Einzelnen Beitrag anzeigen
Alt 20.03.2013, 10:00   #1
James
Benutzer
Mitglied
 
Registriert seit: 07.10.2012
Beiträge: 5
Renommee-Modifikator: 0 James wird positiv eingeschätzt
Standard Journalist... und dann?

Liebe Foren-Gemeinde!
Eigentlich brenne ich für meinen Job, wollte immer als Journalist in Hörfunk oder TV arbeiten.
Das habe ich geschafft, hab ein Volontariat absolviert und arbeite seit rund zehn Jahren als freier Mitarbeiter für eine öffentlich-rechtliche "Anstalt".

Als ich anfing hieß es, es gebe eine Beschäftigungsgrenze für freie Mitarbeiter. Aber ich war der Überzeugung: Mach einen besseren Job (mit gut gebe ich mich nicht zufrieden), dann bietet Dir der Sender auch was an.

Die Wahrheit sieht anders aus; Lob erhalte ich zwar von allen Seiten - von Kollegen bis hin zu allen "Vorgesetzten". Aber mehr springt nicht raus. So "tickt" denn auch meine Zeit runter.

Inzwischen schaue ich mich nach Alternativen um.
Aber bislang nur Absagen. Ich vermute, daß es niemanden interessiert, was man wirklich KANN, sondern nur, was irgendwo steht.
Ich habe kein Studium absolviert, folglich keinen akademischen Abschluss vorzuweisen.

Oft wird aber ein (geisteswissenschaftliches) Studium verlangt. Warum eigentlich? Wofür braucht's einen Kulturwissenschaftler für eine Stelle in der Öffentlichkeitsarbeit? Die Eigenschaften, die Geisteswissenschaftler sich im Studium nebenher aneignen, bringe ich mit: Kommunikationsstärke, Verhandlungsgeschick, Verkaufstalent (ich verkaufe schließlich meine Themen an Redaktionen), eine Riesenportion Motivation, Lernbereitschaft (ich muss mich schließlich täglich auf Neues einstellen) und habe eine schnelle Auffassungsgabe.

Ja, ich bin inzwischen soweit, auch die Seite zu wechseln, bspw. Pressesprecher zu werden oder Redakteur für Magazine o.ä.
Aber warum erhalte ich auf Bewerbungen nur Absagen und nicht einmal eine Chance, mich vorzustellen, geschweige denn eine Chance, zu zeigen, dass ich mehr kann?
James ist offline   Mit Zitat antworten