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Alt 23.03.2005, 01:50   #3
AitschPi
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Zitat:
Zitat von Satzung der BG Druck und Papier
§ 43 Kreis der Versicherten
(1) Für Unternehmer und ihre im Unternehmen mitarbeitenden Ehegatten, die nicht schon kraft Gesetzes versichert sind, besteht Pflichtversicherung (§ 3 Abs. 1 Nr. 1 SGB VII).
(2) Unternehmer ist derjenige, dem das Ergebnis des Unternehmens unmittelbar zum Vor- oder Nachteil gereicht (§ 136 Abs. 3 Nr. 1 SGB VII). Für die Unternehmereigenschaft ist unerheblich, ob die Tätigkeit freiberuflich, künstlerisch, nebenberuflich oder nur gelegentlich ausgeübt wird. Der Begriff des Unternehmens setzt nicht voraus, dass Beschäftigte, Maschinen oder Arbeitsgeräte vorhanden sind und eine bestimmte Umsatz- oder Einkommenshöhe erzielt wird.
(3) Für Unternehmer ohne Beschäftigte und ihre im Unternehmen mitarbeitenden Ehegatten beginnt die Versicherung mit dem Tage nach Eingang der Mitteilung gemäß § 192 Abs. 1 SGB VII bei der Berufsgenossenschaft. Ist diese Mitteilung unterblieben, so beginnt die Versicherung mit dem Ersten des Monats, der dem Monat folgt, an dem der Bescheid über die Feststellung der Zuständigkeit zur Post gegeben worden ist.
So, das war ein Ausschnitt aus der Satzung der BG Druck und Papier. Danach sind auch nebenberufliche und selbständige Tätigkeiten versicherungspflichtig. In der Satzung der VerwaltungsBG dagegen besteht eine Möglichkeit der freiwillige Versicherung:

Zitat:
Zitat von Satzung der VerwaltungsBG
§ 41 Kreis der Versicherungsberechtigten
Gegen die Folgen von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten (§§ 7 - 12 SGB VII) können sich freiwillig versichern, wenn sie nicht schon aufgrund anderer Vorschriften versichert sind (§ 6 Abs. 1 SGB VII),
1. Unternehmer und ihre im Unternehmen mitarbeitenden Ehegatten,...
Was heist das jetzt? Nach SGB VII sind die jeweiligen BG's für Ihre Branchen zuständig und können dort im einzelnen die Regeln der Pflichtversicherung und der freiwilligen Versicherung definieren. Die BG Druck und Papier, die auch zuständig für alle ist, die irgendwie Fotos machen (analog+digital), will eben mehr als Pflichtversicherte definieren, die dann die Mindestversicherungssumme zahlen dürfen. Die VerwaltungsBG bietet eben nur eine freiwillige Versicherung an.

Wenn Du also Fotograf, Fotojournalist bist, dann ist die BG D+P zuständig, die dann auch Dich als Pflichtmitglied will. Du zahlst also auch den Mindetsbeitrag, wenn Du ein Bild machst und abrechnen willst. Der Mindestbeitrag liegt bei übver 200 EUR (271 EUR???) pro Jahr.

Und wie kommt man davon weg?
Billiger geht's so: Du sagst, Du würdest Pressearbeit insgesamt machen und dabei auch u.a. Fotos, so ist der Schwerpunkt eben nicht das Erstellen von Bildern, sondern die von Pressearbeit allgemein. Und Presseagenturen, Journalisten, etc sind im Bereich der VerwaltungsBG anzusiedeln. Versicherst Du Dich dort freiwillig (Mindestbeitrag 81 EUR/Jahr), dann kann keine andere BG kommen und sich für Dich als "zuständig" erklären. An sich musst Du Dich dort nicht versichern, machst Du aber auch nur ein Bild, könnte sich die BG P+D als zuständig erachten und zur Kasse bitten.

Empfehlenswert ist dazu auch Goetz Buchholz: "Ratgeber Freie" (bei ver.di erhältlich, für Mitglieder 3,- EUR; Nichtmitglieder irgendwas um die 15,-). Dort dann S. 387ff. Da steht das nochmal mit anderen Worten. Und da ist auch mehr über die Gefahrenklassen zu finden, die auch noch die Auswahl zwischen BG P+D und VBG zu Gunsten der lezteren beeinflusst.

Hinzuweisen ist natürlich auf die Vorzüge einer Versicherung: Kommt man mal vom Auslöser ab und stürzt dabei, so dass man ins Krankenhaus muss, so übernimmt die BG dabei Kosten - auch für den Verdienstausfall berechnet nach der Versicherungssumme (proportional zum Beitrag).

AitschPi

PS: Wenn Du nicht auf eigene Rechnung arbeitest, sondern angestellt bist, dann muss der AG die Beiträge für Dich zahlen. Doch meist rechnet man ja bei gelegentlicher Arbeit für Zeitungen sleber ab und ist nicht richtig angestellt.
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