

Hallo zusammen,

hätte mal eine Frage an Marbon. Es geht um die "Linie".
Was meinst du konkret damit? Ich hatte nämlich gerade erst vor kurzem ein Gespräch mit einer Medienmacherin. Sie sagte, dass es wichtig sei, dass man nach einer gewissen Orientierungsphase eine "Linie" im Lebenslauf erkennen muss. Es ging im Kern um die Frage, wie viele Praktika und Erfahrungen man während dem Studium sammeln soll. Bei mir ist es so: Ich habe zuerst zwei Hörfunkpraktika gemacht, dann bei einer Zeitung. Seit einem Jahr bin ich Freie Mitarbeiterin im Printbereich und mache jetzt noch zwei Fernsehpraktika, bevor ich mich um Volo oder um einen Platz an einer Journalistenschule bewerbe. Ich finde, eine Linie kann man doch allein daran erkennen, dass man sich in den Medien ausprobiert und seine Fähigkeit und Eignung austestet. Nur auf einer Schiene zu fahren finde ich nicht gut. Aber das meintest du sicherlich auch nicht. Ich war echt etwas verwirrt, als sie sagte, es ist schon gut, Praktika zu machen, aber man muss erkennen, wo jemand hinlaufen will. Ich finde nämlich, dass man sich gerade im Studium an möglichst vielen Plätzen tummeln sollte, solange sie unter einem Gesamtbereich zusammenfassen kann. Wann sollte man das denn sonst machen? ICh verstehe es so, dass ich die Linie im Interesse für den Journalismus zeige. Deshalb habe ich etwa auch ein Praktikum beim Goetheinstitut abgesagt, weil es einfach nicht in meine "Linie" passt.

Was meint Ihr dazu, ist eine Linie auch bei der Art des Mediums bereits erkennbar sein? Könnte einem daraus sogar ein Strick gedreht werden, wenn man in verschiedenen Bereichen war?

Zu der Sache mit der Qualifizierung:
Da setze ich auf
- ein sehr ausgeprägtes und breit angelegtes Allgemeinwissen und starke Kenntnis der aktuellen Presse
- die Verkörperung einer starken und reifen Persönlichkeit, das Stichwort Authentizität ist ja bereits erwähnt worden. Meinung haben und die Lust am Debattieren und Provozieren, und die Fähigkeit, wandelbar zu sein muss rüberkommen
- und den Mut zu Exotik: Auslandsreportagen kommen sehr gut meiner Meinung nach und öffnen Türen.

Bis dann dann und Salut aus France
monchichi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.04.2007, 16:12   #9
lasse
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Standard AW: Qualifizierung fürs Volontariat

Eine Linie hieße für mich, dass ich aus dem Lebenslauf der aktuellen Person schlüssig erkennen kann, was sie plant und bereits getan hat.
Dazu gehört meiner Ansicht nach nicht, wahllos ein Praktikum an das andere zu hängen, um damit Medienerfahrung zeigen zu wollen. Sicherlich gehören Praktika dazu, aber als Personaler würde mich vielmehr die Person dahinter interessieren, beispielsweise die Fähigkeiten und Einstellungen einer Person. Auf neudeutsch sagt man so schön: "Die Person ist open-minded." Für einen Journalisten finde ich eine solche Denkweise wichtig und das sollte sich auch im Lebenslauf wiederspiegeln. Ungewöhnliche, spannende und interessante Wege zu gehen, ist meiner Meinung nach wichtiger als der Versuch, allein durch Quantität aus der Masse herauszustechen.
lasse ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.04.2007, 17:58   #10
Marbon
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Renommee-Modifikator: 13 Marbon wird positiv eingeschätzt
Standard AW: Qualifizierung fürs Volontariat

