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Benutername 18.08.2011 20:42

Freie Mitarbeit "beweisen"
 
Hi Leute.

Ich bewerbe mich gerade für ein Praktikum und ich bin jetzt seit einer Weile freier Mitarbeiter bei einer Lokalzeitung, nachdem ich dort ein 2 wöchiges Praktikum absolviert hatte.

Wie schreibe ich das denn dann in die Bewerbung?
Reicht es, wenn ich es im "normalen Bewerbungsschreiben" erwähne und auch in den Lebenslauf schreibe zB
seit xx/xx freier Mitarbeiter bei xx
oder muss ich mir da noch ne Bestätigung, also soetwas wie eine Praktikumsbescheinigung abholen?

Wenn ja, dann fände ich das ein wenig unpraktisch, denn wenn ich mich zB in einem halben Jahr wieder für ein Praktikum bewerbe, muss ich mir ja gleich nochmal so eine Bestätigung holen, und würde ich mich dann nur 1 Monat später irgendwo bewerben, ja gleich nochmal.

Wie handhabt ihr das?

Reddie 18.08.2011 20:54

AW: Freie Mitarbeit "beweisen"
 
Gehört auf jeden Fall in den Lebenslauf, wenn es ins Anschreiben passt - muss ja jeder selber wissen - dann auch da rein.

"Beweis" es doch am einfachsten durch Arbeitsproben. Ein paar Kopien von Artikeln als Anlage dazu geben, sollte als Nachweis genügen.

Ich persönlich lege immer noch eine Bestätigung des Arbeitgebers rein, liegt aber wohl daran, dass ich mich schubweise bewerbe. Oder nimm ein undatiertes Schreiben: "Herr XY ist seit XX.XX.20XX in unserem Haus als freier Mitarbeiter tätig". Kein Datum unter die Unterschrift und der Schrieb ist noch eine Weile gültig. Natürlich nur so lange, wie du dort auch beschäftigt bist.

Benutername 19.08.2011 20:00

AW: Freie Mitarbeit "beweisen"
 
Stimmt! Mir fiel auch gerade ein, dass die aktuellen Arbeitsproben ja als "Beweis" ausreichen dürften.
Zur Not rufe ich einfach mal an, ob es denen wichtig ist, dass die freie Mitarbeit in einem Extraschrieb bewiesen ist.

Benutername 21.08.2011 12:17

AW: Freie Mitarbeit "beweisen"
 
Sonst noch Meinungen? Wie macht ihr anderen das?

Ach ja und noch was:
Wenn ich jetzt irgendwo nicht mehr freier Mitarbeiter bin (zB weil ich umziehe), wie soll ich dann die freie Mitarbeit dort beweisen?
Wahrscheinlich am besten mit einer Bestätigung, oder?

Miriam86 21.08.2011 17:11

AW: Freie Mitarbeit "beweisen"
 
Ich hab mir von den meisten Bestätigungen geben lassen, von zwei fehlen Nachweise. Hab sie trotzdem in den Lebenslauf geschrieben (mit dem Hinweis: Weitere Referenzen auf Anfrage) - und es hat noch nie einer danach gefragt.

Bundesadler 26.08.2011 20:57

AW: Freie Mitarbeit "beweisen"
 
Ich habe mir nie Bestätigungen geholt.
Meiner freien Mitarbeit ging regelmäßig ein Praktikum zuvor. Deshalb habe ich einfach nur die Praktikumsbescheinigung mitgeschickt und anhand der Arbeitsproben sieht man ja, dass ich auch wirklich freier Mitarbeiter bin.

Also normalerweise reichen die Arbeitsproben als "Beweise", denke ich mal.

julia 27.08.2011 01:36

AW: Freie Mitarbeit "beweisen"
 
natürlich reichen Arbeitsproben. Besser als jede Praktikumsbescheinigung, in der ja meist nur drinsteht, von wann bis wann...
Und mal ganz ehrlich, wenn ein AG einem nicht mal das glauben will, dann halte ich das für keine gute Basis für eine Zusammenarbeit... Wobei es ja die tollsten Dinge gibt. Meine Mutter (fast 60) sollte neulich einer Bewerbung auch noch ihre Schulzeugnisse beilegen. Das ist nun in dem Alter wirklich lächerlich und wenig aussagekräftig...

christine 27.08.2011 13:23

AW: Freie Mitarbeit "beweisen"
 
Ach, Du liebe Zeit. Hat Deine Mutter die Schulzeugnisse denn noch gefunden? Was man irgendwann nie mehr braucht, verkramt man ja leicht. Oder hat sie es vorgezogen, auf die Bewerbung zu verzichten?

julia 27.08.2011 13:34

AW: Freie Mitarbeit "beweisen"
 
letzteres. Das war eh ne VZ-Stelle und das wollte sie nicht, weil sie ihre Stärken woanders sieht und die beschriebenen Aufgaben eher zur Sicherung des Lebensunterhalts gemacht hätte und nebenbei noch ihr Ding.


Aber Arbeitgeber sind schon so ne Sache. Ich steh seit gestern acuh vor ner schwierigen Entscheidung. Hab vor kurzem wo angefangen, ebenfalls nur wegen Sicherung des Lebensunterhalts, da es eine Stelle als TZ-Red.assi ist bei einem meiner früheren Auftraggeber und ich Angst hatte, nach meiner Stelle als Elternzeitvertretung, die nun dazwischen lag, arbeitslos zu sein und vom Arbeitsamt gegängelt zu werden.
Nun hab ich gute Chancen, nach 3 Monaten zu wechseln. Dann allerdings weg vom Journalismus. Eher PR und noch für ne Partei. Nach Ende der Legislatur/Bruch der Koa und falls die Stelle dann wegfallen sollte, wär es dann wohl schwierig, zurück zum Journalismus zu kommen und soviel zu verdienen, dass es reicht.
Allerdings zweifle ich gerade. Zum einen ist da das schlechte Gewissen, nach 3 Monaten (und einer eigentlich schon von mir zugesagten Vertretung für einen Kollegen einen Monat über mein nun geplantes Ende hinaus) wieder zu gehen und mit der Gewissheit, dass dies der endgültige Bruch wäre (nachdem ich das schon 2x vor hatte, nachdem man mich dort nach all dem, was ich gemacht hab, mies behandelt hat, verarscht und auch jetzt nur die Assistelle angeboten, keine Redakteurs- oder Pauschalisten-). Zum anderen aber hab ich nun und bei der Stelle zuvor nicht so tolle erfahrungen gemacht, was das VZ-Angestelltendasein angeht. Man ist imemr der arsch, kriegt nur Urlaub wenn es andere so bestimmen und muss sich viel gefallen lassen. Weiß deshalb nicht, ob es nicht besser ist, jetzt doch zu bleiben, nebenbei frei für zeitungen zu schreiben und zu hoffen, dass sich doch noch eine vernünftige Stelle im Journalismus auftut...
So, das wollt ich jetzt einfach loswerden...


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