Journalismus.com Forum

Journalismus.com Forum (http://www.journalismus.com/_talk/index.php)
-   Volontariat - Studium - Praktikum - Ausbildung (http://www.journalismus.com/_talk/forumdisplay.php?f=13)
-   -   Ich blicke nicht ganz durch (http://www.journalismus.com/_talk/showthread.php?t=30535)

SchreibenderJung 01.09.2011 00:18

AW: Ich blicke nicht ganz durch
 
Ich muss sagen, dass ich es schön finde, wenn man später ein einigermaßen sicheres Einkommen hat und sich nicht ständig Sorgen um den nächsten Auftrag machen muss. Es macht aber auch Spaß, sich immer wieder darum zu kümmern gute Arbeit zu leisten und so die Redaktionen und hoffentlich auch die Leser von seiner Arbeit zu überzeugen.
Diesen Druck haben viele Journalisten mit einer Festanstellug oft nicht, sie sind sich ihres Jobs so sicher, dass sich dies leider auch häufig in ihrer Arbeit widerspiegelt.
Irgendwann ist einer Festanstellung natürlich angenehm, aber bis es soweit ist, macht mir die Arbeit als Freier sehr viel Spaß. Das könnte natürlich auch daran liegen, dass ich noch sehr jung bin und noch nicht den Zwang habe, damit meinen Unterhalt zu verdienen.
Da sich die Krise im Printbereich aber wohl eher verschlechtern als verbessern wird, ist leider davon auszugehen, dass es in Zukunft noch schwerer wird, eine Festanstellung zu erhalten.

miki101 01.09.2011 00:44

AW: Ich blicke nicht ganz durch
 
Ich befinde mich gerade im zweiten Lehrjahr, die ganze Lehre dauert drei Jahre ich werde nach der Lehre die Berufsmatura in zwei Semestern nachholen (Vollzeitschule) das dauert etwa dann vom Oktober 2013 bis Juni 2014.
Demzufolge müsste ich noch zwei (!) Jahre warten bis ich ein Praktikum absolvieren kann.... :cry:

Texte-Büro 01.09.2011 01:18

AW: Ich blicke nicht ganz durch
 
@SchreibenderJung
Also ich verdiene meinen Lebensunterhalt mit der Arbeit als freier Journalist und komme damit sehr gut zurecht. Wenn man die Arbeit auf viele Auftraggeber aufteilt (bei mir sind es derzeit 12), ist man auch nicht so abhängig von einem Auftraggeber. Meiner Meinung nach ist das sicherer als eine Festanstellung, die man von heute auf morgen verlieren könnte.

miki101 01.09.2011 08:30

AW: Ich blicke nicht ganz durch
 
Ich hätte zusätzlich noch einige Fragen: muss man ein Studium (Uni/FH) abgeschlossen haben um gute Berufsaussichten zu haben oder geht man besser in eine Journalistenschule? Muss man nach der Journalistenschule auch noch zusätzlich ein Volontariat absolvieren oder ist das eher nur bei Studenten der Fall? Oder sogar Studium und dann Journalistenschule? Es gibt einfach zu viele Möglichkeiten :confused:

SchreibenderJung 01.09.2011 11:47

AW: Ich blicke nicht ganz durch
 
Du hast dir die ganzen Fragen am Ende eigentlich schon selbst beantwortet. Es gibt sehr viele Möglichkeiten, in den Beruf des Journalisten zu kommen.
Wie gesagt, das Abitur ist meistens die Grundlage.
Dann gibt es welche, die erst studieren, dann ein Volontariat absolvieren und im Anschluss daran eine Journalistenschule besuchen. Andere studieren erst und gehen sofort auf eine Journalistenschule. Oder aber sie werden sofort nach dem Abitur auf einer Journalistenschule angenommen.
Manche Journalistenschulen verlangen aber auch ein vorangegangenes Studium.

