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Alt 02.06.2010, 16:40   #1
Frageee
Benutzer
Mitglied
 
Registriert seit: 10.04.2009
Beiträge: 6
Renommee-Modifikator: 0 Frageee wird positiv eingeschätzt
Frage Mehrwertsteuerpflicht

Liebe Forumskollegen,

ich habe gerade vom Finanzamt (wirklich früh...) die Hiobsbotschaft erhalten, dass ich seit dem 1. Januar 2010 umsatzsteuerpflichtig bin, weil mein Umsatz als Kleinunternehmerin die Grenze von 17.500 Euro überschritten habe. (Ich wusste nicht, dass sich das auf den Brutto-Umsatz berechnet, sonst hätte ich das wohl selber schon bei der Abgabe meiner Steuererklärung gemerkt).

Jetzt muss ich - auch noch rückwirkend für das erste Quartal - Umsatzsteuer-Voranmeldungen und die Umsatzsteuerjahreserklärung einreichen und Umsatzsteuer nachträglich zahlen.
Wie das funktioniert, habe ich schon Dank des Internets rausgefunden.

Doch ich habe ein anderes Problem: Da ich ja bisher umsatzsteuerbefreit war, habe ich auch auf mein seit dem Januar 2010 gezahltes Honorar keine Umsatzsteuer ausgewiesen. Deshalb meine Fragen:

- Kann ich von meinem "Arbeitgeber" (ich weiß, als Selbstständige hab ich sowas eigentlich nicht, aber derzeit arbeite ich nur für einen Auftraggeber) nachträglich die Umsatzsteuer seit Januar 2010 verlangen? Dazu sei vielleicht noch gesagt, dass ich (Gott sei Dank) keine Rechnungen schreiben muss, sondern monatlich automatisch eine Abrechnung erhalte und das Honorar ebenso automatisch überwiesen bekomme

- Unter welchen Umständen habe ich überhaupt das Recht, Umsatzsteuer zu verlangen, oder andersherum gefragt, muss mein Arbeitgeber auf jeden Fall und ohne zu murren auf mein Honorar auch noch die 7 Prozent Umsatzsteuer zahlen?

Vielen Dank schon mal für Eure Antworten!

Gruß
Frageee ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.06.2010, 23:37   #2
Wustmann
Benutzer
Mitglied
 
Registriert seit: 07.02.2008
Beiträge: 25
Renommee-Modifikator: 12 Wustmann wird positiv eingeschätzt
Standard AW: Mehrwertsteuerpflicht

Erstmal ist Vorsicht geboten: Wenn Du das dauerhaft so machst, bist Du "scheinselbständig". Bitte unbedingt über den Begriff informieren.

Zur USt: Die zahlt Dein Auftraggeber in jedem Fall. Irgendwer muss sie ja zahlen, und wenn Du sie in Deinen Rechnungen nicht ausweist, berechnet das FA sie nachträglich Deinem Auftraggeber.

Wenn Du also nachträglich Deine Rechnungen überarbeitest und die USt ausweist wird Dein Auftraggeber sich freuen - denn das FA wird ihm für diese Rechnungen keine zusätzliche USt berechnen.

Also: Ja, geht. Prozedere aber bitte vorher mit dem FA / Steuerberater abklären, damit es nicht zu Unstimmigkeiten kommt.
Wustmann ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.06.2010, 13:36   #3
Texte-Büro
Regelmässiger Benutzer
Mitglied
 
Registriert seit: 18.06.2008
Beiträge: 198
Renommee-Modifikator: 13 Texte-Büro wird neutral bewertet
Standard AW: Mehrwertsteuerpflicht

Zitat:
Zitat von Wustmann Beitrag anzeigen

Zur USt: Die zahlt Dein Auftraggeber in jedem Fall. Irgendwer muss sie ja zahlen, und wenn Du sie in Deinen Rechnungen nicht ausweist, berechnet das FA sie nachträglich Deinem Auftraggeber.
Das ist falsch. Wurde bei dem "Vertrag" eine Zahlung ohne Mehrwertsteuer vereinbart (es wurde also auf keine Mehrwertsteuer hingewiesen), kann der Auftragnehmer nicht ein paar Monate später kommen und sagen, dass er nun im Nachhinein doch Umsatzsteuer haben möchte. Man kann zwar den Auftraggeber darum bitten, dass er die Steuer nachträglich zahlt, vielleicht macht er das auch, aber rechtlich zwingen kann man ihn im Nachhinein nicht mehr. Stattdessen muss der Auftragnehmer dann selber für die Umsatzsteuer aufkommen. Ich weiß das so gut, weil es zwei Kollegen von mir auch passiert ist.

Ich kann allerdings nicht verstehen, warum man sich nicht rechtzeitig informiert. Gerade beim Finanzamt muss man sich immer frühzeitig informieren, da es sonst ein böses Erwachen gibt.
Texte-Büro ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.06.2010, 13:41   #4
Wustmann
Benutzer
Mitglied
 
Registriert seit: 07.02.2008
Beiträge: 25
Renommee-Modifikator: 12 Wustmann wird positiv eingeschätzt
Standard AW: Mehrwertsteuerpflicht

Zitat:
Zitat von Texte-Büro Beitrag anzeigen
Das ist falsch. Wurde bei dem "Vertrag" eine Zahlung ohne Mehrwertsteuer vereinbart (es wurde also auf keine Mehrwertsteuer hingewiesen), kann der Auftragnehmer nicht ein paar Monate später kommen und sagen, dass er nun im Nachhinein doch Umsatzsteuer haben möchte. Man kann zwar den Auftraggeber darum bitten, dass er die Steuer nachträglich zahlt, vielleicht macht er das auch, aber rechtlich zwingen kann man ihn im Nachhinein nicht mehr. Stattdessen muss der Auftragnehmer dann selber für die Umsatzsteuer aufkommen. Ich weiß das so gut, weil es zwei Kollegen von mir auch passiert ist.

Ich kann allerdings nicht verstehen, warum man sich nicht rechtzeitig informiert. Gerade beim Finanzamt muss man sich immer frühzeitig informieren, da es sonst ein böses Erwachen gibt.
Exakt das meinte ich. Vielleicht in der Eile etwas unklar formuliert.
Wustmann ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.06.2010, 12:03   #5
Journalina
Benutzer
Mitglied
 
Registriert seit: 13.06.2010
Beiträge: 4
Renommee-Modifikator: 0 Journalina wird positiv eingeschätzt
Standard AW: Mehrwertsteuerpflicht

Hallo Fragee,

ein ähnliches Problem hatte ich auch mal. Mein Steuerberater und ich haben dann an alle Auftraggeber nachträglich Rechnungen geschickt mit der Bitte, die MwSt. nachzubezahlen. Dies ist für die Firmen eigentlich kein Problem, da sie die MwSt. vom Finanzamt zurückbekommen. Leider hatte ich sehr viele Auftraggeber und einige reagierten nicht und fanden ständig Ausreden, warum sie noch nicht dazu kamen, zu zahlen. Dem Finanzamt ist es egal ob die Firmen Dir das Geld zahlen, Du musst es zahlen. Daher rede mit Deinem Auftraggeber. Aber wie die Vorredner gesagt haben, im Vertrag muss stehen, deine Gage ist netto zu verstehen (so dass Du als Kleinunternehmer das geld so bekommst und als Umsatzsteuerpflichtiger 19% draufschlagen kannst). Nur dann hat man ein Recht, das Geld nachträglich zu bekommen. Ich drücke die Daumen, dass es klappt!

Viele Grüße
Journalina ist offline   Mit Zitat antworten
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