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Lidoq 26.01.2006 16:57

Gute Journalistenschule?
 
Hallo,

mein Name ist Lidoq, ich bin 24 Jahre alt und bin eben mit meiner Uni fertig geworden (Bachelor of Arts in Germanistik). Zwischenzeitlich habe ich drei Praktika gemacht - bei Laura (6 Wochen), Bild (4 Wochen) und dem Kölner Express (3 Monate). Jetzt möchte ich ein Volontariat machen. Da ich aus dem Raum Freiburg komme wäre Burda in Offenburg ideal. Die sollen auch eine sehr gute Schule haben. Was meint ihr dazu? Kennt ihr die Burda-Schule? Ist die angesehen? Bekomme ich danach auch so gute Angebote wie z. B. die von der DJS oder Henri-Nannen?

pitjournalist 26.01.2006 17:51

AW: Gute Journalistenschule?
 
Hallo Lidoq,

kann dir leider nicht mehr zur Burda-Schule erzählen. Ich galube aber, daß es mittlerweile ziemlich egal ist, an welcher Journalistenschule man seine Ausbildung gemacht hat. Ich war selbst an einer der - wie es immer so schön heißt: "renommierten" - Schulen. Ich und die meisten meiner "Mitschüler" haben heute fest-freie oder Pauschalverträge - und das gilt schon als Erfolg. In den Jahrgängen nach unserem hat es immer weniger direkte Übernahmen eines Verlags oder eines Senders gegeben. Bei den Chefredakteuren löst die Jouralistenschul-Ausbildung mittlerweile keine besonderen Reaktionen mehr aus... sie wissen zwar, daß die Absolventen gut ausgebildet sind, halten das aber für selbstverständlich.

Und mit den "guten Angeboten" bei DJS- oder Nannen-Absolventen ist es auch vorbei: bei einem Nannen-Jahrgang bekam EIN EINZIGER Absolvent eine feste Mitarbeit angeboten, die anderen arbeiteten erstmal frei. Also: Stern, Spiegel, Süddeutsche, usw. stehen nicht Schlange vor der Tür, um Absolventen in Ihre Verlage zu locken, ganz im Gegenteil...

Ich würde jedem raten: wenn Ihr die Zusage einer Journalistenschule habt, nehmt das Angebot auf alle Fälle an - und guckt nicht auf den Namen. Es ist schon schwer genug, überhaupt einen Journalistenschul-Platz zu kriegen... trotzdem: nicht entmutigen lassen, aber realistisch an die Sache rangehen...

Grüße
pitjournalist

christine 26.01.2006 22:45

AW: Gute Journalistenschule?
 
Das sehe ich ähnlich wie pitjournalist, sei froh, dass sie es Dir angeboten haben.

Wir haben derzeit eine Praktikantin, die gerade bei Burda volontiert, sie klang ganz zufrieden. Sie erzählte, man habe dort eine Stammredaktion, bei der man die meiste Zeit sei. Hinzu kommen noch ein zweiwöchiges Praktikum in einer Lokalredaktion und zwei weitere Volo-Stationen, die man sich aussuchen könne. Sehr angenehm findet sie, dass man zwischendurch auch immer wieder Schule hat, weil dort eben auch noch andere Themen und Stilformen auf dem Programm stehen.
Das ist alles aber nur Hörensagen - ich selbst kenne nur den Verlagssitz in Offenburg, der den Charme einer gläsernen Turnhalle hat (sprich: riesige, zum Treppenhaus offene Großraumbüros).

Lidoq 27.01.2006 10:24

AW: Gute Journalistenschule?
 
Ja und merkt man ihr an, dass sie eine journalistenschule besucht? ich mein, sind die echt besser beim arbeiten als nicht-journalistenschüler? darf ich fragen, bei welchem verlag bzw. welcher zeitung du arbeitest?

calypso 27.01.2006 12:31

AW: Gute Journalistenschule?
 
die journalistenschulen unterscheiden sich schon sehr.

burdas schule ist keine edelfeder-schmiede wie einige der anderen. da geht`s dann eher um mehr oder minder guten service,-people,- oder sonstwie-journalismus.

was willst du denn machen?

