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Volontariat - Studium - Praktikum - Ausbildung Alles rund um die Ausbildung in den Medienberufen. Volontariat, Studium der Journalistik & Kommunikationswissenschaft, Praktikum

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Alt 02.06.2007, 15:25   #1
Silke
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Standard Ausgeschriebene Stellen, die bereits intern besetzt wurden

Ausgeschriebene Stellen, die bereits intern besetzt wurden

Liebe Leute,

ich bin neu im Forum, konnte aber nicht entdecken, dass dieses Thema hier schon mal behandelt wurde.

Es SOLL offenbar (so hört man) Stellen geben, die nur rein "formal" ausgeschrieben werden und tatsächlich aber "hinter den Kulissen" bereits vergeben sein SOLLEN.
Wer eine solche Stellenausschreibung also Ernst nimmt und sich bewirbt, HÄTTE also von vornherein null Chance die Stelle zu bekommen.

Wie sind Eure Erfahrungen: Seid Ihr schon mal auf so eine "Stellenausschreibung" reingefallen (habt es also hinter erfahren), habt Ihr von sowas gehört, oder ist das alles nur Mythos?
Oder, ganz schlimmer Fall, seid Ihr vielleicht sogar Begünstigter einer solchen Stellenbesetzung?

Ich weiß jetzt nicht, ob es ratsam ist, hier im Netz Ross und Reiter zu nennen. Dazu müßte Peter sich vielleicht mal vorab äußern, wie er dazu steht.

Man kann aber auch gut über das Thema reden, ohne Namen fallen zu lassen, finde ich. Also bitte erstmal ohne.

Ach ja: Hat es vielleicht schon mal juristischen Ärger gegeben, wenn jemand eine Stelle ausgeschrieben hat, die es faktisch gar nicht gegeben hat, weil sie längst intern besetzt war? Weiß dazu jemand was?

Danke für Eure Antworten.
Liebe Grüße
Silke
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Alt 02.06.2007, 15:33   #2
Libelle
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Standard AW: Ausgeschriebene Stellen, die bereits intern besetzt wurden

Ich habe gehört, dass das bei Ausschreibungen für Lehrer oft so sein soll. Schon die Stellenausschreibung wird auf einen internen Kandidaten frisiert, damit man die Entscheidung entsprechend begründen kann.

Ein Bekannter hat es in einem großen Nicht-Medien-Unternehmen auch erlebt, dass er sich auf eine ausgeschriebene Stelle beworben hat und hinterher hat er von einem befreundeten Mitarbeiter desselben Unternehmens erfahren, dass die Stelle intern besetzt wurde und das eigentlich schon vorher klar war.

Zwar nicht mit 100%iger Sicherheit kann ich bestätigen, dass es sowas gibt. Ich glaube nicht, dass das nur ein Mythos ist. Hat es nicht auch was mit Prestige zu tun, wenn ein Unternehmen Stellen ausschreibt? Egal, ob auf die Stelle schon ein Interner lauert, oder nicht...
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Alt 02.06.2007, 15:47   #3
Silke
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Standard AW: Ausgeschriebene Stellen, die bereits intern besetzt wurden

Ich meinte aber eher folgenden Fall:

Rein hypothetisch (!!): Eine Stelle ist zwar vorhanden aber nicht ausgeschrieben. Dann erhält Kandidat x die Stelle. X ist dem Unternehmen persönlich bekannt und sucht gerade und so wird die Stelle ruckzuck mit ihm besetzt. Danach (erst danach) wird die Stelle ausgeschrieben. Und damit hätte dann jeder, der sich darauf bewirbt, null Chance.

Ich glaube, wir hatten uns ein wenig mißverstanden, daher nochmal obige Erklärung für den hypothetischen(!) Fall. Oder gibt es sowas?

Liebe Grüße
Silke
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Alt 03.06.2007, 00:27   #4
christine
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Standard AW: Ausgeschriebene Stellen, die bereits intern besetzt wurden

Silke, wenn, dann läuft es doch ein bisschen anders, und zwar dann, wenn es arbeitgeberseits schon einen Wunschkandidaten gibt, aber die Stelle aus rechtlichen Gründen ausgeschrieben werden muss. Der Wunschkandidat muss sich dann wie alle anderen noch auf die Stelle bewerben, hat aber halt die besten Chancen - es sei denn, der Betriebs- oder Personalrat schießt dann noch absolut quer. Es wird also nicht erst der Arbeitsvertrag abgeschlossen und dann die Stelle ausgeschrieben. Aber dem Kandidaten wird schon sehr deutlich signalisiert, dass er derjenige ist, der gewünscht wird, und er sich unbedingt darauf bewerben soll usw. usf.

