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Alt 13.03.2011, 02:47   #46
Freak
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Standard AW: Freier: Ist es wirklich so schlimm bei euch?

Hallo Schweinswal,

da sich viele hier eh nur anstressen, will ich einfach mal nur Dienen Beitrag beantworten.



"Was meinst Du mit "Bewerbungen"? Für dauerhafte Jobs brauche ich mich ohne Volo doch eh nicht zu bewerben. Von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen.
Im Grunde kann ich doch nur einzelne Artikel verkaufen und das geht bei Auftraggebern, die mich noch nicht kennen, fast nur, indem ich da zig mal anrufe und bettele, man möge mir doch für einen Appel und 'n Ei diesen Artikel abkaufen. E-Mails werden normalerweise ja eh nicht gelesen, jedenfalls nicht beantwortet. Oder liege ich da falsch?"

  • Auch ohne Volo gibt es so einige Jobangebote. Oftmals fragt niemand nach einer Vita. Inwiefern diese Jobs dauerhaft sind, wird sich zeigen. Kommt darauf an, wie gut man miteinander klarkommt.
  • Mit „Bewerbung“ meine ich nicht, Artikel vorzuschreiben und wahllos Redaktionen anzubieten, die gar nicht danach gefragt haben. Diese Leute bezeichne ich auch nicht als „Auftraggeber“. Stattdessen meine ich, sich auf tatsächliche Jobangebote zu melden (z. B. aus diesem Forum, von newsroom, Gigajob (da kommt größtenteils nur Schrott, aber hin und wieder auch was Sinnvolles), Stepstone usw.). Die Redaktionen irgendwelcher Magazine fühlen sich doch nur belästigt, wenn ständig ungebetene Anfragen einschneien. So etwas kann man im Ausnahmefall, etwa wenn man ein besonders interessantes Thema ergründen will, anbieten.
  • Hin und wieder werden Mails schon beantwortet .

„Was ich will und was mir Spaß macht, überlege ich schon lange nicht mehr. Ich glaube, das war der große Fehler, darüber zu viel nachzudenken. Leute, die so viel verdienen, dass sie über die Runden kommen, machen in der Regel etwas, das nur bedingt Spaß macht.“


Doch, ich schon! Und ich finde, das könnten alle mal tun. In Deutschland haben wir den Luxus, zur Not aufgefangen zu werden (noch und zu nicht gerade erquicklichen Bedingungen, aber immerhin). In der Tat, ich habe überlegt, was ich so die nächsten Jahre tun möchte und versuche auf Biegen Brechen das Vergnügen mit dem Geldverdienen zu verbinden. Wäre ich privilegiert, würde das Ding schon seit Jahren erfolgreich laufen und ich hätte die Investition schon mindestens 20fach raus. Aber so freue ich mich halt über kleine Erfolge und spare mir den Rest vom Mund ab. Die viele Arbeit, die diese Sache erfordert, erledige ich so nach und nach in meiner nicht vorhandenen Freizeit. Das tue ich, um bald fast vollkommen unabhängig zu sein. Hast Du nicht auch ein Ziel? Bestimmt! Schreib mal auf, was alles nötig ist, um es zu erreichen. Dann kannst Du nach und nach die Punkte umsetzen.

„Deshalb gibt es auch nicht so viele Bewerber, vor allem aber nicht wie im Journalismus Konkurrenten, die den Job auch noch für umsonst machen.“


Ja, leider!


“Wenn ich mir ansehe, was eventuell noch in benachbarten Berufsfeldern in Frage käme, sehe ich auch schwarz. PR - dafür bin ich wirklich nicht der Typ; Lektorat - ebenfalls mies bezahlt, massig Konkurrenz und die Akquise stelle ich mir auch nicht einfach vor; Ghostwriter für Doktorarbeiten ginge eventuell ...“

Als Ghostwriter habe ich schon gearbeitet, wobei mir das Ergebnis gar nicht gefallen hat. Aber die Kunden waren zufrieden. PR mach ich auch und SEO und noch sämtliche andere Nebenjobs, die nichts mit Journalismus zu tun haben. Aber egal, ich habe ein Ziel und brauch das Geld! Das alles ist besser als sämtliche andere Nebenjobs (Baustelle, Gastronomie, Lager etc). Von daher ist das schon in Ordnung, es wird ja nicht ewig so bleiben. Und das verleiht die Motivation: Das Bewusstsein, dass es nicht so bleibt, eine konkrete Aussicht auf etwas Besseres (das man sich allerdings auch erarbeiten muss).

Medikamententester, nein! Rauchen macht zumindest Spaß … Aber mit Informatik hat man immer gute Aufträge. Das wäre doch eine Idee! Einfach inserieren, dass Du Leuten bei Softwarefragen helfen kannst oder selbst Kurse geben. Das müsste doch klappen?! Webprogrammierung (falls Du das beherrschst) ist auch sehr lukrativ.

Für ein Studium bräuchtest Du allerdings so gut bezahlte Aufträge, dass Du den Lebensunterhalt bestreiten kannst und dabei noch genügend Freizeit hast, um zu studieren. Wird schwierig ...


Jedenfalls viel Glück!
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