Was ich damit einfach sagen will, ist, dass es sehr viele Möglichkeiten gibt und man nicht sagen kann, der eine Weg sei besser bzw. sicherer als der andere.
Abitur und Freie Mitarbeit sind aber sicher eine gute Basis für weitere Schritte.

Miriam86 02.09.2011 10:23

AW: Ich blicke nicht ganz durch
 
Zitat:

Zitat von Texte-Büro (Beitrag 82174)
Ich finde es allerdings falsch, die Freiberuflichkeit immer so negativ darzustellen. Ich arbeite gerne frei, würde keine Festanstellung wollen. Manchmal (sicher nicht immer) ist die Freiberuflichkeit sogar lukrativer

Ich finde das gar nicht negativ, ich wollte nur mit dem Irrglauben aufräumen, dass Henri-Nannen-Schule oder andere Journalistenschulen ein Garant für eine Festanstellung ist. Das war früher so, ist heute aber anders.

Miriam86 02.09.2011 10:27

AW: Ich blicke nicht ganz durch
 
Zitat:

Zitat von miki101 (Beitrag 82179)
Ich hätte zusätzlich noch einige Fragen: muss man ein Studium (Uni/FH) abgeschlossen haben um gute Berufsaussichten zu haben oder geht man besser in eine Journalistenschule? Muss man nach der Journalistenschule auch noch zusätzlich ein Volontariat absolvieren oder ist das eher nur bei Studenten der Fall? Oder sogar Studium und dann Journalistenschule? Es gibt einfach zu viele Möglichkeiten :confused:


Bessere Berufsaussichten hast du in der Tat mit Studium, auf jeden Fall bessere als ohne.

Journalistenschule ist hoch angesehen, die wenigen Plätze sind allerdings sehr begehrt, darauf würde ich an deiner Stelle nicht spekulieren. Umso besser, wenn es nachher klappt, aber du solltest auf jeden Fall Alternativen haben (sprich: Studium). Wie SchreibenderJung schon sagt, haben viele vor der Journalistenschule ein Studium absolviert, einige schaffen es aber schon mit Abitur. Da ist die Chance aber deutlich geringer, da die anderen natürlich einen Vorsprung haben, was Wissen und Erfahrung angeht.

In der Regel absolviert man nach der Journalistenschule kein Volo mehr.

miki101 02.09.2011 13:45

AW: Ich blicke nicht ganz durch
 
Also um ehrlich zu sein spekuliere ich schon ein bisschen auf eine Journalistenschule. Vom Wissenstest her sollte es schon reichen hatte beim Axel Springer Aufnahmetest vom letzten Jahr 67% richtig (und in 3 jahren sollte ich bisschen mehr wissen :)), aber will mir jetzt keine grossen Hoffnungen machen, da es ja noch viele weitere Tests gibt und noch viel mehr Mitbewerber. Auf jeden Fall wärs was tolles. Ich werde es mal bei der lokalen Tageszeitung mit einem "Teilzeit-Praktikum" versuchen, da ich ja eigentlich zu 100% beschäftigt bin.
Aber vielen Dank für die vielen Antworten und Tipps.

Miriam86 02.09.2011 15:07

AW: Ich blicke nicht ganz durch
 
Naja, so lange du einen Plan B hast... ;-)

Der Durchschnitt beim Axel-Springer-Test liegt bei 70 Prozent, heißt: Mittelfeld, und heißt auch: du musst in allen anderen Bereichen überdurchschnittlich sein.

turtle 04 02.09.2011 19:54

AW: Ich blicke nicht ganz durch
 
Ich habe jetzt schon mehrfach gehört, dass du von einem guten Wissenstest absolut nichts hast, wenn der Rest nicht stimmt. Die Arbeitsproben sind das Wichtigste, das Aufnahmegespräch entscheidend - der Test selbst hilft dir hauptsächlich dann, wenn du bei den genannten Kriterien auf der Kippe stehst.


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 10:55 Uhr.

Powerd by Journalismus.com
Das Internetportal der Journalisten
Copyright © - Journalismus.com - Peter Diesler