Lidoq 27.01.2006 14:58

AW: Gute Journalistenschule?
 
so genau kann ich das nicht sagen... eigentlich macht mir wirklich jede form von schreiben spaß und in allen drei praktika - also jede Form ob Zeitung oder Zeitschrift - hat seine schönen/schlechten seiten. nur eins weiß ich auf jeden fall: mein talent und mein politikwissen reichen sicher nicht für die FAZ oder den Spiegel aus:-(

calypso 27.01.2006 15:06

AW: Gute Journalistenschule?
 
dann ist burda sicherlich keine schlechte wahl. immerhin zahlen die auch volo-tarif. bei den anderen gibt`s nix, ein schmales stipendium oder ein ebenso schmales "schulgehalt". die einzigen verlagsinternen schulen mit volo-tarif sind meines wissens burda und holtzbrinck.

Lidoq 27.01.2006 16:24

AW: Gute Journalistenschule?
 
echt, zahlt axel-springer nicht genau so? wie soll man sich denn die djs - die zudem auch noch im superteuren münchen ist - ohne gehalt leisten können? das können doch dann nur kinder reicher eltern, oder? was machst du eigentlich?

christine 29.01.2006 23:30

AW: Gute Journalistenschule?
 
Lidoq, in der Regel merkt man es bei jungen Schreibern schon, ob sie eine journalistische Ausbildung absolvieren/absolviert haben oder nicht. Was nicht heißen soll, dass es keine hervorragenden Quereinsteiger gäbe oder nicht auch manche ausgebildeten Redakteure grottenschlecht schreiben. Mir fällt es aber immer wieder bei den jungen Freien auf, deren Artikel dem Schlussredakteur einfach mehr Arbeit machen oder/und sich (hinterher trotzdem) nicht so gut lesen.

Der Springer-Verlag hat vor geraumer Zeit schon einen Weg gefunden, die Tarifverträge für Volos zu unterlaufen. Die Volos werden nicht mehr beim Verlag angestellt, sondern bei der Schule - da gilt die Tarifbindung nicht.

Für DJS-Schüler, die kein BAFöG bekommen, gibt es einige Stipendien. Immerhin kostet die DJS kein Schulgeld, das muss man in Zeiten, in denen an einigen Universitäten bereits Studiengebühren erhoben werden, auch einmal sehen.

calypso 30.01.2006 10:23

AW: Gute Journalistenschule?
 
Zitat:

Zitat von Lidoq
echt, zahlt axel-springer nicht genau so? wie soll man sich denn die djs - die zudem auch noch im superteuren münchen ist - ohne gehalt leisten können? das können doch dann nur kinder reicher eltern, oder? was machst du eigentlich?

springer zahlt so um die 550 euro monatlich, genauen betrag habe ich jetzt nicht im kopf.

was die djs angeht - stimmt genau. momentan haben die 45 plätze pro ausschreibung. nur ein bruchteil davon bekommt stipendien (manche davon nur um die 100 euro). ansonsten mami und papi. genau deswegen habe ich mich auch nie während meines studiums dort beworben, zumal münchen nun wirklich eine der teuersten deutschen städte ist. ich war auf einer der beiden offenen schulen in berlin. die anzahl der schüler ist auf beiden schulen geringer, dafür gibt es mehr stipendien. die höhe liegt ungefähr auf springer-niveau. die schulen schreiben das aber nicht auf ihre websites, weil sie die stipendien nicht garantieren können.

Lidoq 04.02.2006 21:06

AW: Gute Journalistenschule?
 
Na dann ist man ja bei den 1660 euro brutto im monat bei burda echt gut bedient. und darf nebenher noch fast 1/2 jahr journalistenschule machen... das ist ja sogar länger als bei springer - die haben nur vier monate schule.