Linie kann ganz unterschiedliche Dinge bedeuten. Mit "Linie" meine ich ähnlich wie Lasse, dass man nicht wahllos ein Praktikum an das nächste klatschen sollte. Ich glaube, es ist wichtig, frühzeitig zu definieren, wohin man will, ohne dabei einen Tunnelblick einzunehmen. Und das sollte sich eben im Lebenslauf als "Linie" wiederspiegeln. Als Beispiel aus meinem eigenen Leben: Ich möchte auf jeden Fall im "seriösen" Journalismus arbeiten (ist jetzt sehr schwammig, aber ist jetzt egal). Vor ein paar Jahren hätte ich die Möglichkeit bei "Arabella" ein Praktikum zu machen - das habe ich dann abgelehnt, weil das einfach partout nicht das ist, was ich möchte. Versteh mich bitte nicht falsch, monchichi, ich halte absolut nichts davon, nur ein Ressort kennengelernt zu haben. Ich selbst habe auch sowohl im Print-, Hörfunk- als auch Fernsehbereich gearbeitet, mal in kleinen, mal in großen Redaktionen, mal in der Kultur, mal im Lokalen, mal bei der Politik, mal bei was ganz anderem. Meiner Erfahrung nach kommt das bei Bewerbungen ganz gut an, da Multimedialität immer gefragter ist. Aber irgendwann sollte man sich eben auch ein wenig festlegen. Wenn man nach einer Orientierungsphase z.B.feststellt, dass man z.B. lieber im Bereich Hörfunk/Fernsehen arbeiten möchte, dann sollte man eben auch die weiteren Praktika danach ausrichten. Linie kann aber AUCH heißen, eine gewisse Chronologie zu verfolgen: Von der kleinen Lokalzeitung zu etwas Großem (wenn einem das gefällt). Und nicht etwa von der Zeit zu Radio HinterdemBretterzaun. Ich habe in meinem Lebenslauf versucht, so eine Chronologie/Linie aufzubauen bin damit zumindest so gut gefahren, dass ich jetzt ein Volo habe...

Geändert von Marbon (10.04.2007 um 10:00 Uhr).
Marbon ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.04.2007, 09:43   #11
julia
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Standard AW: Qualifizierung fürs Volontariat

kurze Anmerkung zu dem, was in Bezug auf Flexibilität beim Wohnort gesagt wurde.

Das ist vllt für Praktika zutreffend, aber für längerfristige Jobs ist es sogar von Nachteil, wenn man nicht in der Nähe wohnt, selbst wenn man früher ne Zeit lang dort gelebt hat und auch schreibt, dass man wieder zurück will
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Alt 10.04.2007, 09:58   #12
Marbon
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Standard AW: Qualifizierung fürs Volontariat

So ganz verstehe ich das ehrlich gesagt nicht, Julia. Wenn man nicht nur an einen Ort gebunden ist, steigen rein mathematisch auch die Chancen ein Volo zu bekommen, gerade wenn die Heimatstadt vielleicht nur eine Zeitung oder ähnliches hat. Ergibt sich dann im Rest vom Deutschland etwas, muss man dann natürlich schon hinziehen Aber das ist ja nicht nur in der Medienbranche so, sondern auf beinahe alle Bereiche übertragbar...
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Alt 10.04.2007, 15:36   #13
monchichi
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Daumen hoch AW: Qualifizierung fürs Volontariat

