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Volontariat - Studium - Praktikum - Ausbildung Alles rund um die Ausbildung in den Medienberufen. Volontariat, Studium der Journalistik & Kommunikationswissenschaft, Praktikum

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Alt 19.07.2010, 13:22   #16
LarsB
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Standard AW: Traumberuf Sportjournalist

Warum wird eigentlich PR Journalismus immer als "Nebenjob" gesehen? Für mich ist das ein wesentlicher Teil des Kunden-Mix. Ich finde es ganz selbstverständlich, dass ich als Journalist auch gelegentlich Webseiten betexte oder Newsletter verfasse. Das gehört einfach dazu und hat für mich nichts mit "Nebenjob" zu tun.

Hinsichtlich der Journalistenverträge gibt es Unterschiede. Ein Freund von mir ist z.B. bei Axel Springer und verdient da richtig gutes Geld. Ein anderer Kollege arbeitet bei einem Lokalblatt in Hamburg und ernährt davon seine ganze Familie, und das offensichtlich gar nicht schlecht. Ich selbst arbeite als Freier und verdiene auch damit meinen Lebensunterhalt. Und arbeite sicher keine 60 Stunden....eher 35 Stunden, würde ich schätzen.

Geändert von LarsB (19.07.2010 um 13:25 Uhr).
LarsB ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.07.2010, 16:14   #17
Miriam86
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Standard AW: Traumberuf Sportjournalist

Zitat:
Zitat von LarsB Beitrag anzeigen
Warum wird eigentlich PR Journalismus immer als "Nebenjob" gesehen?
Weil es zwischen PR und Journalismus grundsätzliche Unterschiede gibt, die du ja kennst
Ein Journalist macht Journalismus, ein PR-Mensch PR. Wenn Journalisten in ihrem Job, nämlich dem Journalismus, nicht genug verdienen, machen sie nebenher PR. Das ist nicht verwerflich, aber eben auch nicht der eigentliche Job.
Miriam86 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.07.2010, 22:39   #18
christine
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Standard AW: Traumberuf Sportjournalist

@ Lars: Ich liebe meinen Beruf und wollte keinen anderen machen.

Allerdings sehe ich hier eine Menge Leute, die ziemlich naive Vorstellungen vom Beruf und keine Ahnung von der Branche und den gegenwärtigen Entwicklungen haben. Sie träumen von lebenslangen Festanstellungen zum Redakteurstarif, womöglich noch bei einer Tageszeitung. Sie nehmen sich Karrierwege von Leuten zum Vorbild, die heute als Quereinsteiger ohne fundierte Ausbildung aus dem riesigen Stapel Bewerbungsmappen sofort aussortiert würden. Sie halten ein bisschen googlen schon für Recherche und finden zum Teil in diesem Forum nicht einmal die Threads, in denen ihre Fragen schon beantwortet wurden, aber sehen sich schon als künftige Starjournalisten (da hat Miriam86 schon ganz recht). Womöglich gar beim Fernsehen, obwohl sie weder fotogen sind noch mikrofontauglich.

Irgendjemand muss die Leute ab und an auch mal ein bisschen erden. Ich bin schon ziemlich lange in diesem Forum aktiv und habe ein ganz gutes Gespür dafür entwickelt, wer von den Ratsuchenden, die sich hier zu Wort melden, es schafft, ein Volo oder einen Platz an einer Journalistenschule zu ergattern - und wer nicht.

Wobei sich all das, was ich eben schrieb, nicht auf Cup bezieht. Aber wenn er oder sie sich auch für Zahnmedizin interessiert, sollte er/sie sich das wirklich überlegen. Denn Zahnärzte brauchen die Leute immer - Sportjournalisten nicht so unbedingt.

Geändert von christine (19.07.2010 um 22:43 Uhr).
christine ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.07.2010, 22:42   #19
christine
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Beiträge: 1.815
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Standard AW: Traumberuf Sportjournalist

Zitat:
Zitat von Miriam86 Beitrag anzeigen
Wenn Journalisten in ihrem Job, nämlich dem Journalismus, nicht genug verdienen, machen sie nebenher PR. Das ist nicht verwerflich, aber eben auch nicht der eigentliche Job.
Es ist außerdem mitunter problematisch. Nicht jeder schafft es, sauber zwischen beidem zu trennen. Über Unternehmen, für die man Newsletter oder Pressemitteilungen schreibt, darf man auf keinen Fall schreiben. Am besten über das ganze Themengebiet nicht. Da hält sich nicht jeder dran. Aus diesem Grund postulierte ja mal das Netzwerk Recherche: "Ein Journalist macht keine PR."
christine ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.07.2010, 23:09   #20
LarsB
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Standard AW: Traumberuf Sportjournalist

Zitat:
Zitat von christine Beitrag anzeigen
Ich bin schon ziemlich lange in diesem Forum aktiv und habe ein ganz gutes Gespür dafür entwickelt, wer von den Ratsuchenden, die sich hier zu Wort melden, es schafft, ein Volo oder einen Platz an einer Journalistenschule zu ergattern - und wer nicht.
Woher willst du das wissen. Hast du die berufliche Entwicklung der Ratsuchenden über Jahre verfolgt?

