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Volontariat - Studium - Praktikum - Ausbildung Alles rund um die Ausbildung in den Medienberufen. Volontariat, Studium der Journalistik & Kommunikationswissenschaft, Praktikum

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Alt 29.08.2011, 22:43   #1
miki101
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Renommee-Modifikator: 0 miki101 wird positiv eingeschätzt
Standard Ich blicke nicht ganz durch

Hallo zusammen,
ich stell mich mal zuerst vor. Ich bin 18 Jahre alt, lebe in der Schweiz und mache zurzeit eine Ausbildung im Verkauf. Nach der Ausbildung will ich meine Matura (in Deutschland Abitur) nachholen und studieren - oder eben auch nicht!

Mich interessiert der Beruf des Journalisten sehr wie die meisten anderen hier auch. Es gibt auch einen Haufen Wege in den Beruf und genau dazu möchte ich einige Fragen loswerden.

Man kann ja studieren oder eine Journalistenschule besuchen. Nun will ich wissen ob man ein Volontariat zwingend nach einer Journalistenschule oder einem Studium in Organisationskommunikation o.ä. absolvieren muss und mit welchem der beiden Wege man in dem Beruf besser bedient ist. Mein Traumberuf wäre eine Anstellung bei einem grossen deutschen Fernsehsender als Redakteur (jaja irgendwann mal), wäre es da am besten sich bei der RTL Journalistenschule zu bewerben?

Achja und ich wollte mal eure (professionelle) Meinung zu dieser Journalistenschule lesen: http://www.maz.ch/Journalismus/kurse.asp?n=010400_01

Hoffe der Text ist nicht zu lang und erwarte viele Antworten.

mfg

Geändert von miki101 (29.08.2011 um 22:53 Uhr). Grund: fehler
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Alt 30.08.2011, 12:22   #2
christine
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Renommee-Modifikator: 34 christine hat zahlreiche positive Bewertungen erhalten
Standard AW: Ich blicke nicht ganz durch

Ich kenne eine Dozentin, die auch am MAZ in Luzern unterrichtet, die ist toll. Sie hat mir mal erzählt, dass die Studis dort auch schon sehr früh journalistische Kreativitätsmethoden beigebracht bekämen - wovon etliche deutsche Journalistenausbildungsstätten anscheinend noch nie gehört haben, jedenfalls steht es bei denen nicht auf dem Lehrplan. Ebensowenig wie Storytelling, danach sucht man bei vielen deutschen Ausbildungsgängen auch vergeblich, das gibt es meist nur an den journalistischen Weiterbildungsakademien.

Um sich für den Diplomstudiengang am MAZ einschreiben zu können, muss man aber eine Anstellung in einer Redaktion nachweisen, denn das Studium ist berufsbegleitend. Und für den Masterstudiengang brauchst Du ja erst einmal mindestens einen Bachelorabschluss.
christine ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.08.2011, 13:57   #3
SchreibenderJung
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Renommee-Modifikator: 0 SchreibenderJung wird positiv eingeschätzt
Standard AW: Ich blicke nicht ganz durch

Hey miki101,

Man kann nicht wirklich sagen, welcher Weg der beste in den Journalismus ist. Manche sagen, es sei am besten, etwas zu studieren und währenddessen schon als Freier Mitarbeiter in Redaktionen zu arbeiten. Und im Anschluss dann ein Volontariat zu absolvieren oder eine Journalistenschule zu besuchen.
Wolf Schneider (Autor mehrere Bücher und ehemaliger Leiter der Henri-Nannen-Schule) sagt aber z.B., dass einer Redaktion ein Reporter, der vielleicht nicht studiert, aber dafür in Afrika an Hilfsprojekten gearbeitet hat, eigentlich eher gefallen müsste, da er wesentlich mehr Lebenserfahrung und Weitblick hat.

Die meisten empfehlen angehenden Journalisten aber schon, das Abitur zu machen, da dieses die Grundlage für den weiteren Werdegang bildet. Natürlich kann man auch schon während der Schule Praktika absolvieren und als Freier bei Zeitungen tätig sein. So hat man für spätere Bewerbungen schon etwas vorzuweisen und zeigt , dass man schon länger für diesen Beruf brennt und keiner von den "Irgendwas mit Medien"-Leuten ist.

Aber ab dann gibt es wie gesagt viele Möglichkeiten:
(Die Reihenfolge ist auch auswechselbar)
Praktika
Freie Mitarbeit
Journalistenschule
Volontariat
Studium
- beim Studium empfehlen die meisten Redakteure oder Journalistenschulen, nicht Journalistik oder Kommunikationswissenschaften zu studieren. Viele sehen ihnen dann nämlich lediglich Absolventen eines Studienganges, die keine Ahnung vom journalistischen Handwerk hätten, aber dafür jeden Menschen soziologisch einstufen und so einen angeblich besseren Artikel verfassen könnten.
Wolf Schneider sagt dazu ergänzend auch noch: "Wenige schaffen den Sprung in den Journalismus über das Studium des Journalismus".
Jura, Medizin und andere Naturwissenschaften sind dafür sehr gefragt und können einem Journalisten viel helfen, da er so zum gefragten Experten einer Redaktion werden kann.

