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Alt 01.06.2007, 11:35   #4
jessijeff
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Standard AW: Doktorarbeit auf dem Weg zum Volo?

Ich denke, dass eine Promotion nie der falsche Weg sein kann. Auch ich habe mich dazu entschlossen zu promovieren. Hab vor zwei Monaten mein Studium abgeschlossen und der Prof hat mich gefragt, ob ich mir das vorstellen könnte. Zu dem Zeitpunkt bin ich allerdings noch davon ausgegangen, dass ich irgendwie eine Chance auf dem Arbeitsmarkt habe und habe ihm erklärt, dass ich in erster Linie als freie Journalistin bei der WAZ arbeiten möchte und wenn, dann nur nebenbei promoviere. Aber schon nach wenigen Wochen habe ich gemerkt, dass das "nebenbei" schwer zu verwirklichen ist. Wenn einem ein paar Stunden am Tag für die Promotion bleiben, bringt das nichts. Kaum hat man sich ein wenig eingelesen, hat man schon keine Zeit mehr.
Da ich, wenn überhaupt, frühestens 2009 ein Volo bei der WAZ bekomme und ich bei anderen Zeitungen wenig Chancen sehe, habe ich mich jetzt dazu entschlossen mich um ein Stipendium zu bemühen, um die Promotion in einem ordentlichen finanziellen und arbeitszeitlichen Umfeld zu beenden. Eine wissenschaftliche Laufbahn würde für mich genauso in Frage kommen, wie eine journalistische.
Also: ich kann allen nur raten, sich vorerst für eine Sache zu entscheiden. Freie Mitarbeit und Promotion ist meines Erachtens nach kaum zu schaffen, wenn man nicht vollständig auf ein Privatleben verzichten möchte. Außerdem ist der Weg in den Journalismus nach der Promotion, wenn man noch unter 30 ist, lange nicht verbaut.
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