Zum Thema PR: Ich finde es selbstverständlich, dass ich neben der journalistischen Arbeit auch als Werbetexter bzw. PR Journalist aktiv bin. Nicht nur aus finanziellen Gründen, sondern auch, weil ich diese Abwechslung mag.
LarsB ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.07.2010, 23:40   #21
Texte-Büro
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Standard AW: Traumberuf Sportjournalist

Zitat:
Zitat von christine Beitrag anzeigen
Sie träumen von lebenslangen Festanstellungen zum Redakteurstarif, womöglich noch bei einer Tageszeitung.
Und warum sollte man nicht davon "träumen"? Natürlich kann nicht jeder dahin kommen, aber es ist nun auch nicht unmöglich. Wer für die Taz schreibt, verdient natürlich wirklich nicht viel, aber wer für die Bild oder Die Welt als Angestellter schreibt, kann sich über das Einkommen nicht beschweren.
Texte-Büro ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.07.2010, 00:40   #22
tooobii
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Standard AW: Traumberuf Sportjournalist

Zitat:
Zitat von christine Beitrag anzeigen
Aus diesem Grund postulierte ja mal das Netzwerk Recherche: "Ein Journalist macht keine PR."
Bei Freischreiber heißt es ebenso: "Um Mitglied zu werden, müssen freie Journalisten eine Selbstverpflichtung unterschreiben. Darin bestätigen sie, dass sie in ihrer Arbeit PR und Journalismus trennen und sich für die gleiche Arbeit nicht von zwei Seiten bezahlen lassen".

Aber um nicht zu weit vom eigentlichen Thema abzukommen: Ich kann christine nur zustimmen, was das "Erden" anbelangt. Vor ein paar Monaten wurde in einem meiner Kurse an der Uni die Frage gestellt, in welche Richtung man später beruflich gehen wolle (Politikwissenschaft). Etwa 30 Prozent sagten "Journalismus" oder "Medien", hatten aber bisher keinerlei Erfahrung gesammelt und noch weniger eine Vorstellung davon wie hart das Geschäft ist. Ich plädiere also auch dafür, lieber einmal zu oft zu betonen, dass es kein Zuckerschlecken ist!
tooobii ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.07.2010, 00:43   #23
Texte-Büro
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Zitat:
Zitat von tooobii Beitrag anzeigen
Etwa 30 Prozent sagten "Journalismus" oder "Medien", hatten aber bisher keinerlei Erfahrung gesammelt und noch weniger eine Vorstellung davon wie hart das Geschäft ist. Ich plädiere also auch dafür, lieber einmal zu oft zu betonen, dass es kein Zuckerschlecken ist!
Das ist ja in Ordnung. Aber man muss es nicht übertreiben. In jedem Beruf, der als attraktiv empfunden wird, ist die Konkurrenz groß.
Texte-Büro ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.07.2010, 01:11   #24
punky
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Standard AW: Traumberuf Sportjournalist

Na ja, ich sag mal so: Die Leute, die tooobii beschreibt, sind keine Konkurrenz.
Je mehr es davon gibt, desto besser für die anderen
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Alt 20.07.2010, 15:03   #25
christine
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Standard AW: Traumberuf Sportjournalist

@ Lars: Ich bin keine 25 mehr und übe den Beruf nicht erst seit gestern aus. Ich bin auch schon ein paar Jährchen länger als Du in diesem Forum aktiv und kann Dir daher versichern, dass man ein Gespür für die Leute entwickelt, die hier posten. Oft kann man außerdem nachlesen, ob sie die Aufnahmeprüfung geschafft oder das Volo ergattert haben oder nicht. Abgesehen davon wenden sich einige auch per PM an mich, wenn sie Fragen haben oder um mir zu berichten, wie die Sache ausgegangen ist.

@ Texte-Büro: Ich kann auch von einer Vier-Oktaven-Stimme träumen, trotzdem wird aus mir keine Opernsängerin mehr.

Klar verdient ein festangestellter Redakteur, der nach Tarif bezahlt wird, gut. Das habe ich doch gar nicht bezweifelt. Aber auch Springer - um bei Deinem Beispiel zu bleiben - hat schon Redakteure entlassen, machen wir uns nichts vor. Bei allen Medienhäusern ist es mittlerweile üblich, älteren Redakteuren Abfindungen anzubieten. Die sind den Verlagen nämlich zu teuer. Besonders diejenigen, die noch die alten Redakteursstufen erreicht haben, die es heutzutage gar nicht mehr gibt.

Es ist heutzutage ziemlich illusorisch, von lebenslangen Festanstellungen nach Redakteurstarif zu träumen - denn es wird inzwischen immer unwahrscheinlicher, eine solche zu ergattern. Oder hast Du etwa nicht mitbekommen, was beim Jalag läuft? Wenn das funktioniert - und wieso sollte es das nicht? - wird das Beispiel Schule machen. Bei den Tageszeitungen laufen ebemfalls große Umstrukturierungsprozesse. Immer weniger Redakteure müssen immer mehr Arbeit erledigen - entsprechend mies ist es auch um die Qualität der Zeitungen bestellt, und das gilt längst nicht mehr nur für Lokalzeitungen. Und längst nicht alle diese Redakteure werden nach Tarif bezahlt, Outsourcing von Redaktionen und redaktionelle Leiharbeit sind gang und gäbe.

Statt also irgendwelchen unrealistischen Vorstellungen vom Berufanzuhängen, sollte man sich lieber auf die Situation einstellen und zusehen, dass man möglichst gut darauf vorbereitet ist. Einige Ratsuchende bringen dafür keine guten Voraussetzungen mit, so leid es mir tut. Noch immer gilt: Nicht jeder, der einen Stift halten kann, muss deshalb unbedingt Journalist werden.

@ punky: Solche Leute schlagen hier aber auch auf.

Geändert von christine (20.07.2010 um 15:09 Uhr).
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