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go4java 03.09.2009 17:49

Freier Autor // Steuerliche Handhabung?
 
Hallo zusammen,

ich plane eine nebenberufliche Tätigkeit als "freier Autor" (freier Journalist) für eine Online-Medien-Agentur.
Für die kurzen Fachbeiträge werden formlose Einzelverträge erstellt, die eine Kurzbeschreibung, Abgabetermin und Honorar enthalten.

Meine Fragen:

1.) Ist es so, dass Kleinunternehmer (freie Autoren sind nach meiner Auffassung Freiberufler) bei einem voraussichtlichen Jahreseinkommen < EUR 17.500,- nicht umsatzsteuerpflichtig sind?
2.) Falls man sich nun doch für einen "Verzicht auf die Befreiung von der Umsatzsteuerpflicht" (daran wäre man wohl für 5 Jahre gebunden) entscheidet, welche Umsatzsteuer muss dem Auftraggeber (der Agentur) in Rechnung gestellt werden? (7%?)
3.) Auf welche steuerlichen Besonderheiten wäre außerdem zu achten?

Vielen Dank für Eure Hilfe!

Gruß

Schweinswal 30.09.2009 22:09

AW: Freier Autor // Steuerliche Handhabung?
 
Hallo go4java,

so weit ich weiß, kannst Du Dir den Steuerbetrag (7 oder 19 %) grundsätzlich aussuchen. Üblich ist jedenfalls 7, für den Auftraggeber von Vorteil und für Dich kein Nachteil, da Du die Kohle ja eh bald wieder ans Finanzamt abdrücken musst.
Umsatzsteuer draufzuschlagen ist i.d.R. eine gute Sache, da Du dank der Umsatzsteuerpauschale für Journalisten 4,8 % als Ausgaben geltend machten kannst (in der USt.-Voranmeldung bzw. -erklärung). Da die meisten Journalisten wohl eher geringere Ausgaben haben dürften, lohnt sich das in aller Regel.
PS. Deine 1. Frage ist trotzdem grundsätzlich mit Ja zu beantworten. Wie gesagt: ich würde von dem Recht keinen Gebrauch machen.

MicaHache 01.10.2009 12:49

AW: Freier Autor // Steuerliche Handhabung?
 
Auf den Seiten des Deutschen Journalisten-Verbandes steht folgende Auskunft:

http://www.djv.de/Steuern.928.0.html

Frage: Ich habe gehört, dass freie Journalisten sieben Prozent Umsatzsteuer und nicht 19 Prozent wie andere Berufsgruppen berechnen dürfen. Ist das generell richtig?

Antwort: Ja und nein. Die sieben Prozent Umsatzsteuer dürfen nur auf journalistische Leistungen erhoben werden. Erbringt der Journalist zusätzlich zu seiner journalistischen Arbeit sogenannte Hilfsleistungen, wie zum Beispiel die Inanspruchnahme eines Pkw, so sind hierauf 19 Prozent Umsatzsteuer zu rechnen. Aus Vereinfachungsgründen ist jedoch zugelassen, dass auf die Hilfsleistungen ebenfalls der ermäßigte Steuersatz zu zahlen ist, also tatsächlich nur 7%.


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