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Zurück   Journalismus.com Forum > Bildung & Berufseinstieg > Volontariat - Studium - Praktikum - Ausbildung

Volontariat - Studium - Praktikum - Ausbildung Alles rund um die Ausbildung in den Medienberufen. Volontariat, Studium der Journalistik & Kommunikationswissenschaft, Praktikum

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Alt 17.12.2011, 13:40   #1
Eumex
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Unglücklich Mit M-Reife in Richtung Online-Journalist/Cross Media

Guten Tag zusammen ,

ich wohne im Landkreis Augsburg, bin 22 Jahre jung spiele gerne mit Worten, bearbeite Leidenschaftlich gern Bilder bzw. Fotos und beschäftige mich mit vielen Onlinemedien.. natürlich nur auf Hobbyniveau. Ich war sehr lange was meine beruflichen Ambitionen angeht orientierungslos, habe nach einer peinlichen Schullaufbahn leider nur einen qualifizierenden Hauptschulabschluss (QA in Bayern, sprich ein erweiterter Hauptschulabschluss) mit Ø2,3 abgeschlossen.. naja, was will man zwar mit Talent aber einem minderwertigen Schulabschluss machen?

Richtig.. ich habe verzweifelt nach einem Sprungbrett in eine Berufslaufbahn, die meine Talente unterstreicht gesucht. Da ich damals sehr begeister von allem was IT anbelangt war, entschloss ich mich nach einer Ausbildung in Richtung Informationstechnologie zu suchen. Anfangs wollte ich Mediengestalter werden, was sich aber relativ schnell als Traum entpuppen sollte .. ich hatte zwar schon ein Praktikum in einer bekannten Druckerei absolviert, allerdings riet mir der Geschäftsführer dort meine mittlere Reife zu machen und danach zu studieren. Er lag nicht ganz falsch, denn alle Betriebe die als Mediengestalter anlernten, setzten zumindest die mittlere Reife, die ich nicht besaß voraus. So weit, so gut. (Ironie aus..) Ich musste mich also um einen neuen Berufswunsch kümmern. Immer noch beharrte ich darauf, meine Karriere in der IT-Branche zu starten (was sich später als Pleite herausstellen sollte). Nach langem Gesuche und ein paar Monaten Arbeitslosigkeit (ausbildungssuchend) und Aushilfsjobs fand ich einen Ausbildungsplatz zum IT-Systemkaufmann in Fürstenfeldbruck. Da die Auswahl (sehr) begrenzt war, entschied ich mich zuzuschlagen und unterschrieb den Ausbildungsvertrag trotz eines unguten Gefühls. Ich trat die Ausbildung im April als Quereinsteiger an (die Ausbildung lief schon seit September). Nach einigen Startschwierigkeiten in der Berufsschule für Informationstechnik in München, lief es dann doch ganz okay. Meinem Chef war eigentlich alles egal, Hauptsache der Umsatz stimmte. Ich schlug mich den gesamten 8-stündigen Tag mit verärgerten Kunden rum und lernte so ziemlich nichts was eine Ausbildung in dieser Branche beinhalten sollte. Nach mehrmaligen Beschwerden meinerseits hatte sich trotzdem nichts, geändert und das Arbeitsklima zwischen den ca. 8 Mitarbeiten verschlechterte sich zunehmend. Nach 2 Jahren hatte sich die Situation so drastisch verschlechtert, dass mir Angst und Bange wurde... ich hatte Albträume, konnte kaum noch schlafen und die Angst stieg in diesem Berufsbild niemals praxistauglich zu werden oder überhaupt die Abschlussprüfung zu bestehen. Nach 2 1/2 Jahren war ich psychisch total lädiert... ich entschloss mich nach mehrmaligen Versuchen, den einzig (für mich) richtigen Schritt zu tun. Ich kündigte und ging auf eine öffentliche Wirtschaftsschule um meine mittlere Reife nachzuholen und mich umzuorientieren. Jetzt bin ich seit mittlerweile 3 Monaten auf der Schule und schlage mich prächtig. Ich schrieb bis jetzt in jeder Klausur nichts schlechteres als »1en« oder »2en«. Nächstes Jahr (das Abschlussjahr) werde ich mich zusätzl. zu meiner Klasssprechertätigkeit noch als Schulsprecher aufstellen lassen und evtl. möchte ich in der Schülerzeitung mitwirken. 2013 werde ich also aller Wahrscheinlichkeit nach eine sehr gute mittlere Reife erlangen.