Ich habe in den 90er Jahren mal eine Anzeige für eine Stelle in Berlin gesehen, da stand gleich dabei, dass eine hausinterne Bewerbung vorliegt. Sie mussten die Stelle aber aus formalrechtlichen Gründen ausschreiben (ich weiß jetzt nicht mehr genau, ob es Uni oder irgendetwas anderes aus dem öffentlichen Dienst war, aber es war auf jeden Fall eine Stelle, die nach BAT bezahlt wurde).
christine ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.06.2007, 00:36   #5
christine
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Standard AW: Ausgeschriebene Stellen, die bereits intern besetzt wurden

Zitat:
Zitat von Libelle
Hat es nicht auch was mit Prestige zu tun, wenn ein Unternehmen Stellen ausschreibt? Egal, ob auf die Stelle schon ein Interner lauert, oder nicht...
Mir hat ein Personalberater einmal gesagt, dass der größere Teil der Stellen gar nicht öffentlich ausgeschrieben werde. Zum einen bekämen die Unternehmen eh genug Initiativbewerbungen, zum anderen liefe viel über Netzwerke (da kennt einer einen, der einen kennt, der gerade so einen Job sucht oder den man einfach einmal anspricht, ob er nicht usw. usf. Hier kommen auch die interne Stellenausschreibungen ins Spiel.) Schließlich gebe es auch noch die Headhunter, die gezielt für Unternehmen suchen.

Externe Stellenausschreibungen bedeuten für die Unternehmen einen enormen Ressourcenaufwand. Den wollen sie nicht immer unbedingt betreiben, wenn sie nicht müssen.
christine ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.06.2007, 19:35   #6
Silke
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Standard AW: Ausgeschriebene Stellen, die bereits intern besetzt wurden

Zitat:
Zitat von christine
Silke, wenn, dann läuft es doch ein bisschen anders,

Es wird also nicht erst der Arbeitsvertrag abgeschlossen und dann die Stelle ausgeschrieben.
Tatsächlich? Aber genau den Fall meinte ich.
Ich meine den Fall, wo der Bewerber von vornherein eine Null Chance hätte, weil die Stelle bereits vergeben wäre. Wie gesagt, rein hypothetisch.

Gibt es so sowas, oder ist das eine Mär?

Silke
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Alt 03.06.2007, 20:34   #7
mia
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Standard AW: Ausgeschriebene Stellen, die bereits intern besetzt wurden

ich verstehe nicht, warum es dir so wichtig ist, ob der vertrag schon unterschrieben ist. das tut m.e. nichts zur sache. ja, es passiert häufig, dass unternehmen (verständlicherweise) interne mitarbeiter für frei werdende stellen im auge haben. weil es arbeitsrechtlich aber oft nicht möglich ist, ohne ausschreibung jemanden einzustellen, wird die stelle pro forma ausgeschrieben (intern oder extern). die meisten stellen, die frei werden, kommen überhaupt nie auf den freien markt. gerecht oder ungerecht? es ist wohl normal. genauso wie freie mitarbeiter einer zeitung in direkter konkurrenz mit externen bewerbern meist unglich höhere chancen haben, eine volostelle zu bekommen. ist eben so. in allen branchen.
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Alt 03.06.2007, 21:37   #8
Silke
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Standard AW: Ausgeschriebene Stellen, die bereits intern besetzt wurden

Zitat:
Zitat von mia
ich verstehe nicht, warum es dir so wichtig ist, ob der vertrag
schon unterschrieben ist. das tut m.e. nichts zur sache.
Na, ist doch klar:
Wenn eine Stelle ausgeschrieben werden würde, nachdem sie bereits vergeben wurde, dann würde doch bei einem Bewerber der Eindruck erweckt, es sei eine Stelle frei. Tatsächlich ist die Stelle dann aber zu keinem Zeitpunkt für den Bewerber frei. Es besteht nicht nur keine geringe Chance, sondern gar keine Chance, den "ausgeschriebenen" Job zu bekommen.
Und wenn dann der Bewerber Geld (Porto, Umschlag, Foto, Mappe etc.) und Zeit investiert, seine Unterlagen zuschickt wegen einer Stelle, die er niemals erhalten kann, dann darf sich so ein Bewerber doch leicht verarscht fühlen, oder?

