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Fragen und Antworten Fragen und Antworten zum Journalismus

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Alt 13.11.2012, 16:55   #1
Texte-Büro
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Standard Zeitungssterben - was läuft falsch?

Die schlechten Nachrichten häufen sich. Die Frankfurter Rundschau muss Insolvenz anmelden. Bei der Financial Times droht das gleiche. Es stellt sich die Frage, was in der Branche falsch läuft.

Ich denke, selbst wenn die Auflage einer Tageszeitung bei 100.000 liegt, sind genug Einnahmen aus dem Printverkauf und der Werbung zu erzielen. Das Problem ist meiner Meinung nach, dass die Verleger einfach früher auf zu großem Fuß gelebt haben, womöglich mit eigenem Bistro mit 10 Köchen für die Mitarbeiter, und es jetzt einfach nicht hinbekommen, sich kostentechnisch auf die geringere Auflage umzustellen.

Andererseits denke ich, dass es möglich sein sollte, selbst eine Tageszeitung im Internet einzig und allein mit Werbung zu finanzieren. Schließlich ist es sogar möglich, große Fernsehfilme mit einigen Werbespots zu finanzieren. Und wenn man bedenkt, dass Chip Online mittlerweile höhere Einnahmen erzielt als die Zeitschrift, ist das der beste Beweis dafür, wie lukrativ das Internet sein kann.

Wie ist eure Meinung dazu?
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Alt 13.11.2012, 21:14   #2
Reporterin
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Standard AW: Zeitungssterben - was läuft falsch?

Wen interessiert der Schrott, der in der Zeitung steht, denn noch?

Die FR ist erst einmal radikal links (das Volk ist gut, der Staat und seine Vertreter schlecht).
Damit die Journalisten was zu schreiben haben, werden die Infos häppchenweise über Tage verteilt
Es steht immer das gleiche drin (Naturkatastrophen, Politikerschelte, Morde usw. )
Jede Info steht für sich, statt das sie in einem größeren Zusammenhang dargestellt wird.
Artikel werden totredigiert, bis aus beispielsweise 9.000 Zeichen 800 gemacht wurden (das Gehirn kann aber so eine geballte Ladung an Infos gar nicht auf einmal aufnehmen - andererseits liest kein Leser einen Artikel dreimal)

Und was die FTD betrifft, da habe ich schon so einige Artikel gelesen, in denen nicht auch nur ein einziger Satz inhaltlich richtig war.

Zeitunglesen ist heute so, als ob man einen mittelmäßigen Roman immer wieder von vorn beginnt, wenn man ihn beendet hat.

Es graust einen nur noch.....
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Alt 13.11.2012, 21:17   #3
Texte-Büro
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Standard AW: Zeitungssterben - was läuft falsch?

Zitat:
Zitat von Reporterin Beitrag anzeigen
Wen interessiert der Schrott, der in der Zeitung steht, denn noch?
So drastisch würde ich es nun auch wieder nicht ausdrücken. Es werden in Deutschland immer noch über 18 Millionen Tageszeitungen verkauft. Die Besuche auf den Internetseiten kommen noch hinzu. Also ganz uninteressant scheint es für die meisten Menschen nicht zu sein. Die Frage ist meiner Meinung nach vielmehr, warum aus diesem großen Interesse nicht genügend Gewinne erzielt werden

Geändert von Texte-Büro (13.11.2012 um 21:22 Uhr).
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Alt 13.11.2012, 21:36   #4
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Standard AW: Zeitungssterben - was läuft falsch?

Von Ihren 18 Mio. sind alleine 3 Mio der Bild zuzuschreiben. Dann haben sie viele Millionen Abos. Ob die gelesen werden, oder ob das eher Gewohnheit ist?
Im Internet lesen die Menschen zwar Zeitung, aber es hat sich herausgestellt, nur, wenn die Texte kurz, kürzer sind, als in der Zeitung.

Und warum "bei diesem großen Interesse nicht genügend Gewinn erzielt" wird? Weil sich diese Millionen auf zu viele Medien verteilen. Wir haben über 400 Tageszeitungen in Deutschland.
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Alt 13.11.2012, 21:59   #5
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Standard AW: Zeitungssterben - was läuft falsch?

Zitat:
Zitat von Reporterin Beitrag anzeigen
Von Ihren 18 Mio. sind alleine 3 Mio der Bild zuzuschreiben. Dann haben sie viele Millionen Abos. Ob die gelesen werden, oder ob das eher Gewohnheit ist?
Die Personen, die ich kenne und eine Zeitung abonniert haben, lesen diese schon. Ich kann auch nicht ganz verstehen, warum jetzt alle Zeitungen so schlecht sein sollen. Wenn ich das Hamburger Abendblatt, die FAZ oder die Süddeutsche lese, finde ich persönlich sehr viele interessante Artikel. Und die Bild ist wenigstens unterhaltsam.

Zitat:
Zitat von Reporterin Beitrag anzeigen
Im Internet lesen die Menschen zwar Zeitung, aber es hat sich herausgestellt, nur, wenn die Texte kurz, kürzer sind, als in der Zeitung.
Das ist nicht ganz richtig. Gerade auf Spiegel Online, Focus Online etc. werden auch längere Texte gelesen. Nicht zuletzt die digitalen Lesegeräte machen das Lesen längerer Artikel komfortabel.
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Alt 13.11.2012, 22:02   #6
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Standard AW: Zeitungssterben - was läuft falsch?

Ich habe nicht geschrieben, dass "alle Zeitungen schlecht" seien, sondern, dass immer das gleiche drin steht.
Sie müssen ja auch meine Meinung nicht teilen. Aber ich sehe die Probleme in den Gründen, die ich aufgezählt habe.

Und wir sprechen von Tageszeitungen und nciht von Spiegel oder Focus. Die sind eine ganz andere Klasse
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