Zu meiner eigentlichen Frage .. wie geht es weiter? Ich möchte auf jeden Fall in Richtung Crossmedia/online-Journalismus. Mein Traum ist es einmal bei BMW oder Audi in der PR oder Ähnlichem zu arbeiten. Ich interessiere mich schon länger für jegliche Crossmedia-Inhalte und denke, dass mich ein Beruf in dieser Sparte erfüllen könnte! Nur wie stelle ich das an? Mit meinen 22 Jahren fehlt mir (meiner Meinung nach) die Zeit um ein Abitur nachzuholen, mal ganz abgesehen davon, dass ich dafür eine zweite Fremdsprache und (sehr) gute Kenntnisse in der Mathematik benötige, die ich nicht vorweisen, geschweige denn erfüllen kann.

Soll ich also wieder eine Ausbildung anfangen und mich dann über Weiterbildung in diese Richtung bewegen? Das Ausbildungsangebot im Medienbereich ist mittlerweile ja breit gefächert. (Siehe hier -> http://www.aubi-plus.de/berufsbilder...cktechnik.html) - Welche wäre die passende Ausbildung?

Möglicherweise wäre der richtige Schritt eine Journalistenschule wie die DJS in München oder die Axel-Springer Akademie in Berlin zu besuchen? Es gäbe auch die Option eine private Hochschule wie die SAE in München zu besuchen, allerdings kostet dort ein Grundstudium (Diploma) +Bachelor sage und schreibe 16.000 € im günstigsten Fall... Keine Ahnung wie ich diesen finanziellen Aufwand bewältigen sollte, »vor allem« fallen noch Anfahrtskosten und Ähnliches an. Förderung kann ich sowieso kaum erwarten, da ich eine Ausbildung abgebrochen habe.

Ich weiß einfach nicht, welchen Schritt ich nun gehen soll und was mir ansonsten noch möglich wäre. Ich fühle mich ziemlich unter Zeitdruck, da ich nicht wieder so einen Fehler begehen möchte und mir die Zeit bis zum Beendigen meiner mittleren Reife wegläuft. Ich will schließlich nahtlos danach weitermachen!

Entschuldigt den langen Text, ich möchte euch lediglich ein gutes Gesamtbild übermitteln. Ich hoffe ihr könnt einem »Spätzünder« wie mir ein bisschen weiterhelfen!

Liebe Grüße

Andreas S.
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Alt 17.12.2011, 14:27   #2
punky
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Standard AW: Mit M-Reife in Richtung Online-Journalist/Cross Media

Das ist hier schon 1000 Mal gesagt worden: Ohne Abitur (und du hast ja scheinbar auch die Ausbildung nicht abgeschlossen?!) hast du quasi keine Chance und ohne Studium nur eine sehr geringe.
Auch für die Arbeit in der PR-Abteilung von Autoerstellern wirst du ein abgeschlossenes Studium brauchen. Die haben selbst für Praktika während des Studiums schon viele Bewerber.
Wahrscheinlich kommt für dich eher eine Ausbildung zum Medienkaufmann o.ä. in Frage.

Geändert von punky (17.12.2011 um 14:37 Uhr).
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Alt 17.12.2011, 14:39   #3
Kunigundes spitze Feder
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Standard AW: Mit M-Reife in Richtung Online-Journalist/Cross Media

Ich kann mich punky nur anschließen. Du wirst ohne Abitur und Studium in Journalistenkreisen nicht weit kommen.Die Zeiten, in denen man ohne Abi, Studium und Volontariat/ Journalistenschule "irgendwie in den Journalismus reingerutscht ist" sind vorbei, da solltest du dir keine Illusionen machen.