Dass Unternehmen ihre Stellen manchmal nur intern besetzen, hat damit überhaupt gar nichts zu tun. Ich meinte nicht, dass ein Unternehmen einen internen Mitarbeiter für die Stelle nimmt. Das war und ist auch nicht mein Thema. Ich meine den Fall, dass ein Unternehmen eine Stelle ausschreibt, die tatsächlich (sei es durch interne oder natürlich auch externe Leute) bereits vergeben ist.
Ich will nur auf den oben genannten Fall (1. Posting) hinaus. Hat das schon mal jemand erlebt?

"Intern besetzt" sollte also nicht heißen: Positionswechsel eines Mitarbeiters im Unternehmen. Sondern vielmehr: Sohn des Geschäftsführers, Tochter eines Freundes eines Mitarbeiters etc.

Ich frage mich, ob das eine Mär ist, oder ob das schon mal jemand erlebt hat.
Silke ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.06.2007, 23:36   #9
mia
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hast du so etwas erlebt oder glaubst, dass es so gewesen sein könnte? oder kennst du jemand? das wäre wichtig zu wissen, um auf deine frage antworten zu können...
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Alt 18.12.2015, 22:35   #10
Anna Maria
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Standard AW: Ausgeschriebene Stellen, die bereits intern besetzt wurden