Aber nocheinmal: Es gibt keinen genauen Weg in den Journalismus, jeder muss sich diesen selber suchen.
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Alt 30.08.2011, 13:58   #4
miki101
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Renommee-Modifikator: 0 miki101 wird positiv eingeschätzt
Standard AW: Ich blicke nicht ganz durch

Danke erst mal für die Antworten.

Ich denke jedoch, man bekommt im Master Studiengang das selbe journalistische Wissen vermittelt wie während des zweijährigen Diplomlehrgangs, da man ja nicht ein journalistisches Studium mit Bachelor abgeschlossen haben muss.

Und wie steht das MAZ Luzern im Vergleich mit anderen grossen Journalistenschulen da? Ich denke da an Henri-Nannenschule, Axel Springer Akademie, DJS, RTL Journalistenschule...

Geändert von miki101 (30.08.2011 um 14:01 Uhr).
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Alt 30.08.2011, 14:18   #5
SchreibenderJung
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Renommee-Modifikator: 0 SchreibenderJung wird positiv eingeschätzt
Standard AW: Ich blicke nicht ganz durch

Das MAZ kannte ich zuvor noch gar nicht. Allerdings ist mir direkt zu Beginn aufgefallen, dass dort eine ziemlich hohe Gebühr für die Ausbildung verlangt wird. Über 20000€ für eine Ausbildung ist schon viel.
In Deutschland bieten die Henri-Nannen-Schule in Hamburg, die Axel-Springer-Akademie in Berlin und die Deutsche Journalistenschule in München sehr gute journalistische Ausbildungen. Auf der Henri-Nannen und der ASA bekommt man sogar ein Gehalt, die Deutsche Journalistenschule ist, glaube ich, kostenlos, aber ohne Gehalt.
Mit dem Abschluss auf solch einer Schule ist eine spätere Festeinstellung in Print, Fernsehen, Hörfunk oder Online quasi gesichert. Allerdings bewerben sich dort natürlich auch sehr viele und die Konkurrenz ist riesig. Oft muss man sich mehrmals bewerben, um dann endlich genommen zu werden.

Welche Schule nun besser ist, kann man nicht sagen. Die oben genannten sind halt welche der größten und renommiertesten Journalistenschulen Deutschlands, aber auch die RTL Journalistenschule, die Georg von Holtzbrinck-Schule und viele andere sind gute Schulen.

Oft bietet es sich natürlich einfach an, zu der Schule zu gehen, bzw. sich dort zu erwerben, die zu dem Verlag gehört, der einen am meisten reizt.

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Alt 30.08.2011, 17:10   #6
Miriam86
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Standard AW: Ich blicke nicht ganz durch

Das Problem ist doch: Es gibt heutzutage Hunderte, wenn nicht Tausende, die freie Mitarbeit, etliche Praktika, Studium UND ein Auslandsjahr in irgendeinem exotischen Land haben. Aus meinem Volojahrgang war mehr als die Hälfte länger im Ausland (und eben nicht in den USA oder in England). Daher hilft ein Auslandsjahr allein nicht unbedingt, ist aber durchaus von Vorteil (ich zumindest wurde ständig darauf angesprochen und hatte auch schon einige Vorteile, weil ich ganz andere Themen besetzen kann).

Wenn du zum Fernsehen willst, probier die RTL Journalistenschule auf jeden Fall. Ob sie dich nehmen, ist ja nochmal was anderes, aber einen Versuch ist es doch allemal wert.

Ansonsten würde ich dir zum "gängigsten" Weg meiner Generation raten: Abi und Studium (was auch immer, ich habe Kommunikationswissenschaften studiert und hatte kein Problem, ein Volo zu finden, und auch danach Jobangebote von nicht nur einer Regionalzeitung), nebenbei Praktika und freie Mitarbeit, am besten irgendwann ins Ausland für ein halbes Jahr oder Jahr und dann Volo oder Journalistenschule, je nachdem, was man bekommt. Ist ja kein Wunschkonzert
Miriam86 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.08.2011, 19:55   #7
miki101
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Standard AW: Ich blicke nicht ganz durch

Hmm, also das MAZ ist eine Art Abendschule und ist Gebührenpflichtig, aber man verdient ja während dieser Ausbildung da man in einer Redaktion arbeitet. In einem halben Jahr kann man sich locker die 23000 Franken zusammensparen. Ich weiss eben nicht ob man dann für die deutsche Medienlandschaft attraktiv ist mit einer schweizer Schule, da sich in der Schweiz alles in einem kleineren Mass abspielt.

Wie werden denn die Wissenstests bei den Aufnahmeprüfungen in DE gewertet? Vor allem hätte ich an der Politik zu nagen, da man davon ja hier relativ wenig mitbekommt ausser wenn man sich wegen Steuer-CD's streitet...
miki101 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.08.2011, 20:08   #8
punky
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Standard AW: Ich blicke nicht ganz durch

^^ Und über Start- und Landezeiten an Flughäfen.