Ok, jetzt habe ich eine Vorstellung von eurer Definition einer "Linie". Aber ich glaube nicht, dass es viele von der Sorte gibt, die wahllos Praktika aneinanderklatschen, außer die ganz Verrückten oder? Die meisten wollen sich eben austesten und rumprobieren. Und letztlich ist es doch auch so: So unähnlich sind sich die Gattungen gar nicht, sie befruchten sich und gehen ineinander über, die Grenzen sind weich. Wenn man immer in einer Schublade bleibt, kann man weder selbst, noch die Schublade größer werden, weil man immer im gleichen Brei herumrührt. Sonst würde sich doch auch das Konzept von Journalistenschulen und Rundfunkhäusern widersprechen, die eine breit angelegte Ausbildung in den verschiedenen Bereichen verfolgen, das könnte man doch sonst in die Tonne treten, wenn nicht etwas meiner Meinung nach sehr Weitsichtiges dahinterstecken würde.
Klar ist, dass man das vertreten muss, was man will, warum man sich dann schließlich für ein bestimmtes Medium ist, sofern es keine Schule oder Rundfunk ist. Ich finde es auch nicht so prickelnd, wenn jemand erst TV, Radio, Zeitung, dann wieder TV, Online und dann wieder Zeitung macht, das ist klar. ABer während dem Studium finde ich, kann man noch ausprobieren, solange es in Grenzen bleibt, gerade im Ausland ergeben sich so viele Dinge, die kann man nicht steuern, und die nicht mitzunehmen, weil es vielleicht ein bisschen wild im CV zugeht, ist meiner Meinung nach falsch. Ein Zwanzigjähriger kann doch noch nicht wissen, was er machen will, der kann noch keine Linie haben. Und ein Dreißigjähriger muss vielleicht beruflich gezwungenermaßen bereits das erste Mal das Medium wechseln, was soll der machen, wenn er keinen blassen Schimmer der verschiedenen Möglichkeiten hat?
Aber wie man auch bei Marbon sieht, hat sich Vielschichtigkeit ausgezahlt. Freut mich, wann beginnt dein Volo? Ist es Print? Hast du ein Auswahlverfahren machen müssen, worauf haben die den SChwerpunkt beim Bewerbungsgespräch gesetzt?
monchichi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.04.2007, 16:17   #14
julia
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Standard AW: Qualifizierung fürs Volontariat

Zitat:
Zitat von Marbon
So ganz verstehe ich das ehrlich gesagt nicht, Julia. Wenn man nicht nur an einen Ort gebunden ist, steigen rein mathematisch auch die Chancen ein Volo zu bekommen, gerade wenn die Heimatstadt vielleicht nur eine Zeitung oder ähnliches hat.
warum ist das nicht zu verstehen? Für ein Praktikum hat man bestimmt auch als Auswärtiger Chancen.
Aber das ist häufig nicht bei Volos oder Festanstellungen der Fall. Kenne verdammt viele verantwortliche Redakteure, die bei der Auswahl neuer MA eher darauf achten, wo sie derzeit wohnen als auf das, was sie bislang gemacht haben oder ob sie nicht schon vorher in der Nähe gewohnt haben. Groß rausposaunen wird das allerdings keiner, weil es ja der viel beschworenen Flexibilität widerspricht.
Kleines Beispiel: hab mich bei ner Tageszeitung beworben, bin 5 km entfernt vom Redasitz (und noch im selben Landkreis) aufgewachsen und in die Schule gegangen, zudem immer noch oft in der Nähe (2-3x/Monat). Nur leider wohne und arbeite ich gerade 150 km entfernt. Das war der Ablehnungsgrund, wie mir in ner Mail mitgeteilt wurde (übrigens mit das erste Mal, dass auch schriftlich der derzeitige Wohnort als Ablehnungsgrund angegeben wurde, sonst immer nur mündlich). Man kann jetzt natürlich sagen, ich wär vllt im Vorstellungsgespräch gescheitert. Gut, kann man nciht wissen. Aber einzig und allein mein derzeitiger Wohnort hat den Ausschlag gegeben, mich nicht einzuladen. Und das ist nur eines von mehreren Beispielen.
Hatte mich auch mal für ein Volo in Trier beworben. War bundesweit ausgeschrieben. Und auch hier hatte ich, wie ich telefonisch erfuhr, nicht mal ne Chance auf ein Gespräch, weil ich eben rund 200 km entfernt gewohnt hab.
julia ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.04.2007, 16:18   #15
julia
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Standard AW: Qualifizierung fürs Volontariat -- Nachtrag

http://www.journalismus.com/_talk/sh...ad.php?t=25282


...aus dem Umkreis MG kommen...

wenigstens sind sie ehrlich und sagen's gleich, sodass sich viele eine Bewerbung sparen und die Zeit lieber in aussichtsreichere Stellenangebote investieren können...

Geändert von julia (10.04.2007 um 16:21 Uhr).
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