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Alt 15.04.2010, 14:29   #14
Wustmann
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Standard AW: Das leidige Thema "Honorar"

Noch ein Nachtrag zum Thema Studium, da ich auch bereits während des Studiums geschrieben habe: Einerseits kann ich die "Referenzsammelzwickmühle" verstehen, andererseits gibt es zahlreiche Online- und Printmedien von hoher Qualität, die sich als Referenzen sehen lassen können, für die man ehrenamtlich arbeitet, weil sie nicht oder in zu geringem Maße komerziell ausgerichtet sind.

So habe ich es auch oft gehalten. Ehrenamtlich für Redaktionen zu arbeiten ist in Ordnung, aber zu Hungerlöhnen zu arbeiten für Redaktionen, deren Qualität dann meist auch dementsprechend ist, ist indiskutabel.

Auch später gibt es sicher immer mal wieder Projekte, an denen man für wenig Geld arbeitet, etwa weil sie einem persönlich wichtig sind. In der Kategorie reiner Auftragsarbeiten zum Broterwerb sollte man sich aber nie unter eine angemessene Bezahlung drücken lassen, denn je mehr das tun (ob nun Studenten oder Profis), desto schlechter wird die Marktlage für alle, und desto schlechter wird die journalistische Qualität (die in Deutschland schon ohnehin nicht berauschend ist).

Was SEO-Texte angeht: Das ist m. E. ein ganz anderes Thema, eine ganz andere Art von Arbeit und sollte vom Journalismus auch strikt getrnnt werden.
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