Ich würde dir empfehlen, dich in einer ruhigen Minute mal intensiv mit dem Journalistenberuf auseinanderzusetzen (googeln und lesen). Wenn es wirklich dein Ziel ist und nicht nur ein Traum ( bzw. Rat- und Orientierungslosigkeit), dann solltest du sehen, dass du dein Abi nachholst. Das Altersargument zählt nicht: Du bist 22 und nicht 35 Jahre alt, es ist also durchaus noch zu bewältigen. Informiere dich mal über Abendschulen etc.

im Anschluss könntest du ein Bachelorstudium auf einer staatlichen Hochschule absolvieren. Von diesen teuren, privaten Hochschulen kann ich dir nur abraten- die sind in Journalistenkreisen weder anerkannt noch weiterführend. Während des Studiums könntest du dich für Praktika in Lokalzeitungen / bei Autoherstellern bewerben und dir dort die ersten Sporen verdienen. Selbst wenn du dich dann irgendwann gegen den Journalistenberuf entschieden solltest, hast du zumindest ein Abitur und ein Studium in der Tasche.

Auf jeden Fall kannst du es auf dem beschriebenen Weg durchaus noch schaffen, bis Ende zwanzig in den Journalistenberuf zu starten. Meine Empfehlung: mach dir wirklich erstmal grundlegend Gedanken, ob du wirklich Journalist bzw. PR Mitarbeiter sein möchtest, oder ob du das aus Mangel an Alternativen anstrebst. Die letztgenannte Motivation ist die denkbar ungünstigste

Du siehst, der Weg in den Journalismus ist -völlig zurecht- ein langer und steiniger Weg. Aus meiner Sicht solltest du erstmal andere, realistischere Optionen ausloten (eine andere Ausbildung machen z.B.)

Alles Gute auf deinem weiteren Weg!

Geändert von Kunigundes spitze Feder (17.12.2011 um 14:43 Uhr).
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Alt 17.12.2011, 18:26   #4
Texte-Büro
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Standard AW: Mit M-Reife in Richtung Online-Journalist/Cross Media

Zitat:
Zitat von Kunigundes spitze Feder Beitrag anzeigen
Ich kann mich punky nur anschließen. Du wirst ohne Abitur und Studium in Journalistenkreisen nicht weit kommen.Die Zeiten, in denen man ohne Abi, Studium und Volontariat/ Journalistenschule "irgendwie in den Journalismus reingerutscht ist" sind vorbei, da solltest du dir keine Illusionen machen.
Also ich bin vor drei Jahren (ohne Abi und Studium) in den Journalismus reingerutscht, lebe seitdem gut von diesem Beruf und habe viele gute Auftraggeber (Presseagenturen, Sportzeitschriften etc.). Daher stimmt das nicht so ganz
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Alt 17.12.2011, 18:56   #5
punky
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Standard AW: Mit M-Reife in Richtung Online-Journalist/Cross Media

Komisch nur, dass du hier weit und breit der einzige bist, bei dem das so ging. (Siehe diverse Diskussionen in diversen anderen Threads.) Und als Redakteur hättest du sicherlich auch schlechte Karten.
Bei BMW oder Audi in der PR-Abteilung wird Eumex so sicher nicht landen. Da muss man eben auch mal die Traumtänzer ihrer Träume berauben.
Bsp. Praktikum:
https://recruiting.bmwgroup.de/ibs/S...oeffentlichung

Bin mir fast sicher, dass bei einer Festeinstellung nach dem Studium auch noch Auslandserfahrung Standard ist.
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Alt 17.12.2011, 19:01   #6
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Standard AW: Mit M-Reife in Richtung Online-Journalist/Cross Media