Ich greife mal das uralte Thema auf, weil ich gezielt gegoogelt habe und dazu eine Antwort habe als Betroffene gerade.
Ich arbeite im öffentlichen Dienst und sehe mich gerade in der äusserst unschönen Konkurrenzsituation mit meiner Arbeitskollegin. Diese ist länger da als ich und ihr Zeitvertrag wurde immer stillschweigend verlängert. Nun ist man in der Personalabteilung aufgrund irgendwelcher Statuten dazu veranlasst gewesen die Stelle nun erstmals auszuschreiben, da auch mein Vertrag zeitgleich endet und ich mich darauf bewerben könnte.
Die Kollegin und auch meine Vorgesetzte geben mir mehr oder minder beide zu verstehen, dass ich keine Chance hätte. Begründung : Hier hätten natürlich immer die die länger da wären bessere Chancen.
Offenbar ist das im ö.D. so.
Ich fühle mich mies und muss nun das Bewerbungsverfahren mit dem üblichen Schmus mit dem Tribunal von Personalratbeisitzern, Gleichstellungsbeauftragten und und und beim " Bewerbungsgespräch" mitmachen, weil es mir sonst,- sollte ich arbeitslos werden nachteilig ausgelegt werden würde beim Arbeitsamt und auch im Personalrat für weitere mögliche Stellen würde ich nicht mehr womöglich dann berücksichtigt werden.
Die Kollegin soll mich auch noch weiter einarbeiten , der Ton wird rauher und
sie beginnt jetzt schon deutlich das Manipulieren aller Beteiligten, empfindet es als Zumutung dass sie sich auch nochmal bewerben muss.
Seit Wochen "sucht" sie ja auch dankenswerter Weise für mich ungefragt nach offenen Stellen im Netz woanders, lach. Weil sie mich so mag . ...
Sagen darf es einem die Vorgesetzte nicht, dass man keine Chance hat deutlich. Aber sie finden immer Mittel und Wege ihre Wunschkandidaten zu bevorzugen natürlich.
Bei mir war es sogar so, dass meine Kollegin sogar schon vorgewarnt wurde von der und mir hat sie es nicht gesagt, dass die Stelle demnächst ! ausgeschrieben wird.
Nur weil meine Kollegin ihrer Empörung darüber Luft machen musste wohl unbedingt, habe ich davon erfahren dann viel später. Sie, die doch eigentlich gar nichts zu befürchten hat, macht nun täglich ein Heuldrama draus und läuft zum Chef und tut so, als ob ich es wäre, die gemein wäre. So sicher ist sie sich ihrer Stelle wohl doch dann nicht -
Das ganze Schmierentheater werde ich nun über mich ergehen lassen müssen und dann lieber wieder ausserhalb des Ö. D. versuchen etwas zu bekommen, ob es objektiv um Leistung, um Engagement geht und Können und nicht um die Verweildauer an einem Platz.
Vielleicht werde ich dann dort auch mal eingearbeitet und nicht nur so sporardische Einstreuungen von zusammenhanglosen Infos zwischen zwei Monologen über Küchen , Waschmaschinen oder sonstigen Privatkram. Was ich da kann , habe ich mir quasi selbst beigebracht, da die auch große Teile dann fehlte der Zeit und ich den Laden ganz allein wuppen musste.
Aber es wird ja überall im ö.D. irgendeinen geben, der länger da ist und sich auf die selbe Stelle bewirbt dann. Unter solchen Gesichtspunkten,- ich habe dort leider auch keine Seilschaften und bin nicht gut im Flurfunk und Intrigen schüren, habe ich da keine Chance.
Was ich hier erlebt habe ist auch, dass viel gemacht wird durch bewusste Desinformation, Klüngeleien, Gerüchte und dass sehr viele hier pessimistisch unmotiviert und unproduktiv sind und draussen in der Wirtschaft kaum eine Chance hätten mit solch einer Arbeitsleistung. Ich kann das beurteilen, weil ich vorher ausschliesslich in der freien Wirtschaft tätig war, wo meist weit mehr gefordert wurde. Trotzdem das Arbeiten an sich wenig anstrengend ist, es sei denn man leidet darunter wenig zu tun zu haben und telefoniert nicht so viel wie meine Kollegin privat ,- ist überdurchschnittlich doch gerade im ö. D. die Zufriedenheit unter den Mitarbeitern trotzdem überdurchschnittlich schlecht. Das Genörgele über Kleinigkeiten, ein falsches Wort vom Kollegen oder dem Chef, der einen anderen angeblich bevorzugt, oder über zeitweise Belanglosigkeiten nimmt bei vielen sogar einen nicht unerheblichen Teil der Arbeitszeit ein. Wohlgemerkt nicht bei allen. Die die wirklich arbeiten aber sehen sich dann oft auch noch als Streber und Schleimer an die Wand gestellt. Fast alle hier haben nur befristet Verträge, was natürlich zum sozialen Frieden nicht gerade anstiftet. Und es wird bundesweit immer mehr.
Anna Maria ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.12.2015, 01:18   #11
punky
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Stellen im öffentlichen Dienst MÜSSEN ausgeschrieben werden. Da kommt es öfter vor, dass der Kandidat eigentlich schon fest steht, man aber pro forma eben doch andere Leute einladen muss.
In vielen Betrieben müssen die Stellen mindestens intern ausgeschrieben werden, oft machen sie aber auch extern. Meine Stelle wurde ausgeschrieben als ich Vertrag bereits zur Unterschrift vorliegen hatte. Das kommt oft vor.
Was mir im Journalismus noch nicht (wissentlich) unterkommen ist, ist allerdings in anderen Branchen wohl durchaus üblich: Dort gibt es komplette Fake-Ausschreibungen. Das heißt, es werden Stellen ausgeschrieben, die es gar nicht gibt. Damit wollen die Unternehmen a) den Mitbewerbern zeigen: "Uns geht es gut. Wir schreiben Stellen aus." und b) die Marktlage und die Gehaltsvorstellungen checken. Das ist reines Informationsfishing. Von welchen Konkurenzunternehmen bewerben sich wie viele Leute bei uns? Gibt es genug Bewerber, um die Gehälter zu drücken? etc.
punky ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.12.2015, 01:29   #12
christine
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Standard AW: Ausgeschriebene Stellen, die bereits intern besetzt wurden

An Deiner Stelle würde ich mir das AGG genau durchlesen und mir auch die Stellenausschreibung genau anschauen (ob sie etwas über den § 10 zu drehen versuchen) - und mich gegebenfalls auch einmal von einem Anwalt für Arbeitsrecht oder der Gewerkschaft (so Du Mitglied bist) beraten lassen. Bewerben würde ich mich auf die Stelle auf jeden Fall, schon allein, um das Feld nicht kampflos zu räumen. Parallel natürlich auch auf andere Stellen außerhalb des öffentlichen Dienstes, klar.