Käseblatt 05.02.2006 18:17

AW: Gute Journalistenschule?
 
Hallo Lidoq,
ich habe eine kurze Frage. Ich mache in nächster Zeit auch ein Praktikum bei Burda in Offenburg. Allerdings wäre ich auch mal daran interessiert bei der Bild reinzuschnuppern. Kannst du mir da einen Tipp bzw eine Adresse geben, wo ich mich bewerben kann. Da ich noch Schülerin bin sollte es aber nicht länger wie 3 Wochen dauern (muss ich ja in den Ferien machen).
Hat sonst vll irgendjmd noch einen Tipp für mich, was man denn studieren muss wenn man in die Medien will? Journalismus ist ja mitlerweile kein Muss mehr. Was empfiehlt sich denn um so einen Job a la Nina Ruge zu bekommen, oder um solche Sachen wie Blitz zu moderieren? Und wie siehts bei Bild und Bunten, bzw einem Frauenmagazin aus, was haben die so für Studiumsanforderungen?

Liebe Grüße

Lidoq 05.02.2006 20:57

AW: Gute Journalistenschule?
 
Käseblatt,
ich würde an deiner stelle auf jeden fall etwas im bereich geistes- und sozialwissenschaften studieren, egal ob nun geschichte, germanistik etc. auf jeden fall etwas, das dich auch privat interessiert...
zur bunten wird es trotz allem ein weiter weg werden:-( aber wenn du ein praktikum bei bild machen willst, dann sprich mal mit felicitas heyden. die ist zuständig für hospitanzen bei axel-springer und du erreichst sie unter tel. 040 - 34 72 23 45, deine bewerbung geht dann auch an sie (adresse: Axel-Springer-Platz 1, 20350 Hamburg). viel glück!

calypso 06.02.2006 12:01

AW: Gute Journalistenschule?
 
Zitat:

Zitat von Käseblatt
Hallo Lidoq,
ich habe eine kurze Frage. Ich mache in nächster Zeit auch ein Praktikum bei Burda in Offenburg. Allerdings wäre ich auch mal daran interessiert bei der Bild reinzuschnuppern. Kannst du mir da einen Tipp bzw eine Adresse geben, wo ich mich bewerben kann. Da ich noch Schülerin bin sollte es aber nicht länger wie 3 Wochen dauern (muss ich ja in den Ferien machen).
Hat sonst vll irgendjmd noch einen Tipp für mich, was man denn studieren muss wenn man in die Medien will? Journalismus ist ja mitlerweile kein Muss mehr. Was empfiehlt sich denn um so einen Job a la Nina Ruge zu bekommen, oder um solche Sachen wie Blitz zu moderieren? Und wie siehts bei Bild und Bunten, bzw einem Frauenmagazin aus, was haben die so für Studiumsanforderungen?

Liebe Grüße

um bei blitz zu moderieren? dicke t****n, blondes haar, viel spass mit dem produzenten und möglichst wenig hirn.

Käseblatt 06.02.2006 16:12

AW: Gute Journalistenschule?
 
@ lidoq: danke für deine antwort und die adresse.
Etwas was mich privat interessiert ist Mode. Habe schon recherchiert und eine private Akademie in München gefunden (die gibts aber auch noch an anderen Standorten) an der man Modejournalismus studieren kann. Meinst du bzw ihr, das ich mit so einem (allerdings nicht staatlichen!) Studium auch was anfangen kann, wenn ich dann mal richtung Modemagazine oder TV Sendungen (wie z.B. Blitz oder so) gehen möchte?
Was macht man den bei einem Studium der Geisteswissenschaften?

@calypso: stell dir vor ich bin sogar hübsch und blond, meinste ich hab mit dem dazu passenden Studium richtig gute chancen *lach*?
Mal im Ernst: Caroline Beil muss doch auch was studiert haben??


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