Also der einzige bin ich nicht. Ich habe mich schon oft zu diesen Themen geäußert (die ja bereits gefühlte 1000mal besprochen wurden) und es gab auch andere, die ohne Abi im Journalismus gelandet sind. Ich habe damals einfach angefangen zu arbeiten. Zu Beginn hatte ich nur kleine Aufträge als Online-Texte, aber mit den Arbeitsproben konnte ich mich bei Zeitschriften bewerben. Ein Hamburger Stadtmagazin gab mir die Chancen, für die zu schreibem. Und mit dieser Referenz habe ich mich wiederum an andere Auftraggeber gewandt. Und mittlerweile habe ich so viele gute Referenzen, dass kein Mensch mehr nach Studium und Abi fragt. Erst vor kurzem war ich zum einem Vorstellungsgespräch bei einer Presseagentur (es ging um freie Mitarbeit). Der Redaktionsleiter wollte nur wissen, was ich bisher gemacht habe. Als ich von den Medien erzählte, für die ich bereits tätig war, war das Thema abgeschlossen. Nach Studium fragte er dann gar nicht mehr. Und auch für diese Presseagentur schreibe ich jetzt regelmäßig.
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Alt 17.12.2011, 19:26   #7
punky
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Standard AW: Mit M-Reife in Richtung Online-Journalist/Cross Media

Ich bin auf das eingegangen, was er geschrieben hat: Journalistenschulen, RP-Abteilung Autohersteller etc.
Das kommt halt immer drauf an, was man machen will.
Texte für ein Stadtmagazin sind sicher ein Anfang, wird ihm aber bei dem, was er machen will, nicht viel helfen. Und eine abgeschlossene Ausbildung hast du ja wahrscheinlich auch.
punky ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.12.2011, 19:31   #8
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Standard AW: Mit M-Reife in Richtung Online-Journalist/Cross Media

Zitat:
Zitat von punky Beitrag anzeigen
Ich bin auf das eingegangen, was er geschrieben hat: Journalistenschulen, RP-Abteilung Autohersteller etc.
Das kommt halt immer drauf an, was man machen will.
Texte für ein Stadtmagazin sind sicher ein Anfang, wird ihm aber bei dem, was er machen will, nicht viel helfen. Und eine abgeschlossene Ausbildung hast du ja wahrscheinlich auch.
Ja, mehrere Ausbildungen. Und irgendwann habe ich auch die journalistische Ausbildung nachgeholt (allerdings "nur" per Fernunterricht). In der PR-Abteilung von BMW oder Audi landet man ohne Studium sicherlich nicht. Auf einer Journalistenschule möglicherweise schon.
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Alt 18.12.2011, 01:17   #9
Kunigundes spitze Feder
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Standard AW: Mit M-Reife in Richtung Online-Journalist/Cross Media

@Texte-Büro: Ich finde es problematisch, dass du deine recht spezielle Situation zu verallgemeinern versuchst. Der Threadersteller sucht nach gängigen Einstiegsmöglichkeiten- dein Weg ist einfach nicht der gängige, nichts für ungut.
Auch ich verfolge deine Beiträge hier seit einiger Zeit, es wirkt so, als würdest du - aus welchen Gründen auch immer- (dir?) stets etwas krampfhaft beweisen wollen, dass es auch anders geht. Prinzipiell ist es ja nicht verwerflich, dass du auch alternative Wege in den Beruf aufzeigen willst. Allerdings ist diese verallgemeinernde Herangehensweise für unbedarfte Neulinge auf dem Gebiet etwas irreführend.

Ich will dich in keiner Weise angreifen: Es ist klasse, dass du viele Aufträge und verschiedene freie Mitarbeiterschaften hast. Allerdings glaube ich nicht, dass du an eine Festanstellung bei einem renommierten Blatt/ im öffentlich-rechtlichen Rundfunk/ in einer renommierten PR- Abteilung bzw. Agentur kommen könntest, nichts für ungut. Es gibt so viele hervorragend ausgebildete Leute, dass die Zeitungen/Zeitschriften/Rundfunkanstalten/PR-Agenturen sich hier die saftigsten Rosinen aussuchen können.