Sucht diese Kollegin etwa auch während der Arbeitszeit die freien Stellen für Dich? Falls Du einen Anwalt zu Rate ziehst, würde ich mich auch gleich einmal erkundigen, ob das, was die gerade abzieht unter Mobbing fällt.

@ punky: Ich habe mal um die Jahrhundertwende in einer Online-Redaktion gearbeitet, deren einer Chef ein Stellenangebot partout nicht von der Website nehmen wollte, obwohl die Stelle gar nicht mehr frei war, sondern längst besetzt. Aus den von Dir genannten Gründen. Diejenige, die die Bewerbungen auf den Tisch bekam und allen absagen musste, fand das unmöglich. Vor allem, wenn dann wieder einmal eine Bewerbung kam, wo klar war, dass der Absender wahrscheinlich schon ziemlich verzweifelt ist, weil er schon länger sucht. Aber der Chef wollte es so. Aus den von Dir genannten Gründen.

Ausgleichende Gerechtigkeit: Der Laden ging später pleite. Da war ich aber nicht mehr dort.

Geändert von christine (19.12.2015 um 01:37 Uhr).
christine ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.12.2015, 08:22   #13
Anna Maria
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Standard AW: Ausgeschriebene Stellen, die bereits intern besetzt wurden

Vielen Dank für die Antworten.
Ich bin mit den vielen Gepflogenheiten und Sonderregelungen im ö.D. nicht vertraut und war schon überrascht, dass es überhaupt möglich ist solche dauernden Kettenarbeitsverträge zu machen. Mir wurde gesagt, dass dass bei einer sog. "sachlich" begründeten Befristung endlos gehen kann vom Gesetz her. Der Sachgrund ist, dass die Stelle eigentlich einer gehört, die im Erziehungsurlaub ist ( und zwei Kinder in der Zeit bekommen hat- so kommen deren 5 Jahre zustande).
Zudem war mir auch neu, dass wiederkehrende Eltern alljährlich neu festlegen können in welchem Umfang sie denn zeitlich tätig werden wollen.
Mit dem AGG muss ich mich erst noch befassen. In einer Gewerkschaft bin ich nicht und bei einem Personalrat der ja auch das jahrelang dann abgenickt haben muss, dass die stillschweigend den Bonus hatte, brauch ich mich wohl eh nicht erst wenden.
Wir haben beide eine Halbtagsstelle. Gleitzeit. Von mir wird erwartet, dass ich um 8.00 Uhr auf der Matte stehe, da da wichtige Dinge erledigt sein müssen zeitnah morgens. Meine Kollegin kommt regelmässig unregelmässig , wann sie will zwischen 8.45 frühestens oder noch viel später, wenn ich all die unangenehemen Routinedinge schon abgearbeitet habe hat jedesmal eine ellenlange Erzählung parat. Die ersten Wochen war sie gar nicht da und fehlt auch so immer mal einen Tag zwischendrin und geht zum Arzt oder einen anderen wichtigen Grund der Arbeit fern zu bleiben. Wie da schon die " Einarbeitung" aussah, kann man sich vorstellen.
Wenn sie dann kommt, setzt sie sich und hält Monologe, muss sie erstmal während ich weiterarbeite quasi mir den neusten Klatsch erzählen und / oder muss dringend eine andere befreundete Kollegin anrufen. Guckt in den Flur ob ein Chef in der Nähe ist, schliesst die Tür und unterhält mich ungelogen die Hälfte der Zeit, die sie da ist mit dem Quark und beschwert sich über die Arbeitsbedingungen hier, dass ihre Leistung nicht genug gewürdigt würde und zieht derbe ab über eine andere neue Kollegin. Die " mag " sie ja aber auch sooo gerne .. eigentlich..
Unser Chef ist so gut wie nie anwesend und viel ausser Haus. Meine Leistung kann er gar nicht beurteilen, bringt aber ungerechtfertigt Sprüche wenn er kurz auftaucht und belehrt mich ständig bei Kleinigkeiten. Offenbar wird schon gesammelt für die möglichst schlechte Beurteilung, damit die Lieblingsmitarbeiterin begründet dann genommen werden kann.
Die Kollegin versteht es hervorragend den Chef zu manipulieren, heult und rennt unvermittelt aus dem Raume und behauptet , dass ich ihr etwas vorgeworfen hätte. Meine Versuche dem Chef die Augen zu öffnen haben nichts gebracht, ausser dass ich erst recht als Buhmann da stehe.