Scherz beiseite: Wenn du dich in Deutschland bewerben möchtet, solltest du dich natürlich auch mit deutschen Themen beschäftigen. Es lebe das Internet.
punky ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.08.2011, 21:24   #9
christine
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Standard AW: Ich blicke nicht ganz durch

Zitat:
Zitat von miki101 Beitrag anzeigen
Ich denke jedoch, man bekommt im Master Studiengang das selbe journalistische Wissen vermittelt wie während des zweijährigen Diplomlehrgangs, da man ja nicht ein journalistisches Studium mit Bachelor abgeschlossen haben muss.
Ich wollte damit lediglich andeuten, dass Du so schnell nicht ans MAZ kommst, denn momentan kannst Du noch keine Matura vorweisen, geschweige denn einen Bachelor-Abschluss oder eine Anstellung in einer Redaktion.

Die Frage ist doch, ob Du in der Schweiz als Journalist nicht vielleicht sogar besser verdienst. Die Zahlungsmoral gegenüber freien Journalisten soll jedenfalls um Längen besser sein.

Die RTL-Journalistenschule ist schon keine schlechte Adresse, aber auch für die brauchst Du zumindest Abitur.

@ Schreibender Jung: An Schweizer Hochschulen sind auch Studiengebühren zu zahlen, die m.W. höher sind als in Deutschland. Im Übrigen kosten Masterstudiengänge Journalismus in Deutschland häufig ebenfalls Studiengebühren.
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Alt 30.08.2011, 22:16   #10
Miriam86
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Standard AW: Ich blicke nicht ganz durch

Zitat:
Zitat von SchreibenderJung Beitrag anzeigen
Mit dem Abschluss auf solch einer Schule ist eine spätere Festeinstellung in Print, Fernsehen, Hörfunk oder Online quasi gesichert.

Das ist inzwischen nicht mehr so. Ich hatte kürzlich ein Seminar bei einer HNS-Abgängerin, aus deren Jahrgang haben lediglich drei (!) eine Festanstellung bekommen. Alle anderen arbeiten nun frei.
Miriam86 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.08.2011, 22:51   #11
miki101
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Standard AW: Ich blicke nicht ganz durch

Zitat:
Zitat von christine Beitrag anzeigen
Ich wollte damit lediglich andeuten, dass Du so schnell nicht ans MAZ kommst, denn momentan kannst Du noch keine Matura vorweisen, geschweige denn einen Bachelor-Abschluss oder eine Anstellung in einer Redaktion.
Die Matura(Abi) hole ich mir nach der Lehre so oder so - das steht fest. Wegen der praktischen Erfahrung, ich bin zurzeit praktisch 100% angestellt. Ich wäre aber auch durchaus bereit mal an einem Samstag in einer Redaktion mitzuhelfen/mitzuarbeiten. Nehmen Redaktionen überhaupt solche Leute auf? Oder muss mindestens ein Praktikumsvertrag her, dass man da mitwirken kann?
miki101 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.08.2011, 11:01   #12
SchreibenderJung
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Standard AW: Ich blicke nicht ganz durch

miki101,
Also es gibt Redaktionen, bei denen du auch ohne ein vorangegangenes Praktikum als Freier Mitarbeiter arbeiten kannst. Vor allem, wenn du schon etwas vorweisen kannst. Also Artikel oder andere journalistische Beiträge. Und dafür sind Praktika eben sehr sinnvoll.
Da ich aus deinen Beiträgen schließe, dass du noch keine wirklichen Erfahrungen im Journalismus gesammelt hast, würde ich dir empfehlen, dass du erst ein Praktikum, z.B. bei einer ortsansässigen Lokalredaktion absolvierst. Wenn du Glück und dich in dieser Zeit gut bei den Redakteuren präsentiert hast, folgt darauf dann vielleicht eine Freie Mitarbeit.
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Alt 31.08.2011, 18:17   #13
miki101
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Standard AW: Ich blicke nicht ganz durch

Das mit dem Praktikum ist eben so eine Sache. Ich arbeite täglich von
07-17 Uhr und hab nur am Wochenende frei. Jedoch würde ich sehr gerne journalistische Erfahrungen sammeln aber eben, ohne Praktikum ist es halt schwer.
miki101 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.08.2011, 18:52   #14
christine
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Willst Du Deine Matura auf dem Abendgymnasium nachholen oder gehst Du dann wieder regulär zur Schule? Im zweiten Fall hast Du ja sicherlich auch wieder Schulferien, in denen Du ein Praktikum absolvieren kannst.
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Alt 31.08.2011, 23:45   #15
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Zitat:
Zitat von Miriam86 Beitrag anzeigen
Das ist inzwischen nicht mehr so. Ich hatte kürzlich ein Seminar bei einer HNS-Abgängerin, aus deren Jahrgang haben lediglich drei (!) eine Festanstellung bekommen. Alle anderen arbeiten nun frei.
Ich finde es allerdings falsch, die Freiberuflichkeit immer so negativ darzustellen. Ich arbeite gerne frei, würde keine Festanstellung wollen. Manchmal (sicher nicht immer) ist die Freiberuflichkeit sogar lukrativer
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