Auch auf die Gefahr hin, mich hier unbeliebt zu machen: Ich persönlich begrüße es auch sehr, dass die Hürden mittlerweile so hoch sind. Nicht jeder der gern ein bisschen schreibt und bei Spiegel online quer liest, hat das Zeug zum Journalisten. . Abitur und Studium als Einstellungskriterien (neben einer Eignungsfeststellung) sind also aus meiner Sicht völlig legitim. Es muss bei diesem Ansturm von Interessenten doch nachvollziehbaren Auswahlkriterien geben.
Wer Abi und Studium absolviert hat, hat zumindest schon mal bewiesen, dass er ( in welcher Intensität auch immer) zielstrebig, strukturiert und diszipliniert auf etwas hin arbeiten kann.
Eine flächendeckende Einzelfallprüfung bei ALLEN Bewerbungen ist weder praktikabel noch sinnvoll.

Geändert von Kunigundes spitze Feder (18.12.2011 um 01:19 Uhr).
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Alt 18.12.2011, 02:46   #10
Texte-Büro
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also ich denke, wer schon lange als freier Journalist tätig ist, hat ebenfalls bewiesen, dass er strukturiert und diszipliniert arbeiten kann. Ich weiß nicht, ob ich eine Festanstellung bekommen würde. Es interessiert mich auch nicht sehr, weil ich keine Festanstellung möchte. Aber auch hier denke ich: Wenn ein Arbeitsplatz frei wird, nehmen die Verlage oft gerne einen freien Mitarbeiter, mit dem sie seit Jahren gute Erfahrung gemacht haben. Und dann spielt die Vorgeschichte keine allzu große Rolle mehr. Aber wie gesagt: Ich würde meine Freiberuflichkeit eh nicht aufgeben wollen.
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Alt 19.12.2011, 19:35   #11
Eumex
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Danke für alle Antworten!
Insgeheim dachte ich mir so soetwas schon.. dann muss ich wohl zusehen, dass ich mein Fachabitur irgendwie nachhole. Werde ich wohl nicht drum herum kommen. Aber in erster Linie muss ich mir wohl überlegen, ob ich tatsächlich Journalist werden will oder das, wie Kunigundes spitze Feder schon spekuliert hat, ein Vorhaben aus mangelnden Alternativen ist... Vielleicht versuch ich mal ein Praktikum in einer Redaktion zu ergattern. Einfach nur um mal 1 Woche zu schnuppern.

Grüße und besten Dank!
Eumex ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.12.2011, 20:01   #12
osa
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... ich finde es schrecklich, dass ihr jedes Mal mit dem blöden Studium anfangt. Als ob jemand mit Abitur und Studium zwingend besser schreibt als ein Absolvent der mittleren Reife, der mit Leidenschaft und Talent sein Ziel verfolgt und die nötige Hartnäckigkeit mitbringt.

Ich finde es gut, das Texte-Büro immer wieder wiederholt, dass es anders geht. Eine mir bekannte Volontärin hat ihr Volo übrigens auch ohne Abitur und Studium bekommen. Nach dem Volo wurde sie von der Zeitung tatsächlich übernommen. btw: weil's ja wichtig ist: eine große überregionale Zeitung.

Und... denkt doch mal bitte daran: nach den ersten Erfahrungen, das haben wir schon mehrfach gelesen, fragt niemand mehr nach dem Studium. Sicherlich muss jemand ohne Abi und Studium deutlich mehr leisten, um dem Beruf Fuß zu fassen, aber unmöglich ist es nicht.

Es gibt doch keinen einzig richtigen, goldenen Weg, wie man Redakteur wird. Aber ihr, die ihr selbst noch auf der Suche nach einem Volo-Platz seid oder um einen Platz an der Journalistenschulfe kämpft, denkt, dass ihr alles über die Branche wisst.
osa ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.12.2011, 20:18   #13
Kunigundes spitze Feder
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Ach herrjeh Osa, reg dich mal wieder ab. Ich habe lediglich versucht, einen konstruktiven Beitrag zur Sache zu leisten. Willst du allen Ernstes behaupten, dass der Threadersteller mit der bisherigen Vita eine ernsthafte Chance in der Branche hat? Ich glaube diese ganze Diskussion hat auch viel mit verletzten Egos/ sonstigen wunden Punkten zu tun, nichts für ungut.