An unserem Haus an einem anderen Standort, der dazu gehört , gibt es eine Sozialberatung und eine Gleichstellungsbeauftragte. Vielleicht werde ich mich mal dort schlau machen. Zu verlieren habe ich nichts.
Meine Kollegin wirft mir schon halbwegs vor, dass sie ja von Stellen gehört habe woanders und warum ich mich denn dort nicht mal " rumhöre". Konkret nenen kann sie nie eine Stelle. ( Sie meint es natürlich nur gut mit mir, schluchtz )
Ich muss dazu sagen, dass ich die ganze Zeit regelmässig überall mich informiere über offene Stellen und mich auch bewerbe, wenn es halbwegs passt. Auch in unserem Institut habe ich mich schon auf andere Stellen 2 mal beworben, erhielt einmal eine Absage und beim zweiten mal seit über einem Monat nach Bewerbungsfrist habe ich nicht mal noch eine Antwort erhalten. Und so langsam frage ich mich, was da läuft...
Bevor ich mich aber weiter demütigen lasse und meine Nerven kaputt mache, nehme ich aber lieber in Kauf vorübergehend arbeitslos zu werden , - auch wenn ich mit Ü50 weniger Chancen habe auf dem Markt.
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Alt 19.12.2015, 17:44   #14
christine
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Standard AW: Ausgeschriebene Stellen, die bereits intern besetzt wurden

Auch außerhalb des öffentlichen Diensts gibt es Kettenarbeitsverträge, auch die Regelungen hinsichtlich der Elternzeit sind dieselben. Im ÖD - besonders an Hochschulen - sind diese Kettenarbeitsverträge halt nur sehr häufig.

Die Idee, die Gleichstellungsbeauftragte und die Sozialberatung zu kontaktieren, ist gut. Bei der Gelegenheit könntest Du auch einmal über Deinen Eindruck sprechen, dass da gezielt Stimmung gegen Dich gemacht wird. Konkrete Vorfälle am besten notieren (Datum, Uhrzeit, was), damit das dokumentiert ist.

Funktioniert es, der geschwätzigen Kollegin freundlich, aber bestimmt zu sagen, dass man leider gerade kein Schwätzchen halten könne, weil man sich auf die Arbeit konzentrieren oder diese oder jene Aufgabe unbedingt erledigen muss?

Besitzt Du eine Rechtsschutzversicherung, die auch Arbeitsrechtsstreitigkeiten abdeckt? Es könnte sein, dass Du die brauchen wirst, falls Du tatsächlich kein gutes Arbeitszeugnis bekommst, um dagegen vorzugehen. Wenn das ein Anwalt macht, erspart es einem Stress und es zieht auch mehr beim Gegenüber.

Geändert von christine (19.12.2015 um 19:32 Uhr).
christine ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.12.2015, 18:09   #15
Anna Maria
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Hallo,

ja, ich war schwanger in einer Zeit wo es noch nicht einmal das Recht auf Umwandlung in Teilzeit gab nach Rückkehr an den Arbeitsplatz. Da ich Vollzeit nicht hinbekommen habe mit den ganzen Sonderdiensten zudem, musste ich kündigen. Mein Arbeitsgeber hatte inzwischen natürlich eine andere eingestellt auch und ich war sozusagen nun überflüssig. ich bin 50 und kriege heute keinen Anschluss mehr, weil heute die jungen Frauen alle ihre Stellen ewig reservieren und man deshalb nur noch Zeitverträge bekommt. Aus deren Sicht ist das natürlich gut, aber wir Rückkehrer haben kaum noch ne Chance.
Leider habe ich keine Rechtschutzversicherung und auch nicht mehr so viel Kraft da wirklich dagegen anzugehen. Wenn ich mich an den Personalrat wende gar oder den Betriebsrat oder ner Beauftragten spricht sich das auch rum sicher und ich bin bei der Behörde dann Persona non Grata vielleicht. LOL
Für mich ist das alles auch krass, weil ich schon einmal Mobbing erlebt hab und das nicht noch einmal durchmachen möchte.
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