Wenn ich den TE richtig verstanden habe, ging es auch um einen richtigen Berufsteinstieg- nicht um irgendwelche freien Mitarbeiten hie und da. Ich habe auch gebetsmühlenartig wiederholt, dass es nicht ausgeschlossen ist, den Einstieg zu finden, man aber realistischerweise heutzutage nicht darauf spekulieren sollte, ohne Abi und Studium einen Posten zu bekommen.

Ich habe viel Kontakt zu verschiedenen Redakteuren (auch in Leitungsfunktionen) und die bestätigen das. Deinem letzten Satz entnehme ich eine Häme, die völlig fehl am Platze ist. Ich bin 25, hab nen Master in der Tasche, sitze gerade am 2. Master und habe jahrelang beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk und als Studentische Hilfskraft bei 2 großen Zeitschriften hier in Hamburg gearbeitet. Hinzu kommen 5 journalistische Praktika aus denen sich wiederum zwei freie Mitarbeiten ergeben haben. Möchtest du mir die Befähigung, mich hier qualifiziert zu äußern immer noch streitig machen?
Um mich und meinen Berufseinstieg/ Voloplatz musst du dir keine Sorgen machen

Geändert von Kunigundes spitze Feder (20.12.2011 um 20:25 Uhr).
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Alt 20.12.2011, 23:09   #14
punky
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Mein erstes Praktikum habe ich auch vor mehr als zehn Jahren gemacht.
Praktika, freie Mitarbeit, Studium, Auslandsaufenthalte, Volontariat - ist auch nicht so, dass ich ein Neuling in der Brache wäre.
Natürlich braucht man kein Abi oder Studium, um ein guter Journalist zu sein. Aber das verlangen nunmal die meisten als Nachweis - gerade weil (noch) kein Mangel an Bewerbern herrscht.
Hier wird nur den Überbringern der "schlechten Nachricht" der Kopf abgehakt.

Ich könnte auch keinen X-beliebigen Handwerksbetrieb eröffnen, weil ich der Überzeugung bin, dass ich das auch ohne Lehre gut beherrsche. Da bräuchte ich auch eine Lehre und einen Meistertitel für. Für gewisse Jobs werden nunmal gewisse Qualifikationen verlangt - was ist denn so schlimm daran? In viele Jobs kommt man kaum als Quereinsteiger. Vielleicht wäre ja auch ein Handwerker in manchen Fällen ein besserer Unternehmensberater als ein BWL-Absolvent. Würde ihm aber trotzdem nichts bringen.
Selbst bei jeder ganz normalen Ausbildung wird an der Qualifikationsschraube gedreht. Vor 30, 40 Jahren war es ganz normal, dass man mit einem Volksschulabschluss eine Banklehre machen konnte - heute werden dafür in der Regel Abiturienten genommen.
Sobald es wieder weniger Bewerbungen für die jeweiligen Jobs gibt, werden die Hürden sicher auch wieder herab gesetzt.
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Alt 21.12.2011, 09:58   #15
Kunigundes spitze Feder
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Zitat:
Zitat von punky Beitrag anzeigen
Mein erstes Praktikum habe ich auch vor mehr als zehn Jahren gemacht.
Praktika, freie Mitarbeit, Studium, Auslandsaufenthalte, Volontariat - ist auch nicht so, dass ich ein Neuling in der Brache wäre.
Natürlich braucht man kein Abi oder Studium, um ein guter Journalist zu sein. Aber das verlangen nunmal die meisten als Nachweis - gerade weil (noch) kein Mangel an Bewerbern herrscht.
Hier wird nur den Überbringern der "schlechten Nachricht" der Kopf abgehakt.
Danke, Punky. Alles auf den Punkt gebracht. Die Devise scheint zu sein: Köpfet die Boten.

Ich bin auch etwas verwundert, dass man hier von einigen als besserwisserischer Jungspund abgestempelt wird, obwohl man nur versucht, ein realistisches Bild der Branche zu zeichnen...
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